Eintracht Frankfurt

Eintracht-Coach Glasner über Kostic-Abschied & die Auswirkungen

Simon Zimmermann
Glasner hat über den Kostic-Abschied gesprochen
Glasner hat über den Kostic-Abschied gesprochen / IAN KINGTON/GettyImages
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Filip Kostic verabschiedet sich von der Eintracht. "Als Held", wie Trainer Oliver Glasner findet. Dennoch ist der Abgang des Serben sportlich nur schwer aufzufangen. Glasner zieht einen Systemwechsel und externe Verstärkung in Betracht.


Am Mittwochabend trifft Eintracht Frankfurt in Helsinki auf Real Madrid. Der Europa-League-Sieger duelliert sich um den UEFA Supercup mit dem Champions-League-Gewinner. Nicht auf dem Platz stehen wird ab 21 Uhr der MVP der vergangenen Europa-League-Saison.

Filip Kostic nahm die Reise nach Finnland nicht mit auf. Der 29-jährige Serbe steht unmittelbar vor einem Wechsel zu Juventus Turin. Auf der Pressekonferenz am Dienstagabend äußerste sich SGE-Coach Oliver Glasner zum Kostic-Abschied.

Glasner mit weinendem und lachendem Auge wegen Kostic

"Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge", erklärte der Österreicher. "Klar ist, dass er die Offensive sehr geprägt hat. Dass wir so einen Spieler verlieren, das ist eine Schwächung, das ist ganz klar", führte Glasner aus.

"Ich habe auch ein lachendes Auge, weil ich weiß, wie letztes Jahr die Saison begonnen hat, mit Streik. Wir haben dann viele Gespräche geführt. Ich habe zu ihm damals gesagt: Wenn du mal Eintracht Frankfurt verlässt, sollst du das als Held verlassen", so Glasner weiter. Nach dem großen Triumph in der Europa League sei nun der Fall eingetreten, dass Kostic die Eintracht "als Held" verlasse.

Glasner denkt laut über Systemwechsel nach

Am bestehenden System will Glasner vorerst aber auch ohne Kostic festhalten. Christopher Lenz dürfte die besten Chancen haben, für Kostic in die Startelf zu rücken. Der 27-Jährige war bereits im vergangenen Sommer als potenzieller Kostic-Nachfolger ablösefrei von Union Berlin gekommen.

In den kommenden Wochen könnte der Abschied von Kostic aber größere Auswirkungen haben - auch auf das Spielystem der Eintracht. "Es wird für andere Spieler ein Chance geben, vielleicht auch eine Chance, das System zu verändern. Diese Chance werden wir in den nächsten Wochen und Monaten bestmöglich nutzen", meinte Glasner. Der 47-Jährige hielt es auch für "durchaus möglich", dass die Eintracht noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlägt.

Denn sonderlich wahrscheinlich scheint es derzeit nicht, dass man ohne Kostic einen Systemwechsel vornimmt. Der Kader ist auf das bewährte 3-4-2-1-System ausgerichtet. An echten Außenverteidigern mangelt es zudem. Auf der rechen Seite etwa ist Offensivmann Ansgar Knauff erfolgreich zum Schienenspieler umfunktioniert worden. Als Rechtsverteidiger in einer Viererkette wäre die BVB-Leihgabe zu offensiv ausgerichtet.

Die kommenden Wochen werden zeigen, wie man bei der Eintracht auf den Kostic-Abgang reagiert. Klar ist, ein zentrales Element des SGE-Spiels wird wegbrechen. Insgesamt sollte der aktuelle Kader aber stark genug sein, um die Qualitäten des Serben aufzufangen.


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