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Ernüchterung für Hertha BSC: Schwolow hadert nach Niederlage gegen Eintracht Frankfurt

Sep 26, 2020, 11:21 AM GMT+2
FBL-GER-BUNDESLIGA-HERTHA BERLIN-FRANKFURT
Nach der Niederlage gegen Eintracht Frankfurt war Hertha-Keeper Alexander Schwolow angefressen | ODD ANDERSEN/Getty Images
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Auf die Freude über den Auftaktsieg gegen Werder Bremen (4:1) folgte am Freitagabend Ernüchterung für Hertha BSC: Gegen Eintracht Frankfurt mussten sich die Hauptstädter mit 1:3 geschlagen geben. Torhüter Alexander Schwolow fand für die Leistung seiner Vordermänner klare Worte.

Im ersten Heimspiel der neuen Saison wirkte die Hertha im Vergleich zur Vorwoche wie ausgewechselt. Konzentration im Abwehrverhalten, Intensität in den Zweikämpfen, die generelle Präsenz auf dem Platz - all das hat insbesondere in der ersten Halbzeit gefehlt. Und so ging Eintracht Frankfurt nach einem von André Silva verwandelten Foulelfmeter (30.) und einem Kopfball von Bas Dost (37.) verdient mit einer 2:0-Führung in die Halbzeitpause.

Dank der Einwechslung von Arne Maier, der mit Beginn der zweiten Hälfte anstelle von Vladimir Darida spielte, sollte es aus Sicht der Hertha immerhin etwas besser werden - doch der 21-Jährige musste verletzungsbedingt nach nur 20 Minuten wieder runter vom Rasen, und wenig später erhöhte Sebastian Rode auf 3:0 (71.) für die SGE. Den Schlusspunkt setzte schließlich Martin Hinteregger mit einem Eigentor in Minute 78.

Hertha BSC v Eintracht Frankfurt - Bundesliga
Die Enttäuschung über die eigene Leistung war den Hertha-Profis nach Spielende ins Gesicht geschrieben | Maja Hitij/Getty Images

Am Ende stand aus Hertha-Sicht eine Niederlage zu Buche, die zweite im dritten Pflichtspiel. Alexander Schwolow legte den Finger nach dem Schlusspfiff in die Wunde und kritisierte die schwache Leistung in Durchgang eins: "Kurz und knapp: Wir haben die erste Halbzeit verpennt", sagte der Torhüter bei DAZN (zitiert via kicker). "Frankfurt war in der ersten Halbzeit körperlich überlegen. Wir waren fast wie eine Schülermannschaft. Das muss man so hart sagen."

""Man hat gegen Bremen gesehen, was wir können""

Alexander Schwolow

Nach dem Seitenwechsel habe man sich "zumindest nicht mehr in den Zweikämpfen so abkochen lassen", doch "unter dem Strich", sagte Schwolow, sei es "viel zu wenig" gewesen. "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Man hat gegen Bremen gesehen, was wir können", appellierte der 28-Jährige.

Es wird noch ein paar Wochen dauern, bis die von Bruno Labbadia trainierte Elf weiß, wo sie steht. Am kommenden Wochenende ist jedenfalls nicht unbedingt mit einer Benchmark zu rechnen: Dann gastiert die Alte Dame beim FC Bayern, der seine letzten 23 Pflichtspiele allesamt gewonnen hat. An einem guten Tag kann Hertha den Bayern durchaus gefährlich werden, eine Leistung wie gegen Frankfurt darf sie sich aber nicht leisten. Sonst droht eine weitere herbe Niederlage.

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