"Haben uns knallhart abgeschossen": Stimmen zu Eintrachts Königsklassen-Pleite

Die Frankfurter zeigten sich ernüchtert
Die Frankfurter zeigten sich ernüchtert / Fantasista/GettyImages
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Das erste Spiel in der Champions League musste Eintracht Frankfurt mit einer 0:3-Heimniederlage gegen Sporting verloren geben. Die Stimmen zur Königsklassen-Lektion.


Die allererste Partie in der Champions League versprach einen stimmungstechnisch einzigartigen und emotionalen Abend im Deutsche Bank Park. Und die Stimmung war auch außergewöhnlich gut. Selbst nach dem Spiel, als die 0:3-Heimpleite gegen Sporting besiegelt war, gab es noch lautstarke Unterstützung für die Eintracht-Akteure.

Was das Ergebnis betrifft, hatte sich die SGE den Auftakt in die Königsklasse sicherlich anders vorgestellt. Allerdings musste der Bundesligist erfahren, wie schnell und eiskalt selbst kleine Fehler durch hohe Effizienz in dieser Spielklasse bestraft werden.


"Ergebnis ein Stück weit unnötig": Frankfurt hadert mit der klaren Niederlage

Oliver Glasner betonte anschließend bei DAZN (via hessenschau), dass er einen "Sieg der Effizienz" gesehen habe. "Auf diesem Level muss man mit diesen Situationen in Führung gehen. So kam es genau anders, dass man den zweiten Abschluss von Sporting im ganzen Spiel aus dem Netz holen muss", erklärte der Trainer.

"Dann hat man gesehen, welche Qualität sie im Konterspiel haben. Sie haben uns dann einfach knallhart abgeschossen", resümierte er. Diese Niederlage tue zwar weh, so Glasner weiter, werde die Mannschaft "aber nicht umwerfen".

Ein sehr ähnliches Fazit zog auch Markus Krösche. Der Sportvorstand sah einen etwa 60-minütigen Auftritt seiner Mannschaft, der "richtig gut" gewesen war. "Sporting hat mit seinen wenigen Möglichkeiten eiskalt zugeschlagen", ärgerte er sich aber trotzdem.

"Das sind Sachen, aus denen wir lernen müssen. Das Ergebnis ist natürlich ärgerlich und ein Stück weit unnötig. Wir haben heute gesehen, dass in der Champions League Kleinigkeiten entscheiden", so sein Fazit.

Oliver Glasner
Oliver Glasner während des Spiels / Fantasista/GettyImages

Djibril Sow sah eine "wirklich bittere" Partie. Er betonte den Vergleich zum letzten Liga-Spieltag: "In der ersten Halbzeit hatten wir Chancen, die am Samstag drin waren. Das hat heute nicht geklappt - und das war der Unterschied zu Sporting, die eiskalt waren und uns so die Luft genommen haben."

Er habe dahingehend eine "viel niedrigere Fehlertoleranz" als in der Europa League ausmachen können. Ein Aspekt, den die SGE noch überwinden muss, um das erklärte Ziel des Weiterkommens auch zu erreichen. "Aber: Die Stimmung, die Choreo, die Hymne - das war alles schon unglaublich", konnte er dem Abend auch noch etwas Positives abgewinnen.

Eintracht-Schlussmann Kevin Trapp war ebenfalls noch nach Abpfiff von der Atmosphäre begeistert. "Es war vor dem Spiel sehr emotional als die Hymne kam. Da hat man gemerkt, wie viel das allen bedeutet - auch den Fans", berichtete er.

Eintracht Frankfurt v Sporting CP: Group D - UEFA Champions League
Eintracht-Fans vor der Partie / Fantasista/GettyImages

Auf den Spielverlauf bezogen bemängelte er eher die eigene Chancenverwertung, als die Effizienz der portugiesischen Gäste hervorzuheben. Trapp: "Du gehst hier mit 0:3 runter, obwohl wir immer wieder in Führung gehen können. Ich bin mir sicher, wenn wir in Führung gehen, verlieren wir das Spiel nicht. Aber das ist das Lehrgeld, das du auf dem Niveau bezahlst."

Die ausgebliebene Führung kritisierte auch Makoto Hasebe. Sein Team habe zwar in der ersten Halbzeit "eine sehr gute Leistung" zeigen können, zugleich aber auch "leider die Chancen nicht genutzt". Den Kopf hielt er trotzdem oben: "In der Champions League haben wir noch fünf Spiele, da ist alles möglich. Ich bin total stolz auf unsere Fans, sie haben uns trotz der 0:3-Niederlage gefeiert."


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