Nations League

Vor Duell mit Deutschland: England-Coach Southgate befürchtet peinliche Fans

Yannik Möller
Gareth Southgate
Gareth Southgate / James Williamson - AMA/GettyImages
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Am Dienstagabend tritt die deutsche Nationalmannschaft in der Nations League gegen England an. Trainer Gareth Southgate befürchtet peinliche Fan-Aktionen der Three Lions.


Wenn Deutschland gegen England antritt, ist das immer ein besonderes, regelrecht historisches Duell. Egal ob die beiden Nationalteams bei einer Europa-, einer Weltmeisterschaft oder in der Nations League aufeinandertreffen.

Am Dienstagabend ist es wieder soweit - gespielt wird in der Münchener Allianz-Arena. Während Deutschland mit einem recht ernüchternden 1:1-Remis gegen Italien in die Gruppenphase gestartet ist, mussten die Briten direkt eine 0:1-Pleite gegen Ungarn hinnehmen. Beide Mannschaften haben also etwas gutzumachen.

Southgate fürchtet: Englische Fans könnten "uns blamieren"

Doch die Gedanken von Gareth Southgate, der die Three Lions seit 2016 trainiert, liegen nicht nur bei dem Spiel. Stattdessen sorgt er sich um die Außendarstellung seitens der eigenen Anhänger.

Mehrere Faktoren gelten dahingehend als Auslöser der Sorgen. Zum einen wird es vor dem Spiel erneut zum sogenannten Kniefall kommen. Ein Zeichen gegen Rassismus, das zahlreiche ungarische Fans zuletzt mit lautem Buhen und Pfiffen bedachten. Die deutsche Elf wird an der Aktion teilnehmen. Entsprechend wird gehofft, dass sich beide Fan-Lager unterstützend zeigen.

Zum anderen geht es um das generelle Benehmen der England-Anhänger. Southgate befürchtet, gewisse Gruppen könnten "uns blamieren" (via kicker).

Gareth Southgate, James Justin
Southgate hofft auf ein friedvolles Duell / Shaun Botterill/GettyImages

Vorfälle im Vorfeld, etwa gewalttätige Ausschreitungen vor der Partie oder sonstige Aktionen, würden sich "definitiv" auch auf die Leistung des Teams auswirken, erklärte der Coach: "Du schämst dich, wenn du davon hörst." Immerhin sei man in diesem Fall ein Spiegelbild des eigenen Landes.

Er hofft, "dass sich die Leute benehmen". Auch Nationalspieler Kalvin Phillips äußerte sich etwas besorgt in diese Richtung: "Wir wollen, dass unsere Fans respektvoll zu München und einem anderen Land sind."

Die Sicherheitsbehörden sind bereits alarmiert. Laut kicker mussten fast 900 englische, den Behörden bekannte Krawallmacher ihre Pässe vorzeitig bei der Polizei abgeben. Die Stadt München hat zudem ein zwischenzeitliches Verbot von Glasflaschen in der Innenstadt erlassen. So sollen etwaige Ausschreitungen unterbunden oder zumindest abgefedert werden.

Doch auch im Stadion selbst sollen sich alle Fans benehmen. Southgate dürfte sich an einen Vorfall in Dortmund erinnern, als die beiden Mannschaften im März 2017 gegeneinander spielten. Die deutsche Hymne wurde ausgebuht, Weltkriegs-Lieder angestimmt und auch der Hitlergruß war mehrfach zusehen. Der englische Verband sprach von einem Tiefpunkt der eigenen Fanszene.


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