"Fake News": Lewandowski-Berater spricht über Gerüchte

Robert Lewandowski muss sich immer wieder mit Abschieds-Gerüchten auseinandersetzen. Berater Pini Zahavi macht nun jedoch eine klare Ansage.
Robert Lewandowski möchte in Barcelona bleiben.
Robert Lewandowski möchte in Barcelona bleiben. / Alex Caparros/GettyImages
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Seit fast zwei Jahren kickt Robert Lewandowski inzwischen beim FC Barcelona und trotz seines Vertrags bis 2026 gab es in seiner Zeit in Spanien immer wieder Abschiedsgerüchte. Diese stellten sich bislang allesamt als falsch heraus. Jüngst berichtete die spanische Zeitung Sport, dass der FC Barcelona ein vorzeitiges Ende der Zusammenarbeit in Erwägung zieht.

Wie viele ähnliche Meldungen zuvor, verwies Lewandowski-Agent Pini Zahavi aber auch diese in die Welt der Fabeln. "Das ist Schwachsinn, Fake News", untermauerte er im Gespräch mit dem polnischen Redakteur Tomasz Wlodarczyk von Meczyki.pl. "Lewandowski wird zu 100 Prozent für die nächste Saison beim FC Barcelona bleiben", ließ der Agent alle Spekulationen verstummen.

Xavi nährt Lewandowski-Gerüchte

Ganz aus der Luft gegriffen waren die jüngsten Abschieds-Gerüchte allerdings nicht. "Über die Zukunft entscheiden wir, wenn die Saison zu Ende ist", erklärte Coach Xavi in Bezug auf Lewandowski im Rahmen einer PK. Ein Bekenntnis eines Trainers zu seinem Star-Stürmer sieht gewiss anders aus.

Es scheint immer wieder durch, dass die Barca-Verantwortlichen mit Lewandowski nicht voll und ganz zufrieden sind. Bei einer Bilanz von 57 Toren und 17 Vorlagen in 91 Pflichtspielen klingt das ein wenig schräg, jedoch sind die Katalanen mit der Hoffnung in die Zusammenarbeit gestartet, den besten Angreifer der Welt verpflichtet zu haben. Seine Mega-Quote beim FC Bayern (344 Tore in 375 Spielen) bringt Lewandowski bei den Katalanen aber nicht auf den Rasen.

In Addition zur gewaltigen Erwartungshaltung spielt gewiss auch das Gehalt eine gewichtige Rolle. Laut der spanischen Zeitung Sport soll sich das Gehalt von Lewandowski in dessen dritten Vertragsjahr auf 30 Millionen Euro erhöhen. Dies ist natürlich ein gewaltiger Betrag, wenn man bedenkt, welche finanziellen Probleme Barca hat und wie schwierig es Jahr für Jahr ist, unter der Gehaltsgrenze der spanischen La Liga zu bleiben. Hinzu kommt dem Bericht zufolge noch die Thematik, dass sich der Lewandowski-Kontrakt automatisch bis 2027 verlängern soll, insofern der Star-Stürmer in 55 Prozent der Pflichtspiele mindestens 45 Minuten zum Einsatz kommt.

Dies wird voraussichtlich auch er Fall sein, weil Lewandowski nach wie vor nicht verletzungsanfällig ist und es sich Barca gar nicht leisten kann, einen solch teuren Spieler auf die Bank zu setzen. Ein Bankplatz wäre auch aus sportlichen Gründen nicht gerechtfertigt. Trotzdem ist es natürlich problematisch, einen Spieler, der jetzt schon 35 Jahre alt ist, noch für drei Jahre ein Mega-Gehalt zu zahlen. Dies sind allerdings alles Dinge, die Barca vor Abschluss des Transfers eigentlich gewusst haben müsste. Dazu kommt auch, dass es nicht zu erwarten war, dass Lewandowski im Herbst seiner Karriere seine Bayern-Form ganz halten können wird.

Lewandowski will nicht in die Wüste: Was wird aus Vitor Roque?

Im Endeffekt müsste sich Barca auch darüber im Klaren gewesen sein, dass Lewandowski nicht zu den Spielern gehört, die man nach Lust und Laune und für viel Geld in die Wüste abschieben kann. Dies entspricht schlichtweg nicht dem Naturell des überehrgeizigen Torjägers. Gerüchte über lukrative Anfragen aus Saudi-Arabien gab es in den vergangenen Monaten immer wieder. Für Lewandowski selbst kommt ein Wechsel in die Saudi Pro League allerdings nicht infrage.

Demnach wird der Verein folgerichtig weiter auf Lewandowski bauen (müssen). Dies bringt die Problematik mit, dass Top-Talent Vitor Roque in seinen Entwicklungs-Chancen gebremst wird. Der 40-Millionen-Euro-Zugang aus Brasilien soll schon jetzt äußerst unzufrieden mit seiner Situation sein. Derweil spricht sein Berater sogar schon von einem Abschied und es ist nicht ausgeschlossen, dass es genau dazu kommt, zumal Barca eh Geld braucht. Damit geht aber auch die Gefahr einher, dass man einen zukünftigen Star verliert.


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