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Falls Ginter Gladbach verlässt: 8 potenzielle Ersatzkandidaten

Philipp Geiger
Verlässt Weltmeister Matthias Ginter im Sommer die Borussia?
Verlässt Weltmeister Matthias Ginter im Sommer die Borussia? / INA FASSBENDER/Getty Images
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Verliert Borussia Mönchengladbach im Sommer seinen Abwehrchef? Mitte April ließ Matthias Ginter nach dem 4:0-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt offen, ob er den Fohlen weiterhin die Treue halten wird. "Ich kann mir schon vorstellen, hier auch längerfristig zu bleiben. Es gibt aber noch ein paar Unwägbarkeiten", erklärte der Weltmeister am Sky-Mikrofon. "Die Frage ist aber noch, ob die Mannschaft zusammenbleibt oder ob es einen Umbruch gibt."

Sollte die Borussia das internationale Geschäft verpassen, könnte dieser Umstand nicht nur Ginter zu einem Abschied bewegen. Da der Vertrag des Nationalspielers 2022 ausläuft, wäre ein Verkauf im kommenden Sommer unumgänglich. Sollte sich Sportdirektor Max Eberl tatsächlich auf die Suche nach einem Ginter-Ersatz begeben müssen, könnten die folgenden acht Kandidaten, die allesamt für unter 15 Millionen Euro Ablöse zu haben sein dürften, interessant werden.


8. Becir Omeragic

Becir Omeragic
Läuft seit Sommer 2018 für den FC Zürich auf: Becir Omeragic / RvS.Media/Monika Majer/Getty Images

In der Schweiz zählt Omeragic zu den größten Abwehrtalenten. Mit seinen 19 Jahren ist der Innenverteidiger beim FC Zürich Stammspieler. Im vergangenen Oktober feierte der Schweizer zudem sein Debüt für die A-Nationalmannschaft.

Dem Vernehmen nach soll der Youngster bei einigen Bundesliga-Klubs auf dem Zettel stehen. Bei der Borussia würde der Rechtsfuß, für den die Züricher eine zweistellige Millionensumme generieren wollen (via NZZ), derzeit auf fünf Landsleute treffen.

7. Salif Sané

Salif Sané
Feierte Mitte April nach langer Verletzungspause sein Comeback: Salif Sané / Christof Koepsel/Getty Images

Nach einer wahren Katastrophensaison und dem Abstieg in die 2. Bundesliga steht der FC Schalke 04 vor einem großen Umbruch. Laut Bild-Informationen zählt Sané zu den Kandidaten, deren Verkäufe einige Millionen in die klammen Kassen spülen sollen. Der Innenverteidiger ist mit seinen 30 Jahren zwar nicht mehr der Jüngste, bringt dafür aber reichlich Erfahrung mit und dürfte zu den wenigen Schalke-Spielern zählen, für die es durchaus Interessenten gibt.

Der Senegalese, der aufgrund von Verletzungen einen Großteil der laufenden Saison verpasst hat, kann dennoch eine der besten Zweikampfquoten der Bundesliga vorweisen. Ist der 1,96-Meter-Hüne in Form, könnte er wohl auch der Borussia weiterhelfen. Rufen die Königsblauen für Sané eine marktwertgerechte Ablöse auf, bewegt man sich im Bereich von sechs Millionen Euro.

6. Amos Pieper

Amos Pieper
Stammspieler bei Arminia Bielefeld: Amos Pieper / Christof Koepsel/Getty Images

Unabhängig vom Klassenerhalt dürfte es für Arminia Bielefeld im Sommer schwierig werden, Pieper (Vertrag bis 2022) zu halten. Das Eigengewächs von Borussia Dortmund ist nicht nur bei den Ostwestfalen, sondern auch bei der U21-Nationalmannschaft im Abwehrzentrum gesetzt.

Will der 23-Jährige am Saisonende den nächsten Karriereschritt machen, scheint ein Klub wie Borussia Mönchengladbach eine sehr gute Adresse für den Defensivspieler zu sein. Am Niederrhein hätte der Innenverteidiger beste Voraussetzungen, um sich weiterzuentwickeln. Potenzial, um bei den Fohlen Fuß zu fassen, bringt der Rechtsfuß sicherlich mit.

5. Keven Schlotterbeck

Keven Schlotterbeck
Beim SC Freiburg vertraglich noch bis 2022 gebunden: Keven Schlotterbeck / Pool/Getty Images

Der Innenverteidiger bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau wie Pieper und besitzt ebenfalls einen Vertrag, der 2022 ausläuft. Auch beim 24-Jährigen ist es durchaus vorstellbar, dass er im Sommer den nächsten Karriereschritt gehen möchte und seine Zelte beim SC Freiburg, wo er fester Bestandteil der Defensive ist, abbricht.

Im Falle eines Wechsels dürfte auch der Linksfuß für eine Ablösesumme zwischen vier und acht Millionen Euro zu haben sein. In Mönchengladbach müsste Schlotterbeck jedoch wohl noch eine Schippe draufpacken, um sich in der Startelf zu etablieren.

4. Niklas Stark

Niklas Stark
Feierte im November 2019 sein Länderspieldebüt: Niklas Stark / Boris Streubel/Getty Images

Der zweimalige Nationalspieler steckt mit Hertha BSC tief im Abstiegskampf. Sollte es für die Alte Dame am Ende der Saison nicht für den Klassenerhalt reichen, ist ein Verbleib des U21-Europameisters, dessen Vertrag 2022 ausläuft, nahezu ausgeschlossen. An Interessenten für den langjährigen Hertha-Profi dürfte es nicht mangeln.

Ist Stark auf dem Markt, dürfte sich auch der eine oder andere Top-Klub aus der Bundesliga mit dem 26-Jährigen beschäftigen. Zu den Fohlen würde der Hertha-Stammspieler, der auch im defensiven Mittelfeld auflaufen kann, wohl auch ganz gut passen. Der Marktwert des Ex-Nürnbergers beläuft sich derzeit auf zehn Millionen Euro.

3. Philipp Lienhart

Philipp Lienhart
Wechselte von Real Madrid zum SC Freiburg: Philipp Lienhart / Matthias Hangst/Getty Images

Im Sommer 2017 wechselte der Österreicher zunächst auf Leihbasis von Real Madrid zum SC Freiburg. Ein Jahr später verpflichteten die Breisgauer den Innenverteidiger für zwei Millionen Euro fest. Seither hat sich Lienhart hervorragend entwickelt und ist mittlerweile nicht mehr aus der Defensive des Sport-Clubs wegzudenken.

Sollte der dreimalige Nationalspieler seinen 2022 auslaufenden Vertrag nicht verlängern, deutet vieles auf einen Verkauf im Sommer hin. Einen zweistelligen Millionenbetrag müssten potenzielle Interessenten für den Rechtsfuß vermutlich auf den Tisch legen.

2. Marc Oliver Kempf

Marc Oliver Kempf
Hat ein konkretes Angebot zur Vertragsverlängerung vorliegen: Marc Oliver Kempf / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Sven Mislintat, seines Zeichens Sportdirektor beim VfB Stuttgart, ließ vor wenigen Tagen gegenüber der Stuttgarter Zeitung verlauten, dass Kempf ein konkretes Angebot zur Verlängerung seines 2022 auslaufenden Vertrags vorgelegt wurde. Der Innenverteidiger scheint jedoch auch einen Wechsel in Erwägung zu ziehen.

Lazio Rom und Eintracht Frankfurt wird Interesse am 26-Jährigen, der beim Aufsteiger unumstrittener Stammspieler ist, nachgesagt. Mit einer Ablösesumme, die sich unter zehn Millionen Euro bewegen dürfte, ist der Ex-Freiburger sicherlich für viele Klubs interessant.

1. Marvin Friedrich

Marvin Friedrich
Wird bereits als Ginter-Nachfolger gehandelt: Marvin Friedrich / Maja Hitij/Getty Images

Der Ex-Schalker spielt eine starke Saison und hat bislang noch keine einzige Spielminute verpasst. Neben überzeugenden Vorstellungen machte Friedrich auch mit sechs Torbeteiligungen (vier Treffer/zwei Vorlagen) auf sich aufmerksam. Ende März berichtete die Bild-Zeitung, dass Gladbach den Innenverteidiger von Union Berlin als potenziellen Ginter-Ersatz ausgemacht hat.

Vertraglich ist der Rechtsfuß beim Hauptstadtklub noch bis 2022 gebunden. Dank einer Ausstiegsklausel, die laut kicker-Informationen im mittleren siebenstelligen Bereich liegen soll, kann der 25-Jährige die Eisernen jedoch verlassen. Neben den Fohlen zählt angeblich auch Bayer 04 Leverkusen zum Interessentenkreis für den Union-Profi.

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