FC Barcelona

Dembélé-Berater sauer auf FC Barcelona: "Keine Frage des Geldes!"

Dominik Hager
Fran Santiago/GettyImages
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Der Vertragspoker um Ousmane Dembélé spitzt sich zu. Beinahe täglich bringt das angespannte Verhältnis zwischen Klub, Spieler und Berater neue Gerüchte in Umlauf. Stand jetzt hat der französische Außenstürmer seinen Vertrag in Barcelona nicht verlängert. Es besteht also weiterhin Gesprächsbedarf. Nun sorgt auch ein Einsatz des Akteurs unmittelbar nach einer Corona-Erkrankung für Ärger.


Ousmane Dembélé ist nur noch bis Sommer 2022 an den FC Barcelona gebunden. Ob es zu einer Verlängerung kommt, ist jedoch weiterhin fraglich.

Die Position des Klubs scheint zumindest klar zu sein. Die Katalanen möchten mit dem 24-Jährigen, der ihnen bislang mehr Ärger als Freude bereitet hat, langfristig zusammenarbeiten. Demnach soll Trainer Xavi Hernández laut Angaben der L'Équipe erneut um ein Gespräch mit der Dembélé-Seite gebeten haben.

Dembélé-Berater erbost: "Eine Frage des täglichen Umgangs"

Die Dembélé-Seite scheint derzeit allerdings nicht sonderlich gut auf den Klub zu sprechen zu sein. Berater Moussa Sissoko zeigte sich kürzlich erbost über den Umgang des Vereins mit seinem Klienten.

"Es wird viel darüber geredet, aber es ist keine Frage des Geldes. Es ist eine Frage des täglichen Umgangs. Die sportliche Entscheidung, einen Spieler ohne Training und direkt nach einer Covid-Erkrankung einzusetzen, ist für uns nur schwer zu verstehen", wird der Spielerberater von der französischen Zeitung (via Sky) zitiert.

Sissoko bezieht sich auf das Pokalspiel gegen den Drittligisten Linares Deportivo. Bei diesem stand der Außenstürmer kurz nach einer überstandenen Corona-Infektion 45 Minuten auf dem Platz. Der Klub ergriff diese Maßnahme, um das Selbstvertrauen des Spielers zu stärken. Dem Berater scheint das Vorgehen aber überhaupt nicht geschmeckt zu haben.

Generell stellt sich die Frage, wie ein Spieler sein Selbstvertrauen steigern soll, wenn er nur halbgesund in ein Match geht. Im Fall von Dembélé hat es dennoch geklappt. Der 24-Jährige erzielte nach seiner Einwechslung den Ausgleichstreffer und trug damit wesentlich dazu bei, dass die Katalanen die Pokal-Schmach letztlich doch noch abwenden konnten.

Trotz scharfer Kritik: Auswirkungen auf Vertragsgespräche zweifelhaft

Inwiefern sich der FC Barcelona fahrlässig verhalten hat, lässt sich schwer beurteilen. Der positive Corona-Test von Dembélé wurde am 29. Dezember und damit exakt sieben Tage vor dem betroffenen Pokal-Spiel vermeldet. Beim FC Bayern hätte ein Akteur derart kurz nach der Erkrankung wohl noch nicht wieder mitgemischt. Wir sollten aber davon ausgehen, dass auch der FC Barcelona gesundheitliche Tests durchgeführt hat und der Spieler das OK von den Ärzten bekommen hat.

Letztlich ist es eher unwahrscheinlich, dass das Theater wirkliche Auswirkungen auf die Vertragsgespräche hat. Sissoko spielt eher die "Verärgerungs-Karte" aus und möchte den Verein dazu bringen, dass er noch mehr um seinen Schützling kämpft und vielleicht noch ein paar Scheine drauflegt.


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