90min
Eintracht Frankfurt

Last-Minute-Sieg in Antwerpen: Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik

Simon Zimmermann
Radja Nainggolan im Duell mit Sam Lammers
Radja Nainggolan im Duell mit Sam Lammers / KRISTOF VAN ACCOM/Getty Images
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Wieder Remis? Denkste! Die Eintracht hat endlich den ersten Saisonsieg eingefahren. Das eingewechselte Duo Jesper Lindström und Gonçalo Paciência sorgte kurz vor Schluss für den 1:0-Siegtreffer am zweiten Europa-League-Spieltag gegen Royal Antwerpen. Der Däne holte in der 90. Minute gekonnt einen unstrittigen Strafstoß heraus. Paciência verwandelte souverän.


In Belgien sollte der Frankfurter Eintracht endlich der erste Saisonsieg gelingen. SGE-Coach Oliver Glasner setzte am zweiten Europa-League-Spieltag gegen Royal Antwerpen wieder auf eine Dreierabwehrkette. Als zentraler Mann kam Hasebe ins Team. Für den 37-Jährigen erst der zweite Startelf-Einsatz der Saison. Davor baute Glasner auf das Mittelfeld-Trio Jakic, Sow und Hrustic. Ganz vorne sollte die Doppelspitze Lammers und Borré für Torgefahr sorgen.

Royal Antwerp FC v Eintracht Frankfurt: Group D - UEFA Europa League
Die Antwerpen-Fans zündeten vor dem Spiel schon Pyro / Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Tore:
0:1 - Gonçalo Paciência (90.+1 Minute, Foulelfmeter)


Die Eintracht-Spieler in der Einzelkritik

1. Tor & Abwehr

SOCCER EL D2 ROYAL ANTWERP EINDRACHT FRANKFURT
Starke Partie: Eintracht-Kapitän Makoto Hasebe / LAURIE DIEFFEMBACQ/Getty Images

Kevin Trapp: Wenig geprüft, aber souverän. Ein ordentlicher Auftritt des zuletzt gescholtenen Keepers. Mit dem Böllerwurf musste er einen derben Schreckmoment überstehen. 7/10

Makoto Hasebe: Der Routinier war sofort wieder der gesuchte Stabilisator. Gut im Zweikampf, mit dem gewohnt überragenden Spielverständnis. 8/10

Almamy Touré: Verteidigte in der Dreierkette und machte einen ordentlichen Job. 7/10

Martin Hinteregger: Scheiterte mit einem guten Freistoß in der ersten Halbzeit. Ansonsten recht stabil und mit dem üblichen Drang in die Offensive. 7/10

2. Mittelfeld

Viktor Fischer, Djibril Sow
Djibril Sow präsentierte sich stark im Zweikampf / Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Timothy Chandler: Gute Vorstöße und Hereingaben über die rechte Seite. In dieser Form wird Chandler die Nase vor der Konkurrenz halten. 7/10

Djibril Sow: Eine starke Rettungstat in Halbzeit eins. Dazu einige gute Ideen in der Offensive. Sehr zweikampfstark. 7/10

Kristijan Jakic: Fiel im Vergleich zu Sow etwas ab. Dennoch solide. 6/10

Ajdin Hrustic: Durfte auf der Zehn ran, konnte aber keine nennenswerte Impulse setzen. Musste zur Halbzeit Kamada weichen. 5/10

Filip Kostic: Versuchte mit seiner Dynamik wie gewohnt Dampf zu machen. Seine Flanken blieben aber wirkungslos. 6/10

3. Angriff

Timothy Chandler, Sam Lammers
Sam Lammers agierte unglücklich / Juergen Schwarz/Getty Images

Rafael Borré: Unauffälliger Auftritt des Kolumbianers, der sich kaum in Szene setzen konnte. 5/10

Sam Lammers: In Hälfte eins unglücklich. Sein Luftloch aus aussichtsreicher Position war bezeichnend. In Hälfte zwei komplett blass. 5/10

4. Einwechselspieler

Daichi Kamada (ab 46. Minute): Die Kreativhoffnung nach der Pause konnte das Offensivspiel nicht wirklich ankurbeln. 5/10

Jesper Lindström (ab 72.): Trat kaum in Erscheinung - bis zur 89. Minute. Da holte der Däne mit einem beherzten Dribbling einen Strafstoß heraus, der zum ersehnten Sieg führte! 8/10

Stefan Ilsanker (ab 73.): Fügte sich nahtlos in die Defensive ein. Keine Bewertung

Gonçalo Paciência (ab 86.): Der Portugiese kam kurz vor Schluss für Borré. Und verwandelte den Elfmeter zum Sieg sicher. Keine Bewertung

Tuta (90.+3): Die Einwechslung des Brasilianers sollte Zeit bringen. Keine Bewertung

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