Eintracht Frankfurt

Eintracht will neuen Trainer "in 7 bis 10 Tagen" präsentieren - Noch keine Angebote für die SGE-Stars

Simon Zimmermann
Die Ära Bobic/Hütter bei der SGE ist vorbei!
Die Ära Bobic/Hütter bei der SGE ist vorbei! / Alex Grimm/Getty Images
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Eintracht Frankfurt will schon sehr bald einen neuen Trainer präsentieren. Wie dieser heißen wird, ist weiterhin völlig offen. Finanzvorstand Oliver Frankenbach sprach zudem über den Stand bei den umworbenen Stars und die Chancen eines Jovic-Verbleibs.


Die Bundesliga-Saison ist gespielt. Trotz einer historische starken Ausbeute für die Frankfurter Eintracht am Ende etwas enttäuschend. Das Sieben-Punkte-Polster auf den BVB wurde verspielt, die vielleicht einmalige Chance auf die Champions League ist verpasst.

Vorstandssprecher Axel Hellmann betonte am Tag nach dem Saisonfinale - trotz aller Enttäuschung um die verpasste Königsklasse - wie gut die Saison insgesamt dennoch war. "Wir haben 60 Punkte geholt, uns frühzeitig für die Europa League qualifiziert, keine einzige Heimniederlage kassiert und stellen mit André Silva den zweitbesten Torschützen. Das war eine herausragende Saison für Eintracht Frankfurt."

Dennoch gab Hellmann aber auch zu: "Es ist klar, dass die Abgänge von Hütter und Bobic am Ende eine Rolle gespielt haben. Aber: Keiner im Vorstand wird in irgendeiner Form die herausragenden Leistungen kaputtreden. Es ging uns nur um die Einordung der Gefühlslage nach der Niederlage gegen Schalke. Unser Selbstverständnis ist, dass wir nicht zur Tagesordnung übergehen können, wenn man sieben Punkte Vorsprung verspielt. Das werden mit ein wenig Abstand sicherlich alle so bewerten - wenn Wut und Trauer verflogen sind." Bobic und Hütter gehen laut Hellmann "durch das große Tor raus". (Zitate via SGE4ever)

Trainer soll in 7 - 10 Tagen präsentiert werden

Nun soll der Blick aber nach vorne gehen und sich mit Hochdruck auf die Planungen der Zukunft richten. Einige Stars wie André Silva, Filip Kostic oder Daichi Kamada könnten die SGE verlassen. Höchste Priorität hat aber die Suche nach einem neuen Trainer.

Finanzvorstand Oliver Frankenbach, der nach Bobics verkündetem Abschied zur Hertha dessen Aufgaben zur Zukunftsplanungen interimsweise übernommen hatte und diese an den Neu-Sportvorstand Markus Krösche zurückgab, geht von einer "zeitnahen" Trainerentscheidung aus. Konkret steckte Frankenbach einen Zeitramen von sieben bis zehn Tagen. "Das hängt aber natürlich auch immer von der Gegenseite ab", schränkte Frankenbach gegenüber dem kicker ein.

"An allererster Stelle steht die fachliche Qualität. Welche Sprache er spricht, ist dann zweitrangig. Der neue Trainer muss die Philosophie von Hütter fortsetzen können und wollen, weil der Kader entsprechend ausgerichtet ist. Aber natürlich muss eine gewisse Flexibilität vorhanden sein", steckte der SGE-Finanzvorstand das Trainer-Profil ab.

Noch keine Angebote für Silva, Kostic und Co

Frankenbach äußerte sich auch zu der Situation der umworbenen Eintracht-Stars. Er sei überzeugt davon, dass man zur neuen Spielzeit "viele jetzige Spieler wieder hier sehen" werde. Ein offizielles Angebot liege noch für keinen SGE-Spieler vor.

"Die Summen, die da genannt werden, halte ich für unrealistisch. Man darf nicht vergessen, dass wir immer noch in einer Pandemie leben. Uns liegt derzeit für keinen einzigen Spieler ein Angebot vor. Wenn über den Sommer dann tatsächlich Angebote, die mit einem gewissen Preisschild versehen sind, bei uns eingehen sollten, dann werden wir in Ruhe darüber reden", so Frankenbach.

Younes-Kauf erst 2022 - Chance auf Jovic-Verbleib?

Amin Younes wird auf jeden Fall weiterhin das Adler-Trikot tragen. Bis 2022 ist der feine Dribbler noch ausgeliehen, im Anschluss besitzt die Eintracht eine Kaufoption. "Die Kaufoption kann innerhalb des Leihzeitraums gezogen werden. Es macht aber keinen Sinn, sie jetzt zu ziehen, weil uns der Spieler auch dann faktisch erst ab dem 1. Juli 2022 gehören würde", erklärte Frankenbach den geplanten Vorgang bei Younes.

Und auch bei Luka Jovic könnte es die Möglichkeit eines Verbleibs geben, deutete er an: "Wir werden uns mit Thema Luka Jovic sicher weiter beschäftigen." Offiziell muss der Angreifer zurück zu Real Madrid. Ob die SGE wirklich eine Chance bei Jovic hat, bleibt fraglich. Realistisch scheint nach der verpassten Champions League nur eine weitere Leihe. Jovic steht bei den Königlichen noch bis 2025 unter Vertrag.

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