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Zieht sich Bayern aus dem Kalajdzic-Poker zurück?

Dominik Hager
Die Zweifel an Kalajdzic werden größer
Die Zweifel an Kalajdzic werden größer / Matthias Hangst/GettyImages
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Schlechte Nachrichten für Robert Lewandowski. Der FC Bayern ist wohl doch noch weiter davon entfernt, einen Ersatz für den abwanderungswilligen Mega-Star zu verpflichten als zuletzt angenommen. Während Sky und Bild verdeutlichten, dass die Münchner ihre Bemühungen in Sasa Kalajdzic investieren wollen, zeigt sich der kicker eher skeptisch.


Es ist eigentlich unmöglich, den besten Torjäger der letzten Jahre und der Gegenwart durch einen verletzungsanfälligen Spieler zu ersetzen, der erst eine richtig starke Saison hatte und nie in der Europa- oder Champions-League aktiv war. Die Visitenkarte von Sasa Kalajdzic zeigt nicht von der Hand zu weisende Schwächen auf. Dies soll auch die Bayern-Bosse nachdenklich machen. Ist der zwei Meter große Stürmer vielleicht doch kein so geeigneter Kandidat für die Lewandowski-Nachfolge?

Nagelsmann und Salihamidzic pro Kalajdzuic: Große Zweifel bei den weiteren Entscheidungsträgern?

Klar ist, dass der deutsche Rekordmeister in Kontakt mit dem Spieler und dessen Management steht. Dies heißt natürlich aber noch lange nicht, dass der Kopfball-Gigant am Ende auch an der Säbener Straße aufschlägt.

Kicker
-Angaben zufolge, gibt es intern "große Zweifel", dass Kalajdzic die Ideallösung darstellt. Jedoch hat der Österreicher trotz allem mächtige Fürsprecher im Klub. Trainer Nagelsmann und Sportvorstand Salihamidzic sollen weiterhin überzeugt vom VfB-Star sein.

Chelsea, Atlético und BVB zeigen Interesse: Sind die Dortmunder auf der Pole Position

Doch selbst wenn sich die Bayern-Bosse pro Kalajdzic entscheiden, wäre ein Deal noch längst nicht sofort greifbar. Mit dem FC Chelsea, Atletico Madrid und Borussia Dortmund gibt es hochkarätige Nebenbuhler. Letztlich könnte es eben so ablaufen wie so häufig zuletzt: Der FC Bayern zeigt Interesse an einem Spieler, ist letztlich aber nicht ausreichend überzeugt von diesem, was anderen Klubs in die Karten spielt.

Auch beim Kalajdzic-Poker deutet vieles darauf hin, dass der BVB inzwischen die besseren Karten hat. Der Österreicher soll Zweifel daran haben, dass München der richtige Karriereschritt ist und eher einen Wechsel in den Ruhrpott anpeilen. Kein Wunder: Die Uneinigkeit der Bayern in Bezug auf seine Person, hat der Stürmer natürlich mitbekommen.

Scheitert der Deal am "Lewandowski-Problem"?

Ein Hauptgrund für das Zweifeln von Kalajdzic soll Robert Lewandowski sein. Der FC Bayern hat öffentlich stets erklärt, dass dieser seinen Vertrag erfüllen muss. Solange der Pole in München stürmt, bleibt für den österreichischen Nationalspieler nur die Joker-Rolle.

Weiteres Problem bei der Sache: Die Münchner sind wohl nur für einen Lewandowski-Verkauf bereit, wenn neben Kalajdzic noch ein weiterer Offensivspieler gefunden wird. Bis ein Transfer von Sadio Mané oder einem anderen Stürmer dieser Kategorie aber verwirklicht werden kann, dürfte noch einige Zeit vergehen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Sasa Kaljdzic dann schon das BVB-Dress trägt.


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