Eintracht kämpft um "Super-Trapp": Daran hakt eine Vertragsverlängerung (noch)

Simon Zimmermann
Die Verhandlungen mit Kevin Trapp gehen weiter
Die Verhandlungen mit Kevin Trapp gehen weiter / Alex Grimm/GettyImages
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Die Beziehung zwischen Eintracht Frankfurt und Kevin Trapp wird immer mehr zur Liebesgeschichte. Und sie soll noch lange nicht vorbei sein - darüber sind sich beide Seiten einig. Doch es hakt am Finanziellen.


Erfolg hat auch seine Schattenseiten. Bei Eintracht Frankfurt sind viele Spieler längst in den Fokus anderer Klubs gerückt. Und auch die Zukunft von Kevin Trapp bleibt nach wie vor offen. Der Vertrag des 32-Jährigen läuft im Sommer 2024 aus.

Die SGE will ihre Nummer eins natürlich unbedingt halten. Für die Eintracht lehnte Trapp ein Angebot von Manchester United ab und nahm ein angebliches Bayern-Interesse nur mit einem Schmunzeln war. Klar ist: Beide Seiten würden gerne über 2024 hinaus zusammenarbeiten.

"Kevin ist der besten Form seines Lebens", schwärmte Vorstandssprecher Axel Hellmann am Wochenende bei Sky. Er wünsche sich, dass Trapp bei der Heim-EM 2024 die deutsche Nummer eins werde.

Ob das gelingt, wird die Zeit zeigen. Der Start ins neue Bundesliga-Jahr hatte auf jeden Fall mal wieder gezeigt, wie herausragend und konstant Trapp aktuell hält. Beim 3:0-Sieg gegen Schalke rettete er sein Team mehrmals mit tollen Paraden und stand deshalb auch in der 90min-Topelf des Spieltags. Die These von Hellmann, wonach Trapp "in der besten Form seines Lebens" ist, kann oder muss man sogar unterschreiben.

Trapp und Eintracht "grundsätzlich einig" - Es hakt am Finanziellen

Im Poker um einen neuen Vertrag berichtet die Bild nun von neuen Details. Gut für die Eintracht: Beide Seiten sollen sich grundsätzlich über eine Verlängerung einig sein. Allerdings gibt es noch finanzielle Differenzen.

Derzeit soll Trapp 3,7 Millionen Euro im Jahr garantiert verdienen. Mit Prämien kann er auf bis zu fünf Millionen Euro kommen. Das neue Angebot der Eintracht soll nur bei zwei Millionen Euro fix im Jahr liegen, aber auch höhere Prämien beinhalten. Für Trapp ist die fixe Summe aber (noch) zu wenig.

Die Eintracht sollte unbedingt nachbessern

Und deshalb sollte man vom Klub durchaus erwarten, dass man das Angebot nachbessert. Zu wichtig ist Trapp nicht nur als Torwart, sondern auch als Identifikationsfigur und Anführer im Team. Seine derzeitigen Leistungen machen ihn zu einem der besten Keeper Europas - für die Eintracht ist sein Wert einfach viel zu groß, um die Vertragsverhandlungen scheitern zu lassen.

Vor allem dann, wenn man sich erneut für die Champions League qualifizieren sollte. Dann dürften auch genug finanzielle Reserven vorhanden sein, um Trapp einen lukrativen Vertrag anzubieten. Die Erfahrungen der vergangenen Monate legen den Schluss nahe, dass der 32-Jährige in seinen Forderungen nicht alles ausreizen wird.


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