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Fan-Rückkehr in der Bundesliga: Besser spät als nie

Yannik Möller
Frankfurt konnte auf die Fans zählen
Frankfurt konnte auf die Fans zählen / Christof Koepsel/GettyImages
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Am Wochenende kam es endlich zur Fan-Rückkehr im größeren Rahmen innerhalb des deutschen Profi-Fußballs. Schon jetzt wird klar: Besser spät, als nie! Ein Kommentar.


Über 80.000 Zuschauer im Dortmunder Signal Iduna Park beim abendlichen Topspiel. Über 50.000 Zuschauer im Frankfurter Deutsche-Bank-Park. Und auch über 30.000 Zuschauer im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion.

Die großflächige Fan-Rückkehr im deutschen Profi-Fußball hat an diesem Wochenende endlich stattgefunden. Über die letzten Wochen gab es zwar schon wieder gefüllte Stadien, doch mit diesem Spieltag - passenderweise nach der Länderspielpause - kam es endlich wieder zu bisweilen ungewohnten Bildern. Die Auswahl an Arenen im Absatz zuvor sind da nur eine kleine, aber feine Auswahl.

Schon jetzt ist klar: Über die letzten mehr als zwei Jahre hat ein enorm wichtiger Teil des Unterhaltungsgeschäfts Fußball gefehlt. Denn zum Erlebnis, zur Unterhaltung rund um diesen Sport, gehören die Fan-Massen. Daran gibt es keinen Zweifel.

Auch wenn es hier und da zu unschönen Szenen kommt, wie etwa dem Bierbecher-Wurf oder etwaigen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Fanlagern - die selbstredend aufgearbeitet und bestraft gehören - kann dieser so bedeutsame Faktor Fan nicht klein geredet werden.

Fan-Rückkehr als wichtiges Puzzleteil für das Fußall-Geschäft

Wer etwa in den letzten Monaten beispielsweise ein Heimspiel von Eintracht Frankfurt gesehen hat, der wird das Stadion am Samstag kaum wiedererkannt haben. Das Resultat mit dem 0:0-Remis gegen Greuther Fürth sprach zwar nicht unbedingt für Gefühlsexplosionen, und dennoch ist da dieser Unterschied, der sehr deutlich wahrzunehmen ist.

Egal ob im Stadion selbst oder vor dem heimischen TV-Gerät: Das Fußballgucken ist mit vollen Stadion ein gänzlich anderes Erlebnis. Ob es die Jubelarien sind, das gemeinsame Zittern in spannenden Schlussphasen, oder auch die kollektive Ernüchterung - es hat gefehlt.

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Auch der BVB feierte die Fan-Rückkehr / INA FASSBENDER/GettyImages

Insbesondere jetzt, in der heißen Schlussphase der Saison, werden die Zuschauer auch wieder ein wichtiger Faktor sein. Teams, die etwa gegen den Abstieg kämpfen, müssen auf den lautstarken Fan-Support zählen können. Mannschaften, die in Liga zwei im sehr spannenden Aufstiegsrennen sind, werden schlussendlich zusammen mit ihren Anhängern eine erfolgreiche Saison feiern können.

Momente, die einfach vermisst wurden. Völlig zurecht, muss man noch dazu erwähnen.

So notwendig gänzlich leere Stadien im letzten Jahr noch gewesen sein mögen, oder noch teils stark reduzierte Arenen innerhalb der letzten Monate. Die Fan-Rückkehr ist ein Puzzleteil, das wichtig ist, sodass sich das ganze Bild ergibt.

Es ist schön, vor Ort wieder mit Freunden, Bekannten und Gleichgesinnten den Herzensklub unterstützen zu können. Ebenso schön ist es, von der Atmosphäre und den Aufs und Abs vor dem Fernseher profitieren zu können. Es hat etwas gefehlt - und das sehr lange.


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