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Europa League-Playoffs: VfL Wolfsburg scheitert in Athen

Oct 2, 2020, 9:40 AM GMT+2
Oliver Glasner
Oliver Glasner und sein Team verpassten knapp die Qualifikation zum Europapokal | Martin Rose/Getty Images
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Der Traum von der Europa League ist für den VfL Wolfsburg bereits geplatzt. Gegen AEK Athen verpasste man in den Playoffs die Qualifikation für den Wettbewerb. Besonders ärgerlich: Das entscheidende Gegentor fiel erst in der Nachspielzeit der Partie.

Im vergangenen September durchlief der Deutsche Meister von 2009 ein straffes Programm. Durch den siebten Platz in der vergangenen Bundesligasaison stieg der VfL Mitte des Monats in die zweite Runde der EL-Quali ein. Die krassen Underdogs FK Kukesi (2. Runde, Endstand 4:0) und Desna Tschernihiw (3. Runde, 3:0) überstanden die Wölfe relativ unbeschadet. Mit AEK Athen wartete in den Playoffs nun eine erste Bewährungsprobe.

Pervan hält Elfmeter, Mehmedi schießt VfL in Führung

Und tatsächlich, gegen den griechischen Klub kam Wolfsburg ins Stolpern. Bereits in der 18. Spielminute erwischte es den VfL kalt, als Xaver Schlager unglücklich einen Foulelfmeter verschuldete. Keeper Pavao Pervan, der den am Knie verletzten Stammtorhüter Koen Casteels ersetzte, hielt seine Farben allerdings im Spiel und parierte den von Petros Mantalos geschossenen Elfer stark.

Admir Mehmedi sorgte schließlich kurz vor Halbzeitpfiff für den ersten Treffer der Partie. Der Schweizer traf trocken nach Vorbereitung von Josip Brekalo ins lange Eck, hatte aber auch etwas Dusel - der Ball war noch abgefälscht. Damit endete eine insgesamt unspektakuläre erste Hälfte.

Auch Halbzeit Zwei brauchte etwas, bis wieder Schwung im Spiel war. Es lief bereits die 64. Minute, als ein Weitschuss von Andre Simoes seinen Weg in den Torwinkel fand. Pervan war beim Traumtor des Portugiesen ohne Chance.

Entscheidung in der Nachspielzeit

Zu einem großen Aufbäumen der VfL-Offensive kam es im Anschluss an den Gegentreffer nicht, auch AEK kam nicht mehr nennenswert vor das Tor der Gäste. Doch der berühmt-berüchtigte Lucky Punch sollte noch folgen. In der vierten Minute der Nachspielzeit schoss der eingewechselte Karim Ansarifard seine Mannschaft wieder in Führung. Seinem schwachen, aber doch platziertes Schuss konnte Pervan nur noch hinterherschauen.

Die Wolfsburger verpassen somit das internationale Geschäft und werden nicht an der EL-Gruppenauslosung am Freitag teilnehmen. Aus der Bundesliga mit dabei ist neben Bayer Leverkusen noch die TSG Hoffenheim.

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