FC Bayern: Meistertrainer Hoeneß will bei der U23 bleiben

Florian Bajus
Feierte mit den FC Bayern Amateuren die Meisterschaft in der 3. Liga: Sebastian Hoeneß
Feierte mit den FC Bayern Amateuren die Meisterschaft in der 3. Liga: Sebastian Hoeneß / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
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Sebastian Hoeneß darf sich seit dem vergangenen Wochenende Meistertrainer nennen. Die U23 des FC Bayern katapultierte sich aus dem Abstiegskampf bis an die Tabellenspitze der 3. Liga und feierte trotz einer 0:1-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern den überraschenden Titel. Laut Sport Bild sollen Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga bei Hoeneß angeklopft haben, so schnell zieht es ihn aber nicht von der Säbener Straße weg, wie er gegenüber dem Blatt erklärt.

Zwei Jahre lang hatte Sebastian Hoeneß die U19 des FC Bayern betreut, bevor der Neffe von Uli Hoeneß im vergangenen Sommer die U23 übernahm. Die Amateure waren unter Holger Seitz in die 3. Liga aufgestiegen und sollten nun die Klasse halten - kein einfaches Ziel, wie Hoeneß im Interview mit Sport Bild betont: "Wir hatten viele Spieler, die mit den ersten Duellen in der dritten Liga ihr Profi-Debüt gegeben haben", so der 38-Jährige. "Sie mussten ihre Erfahrung sammeln, zumal wir schon von Beginn an Angriffsfußball gespielt haben."

In Kaiserslautern feierten die Bayern-Amateure am Samstag die Drittliga-Meisterschaft
In Kaiserslautern feierten die Bayern-Amateure am Samstag die Drittliga-Meisterschaft / Alexander Scheuber/Getty Images

Nach den ersten zehn Spielen fanden sich die Bayern-Amateure im Tabellen-Mittelfeld wieder, zur Winterpause stand nur Platz 15 zu Buche. Dann folgte jedoch eine beeindruckende Rückrunde: Von 19 Spielen wurden 13 gewonnen, neben 4 Unentschieden erlitten die Bayern gerade einmal 2 Niederlagen. Die Offensive entwickelte sich in der zweiten Saisonhälfte mit 42 Toren zur besten der Liga, und nur Hansa Rostock kassierte weniger Gegentore (16) als der Bayern-Nachwuchs (19). Mit 43 gesammelten Punkten katapultierte sich die Mannschaft an die Tabellenspitze, und wurde in der Endabrechnung mit 65 Zählern Drittliga-Meister.

""Wir wussten nicht, was uns in der dritten Liga erwartet""

Sebastian Hoeneß

"Ich hätte es vor der Saison total vermessen gefunden, davon zu sprechen, dass wir Meister werden können", sagt Hoeneß über den Titel. "Wir wussten nicht, was uns in der dritten Liga erwartet. Für uns ging es darum, die Jungs auf Drittliga-Niveau auszubilden und den Klassenerhalt zu schaffen."

Hilfreich war offenbar auch der Trainer-Wechsel bei den Profis. Hansi Flick ließ ab November Joshua Zirkzee, Leon Dajaku, Oliver Batista Meier und Sarpreet Singh mit den Bayern-Stars trainieren, nominierte zahlreiche Talente für den Bundesliga-Kader und ließ sie nacheinander ihr Debüt feiern. "Die Jungs sehen, dass die Tür oben offen ist", so Hoeneß, "das motiviert."

Hoeneß strebt keinen Wechsel an: "Verbinde seit Kindesbeinen Emotionen mit dem FC Bayern"

Auch für ihn könnte sich die Tür ins Profi-Geschäft öffnen, laut Sport Bild sollen Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga angeklopft haben. Doch Hoeneß sieht seine Zukunft beim FC Bayern: "Ich verbinde seit Kindesbeinen Emotionen mit dem FC Bayern. Der Job hier ist ein besonderer, ein Schritt weg von hier müsste schon sehr gut durchdacht sein und perfekt passen." Der Meistertrainer wird den Amateuren aller Voraussicht nach erhalten bleiben.

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