Frauen-Bundesliga

Die drei besten offensiven Mittelfeldspielerinnen der Frauen-Bundesliga Saison

Helene Altgelt
Eintracht Frankfurt v SC Freiburg - Women's DFB Cup Semi Final
Eintracht Frankfurt v SC Freiburg - Women's DFB Cup Semi Final / Stuart Franklin/GettyImages
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Der 90min-Positionscheck geht in die nächste Runde: Die offensiven Mittelfeldspielerinnen sind an der Reihe. In der Frauen-Bundesliga-Saison 2021/22 konnten auf der Zehn nicht nur Spielerinnen der Top-Clubs Bayern und Wolfsburg überzeugen, auch viele Spielmacherinnen von etwas kleineren Vereinen ragten heraus.

1. Laura Freigang

Laura Freigang
Germany v Portugal: Group H - FIFA Women's WorldCup 2023 Qualifier / Christof Koepsel/GettyImages

Lara Prasnikar, Shekiera Martinez, Nicole Anyomi: Frankfurts Offensive ist hochkarätig besetzt. Um das Trio und Laura Freigang zusammen auf dem Platz stellen zu können, schob Eintracht-Trainer Niko Arnautis seine Kapitänin eine Position nach hinten. Diese Umstellung hat sich ausgezahlt: Ihr Torriecher ist Freigang auf der neuen Position nicht verloren gegangen (12 Tore), dazu hat sie sich gut in ihrer neuen Rolle als Vorbereiterin eingefunden. Mit ihrer Kopfballstärke macht Freigang viele Bälle fest und ist eine wichtige Anspielstation in Frankfurts Angriff. Ohne den Ball spielt sie ebenfalls eine wichtige Rolle und setzt die Gegenspielerinnen permanent unter Druck. Dass unter all dem ihre Torgefährlichkeit nicht gelitten hat, zeugt von Freigangs Flexibilität und für ihr Gespür, wann sie im Mittelfeld bleiben sollte und wann sich eine Torchance bietet. Mit diesen Qualitäten kann sie auch der deutschen Nationalmannschaft bei der EM diesen Sommer helfen.

2. Chantal Hagel

Chantal Hagel
1899 Hoffenheim v HB Koge: Group C - UEFA Women's Champions League / Alex Grimm/GettyImages

Bei der EM wird Chantal Hagel vermutlich nicht dabei sein, auch wenn sie vor Kurzem ihr Debüt im DFB-Dress gab. Bei ihren starken Leistungen war die Nominierung folgerichtig: Hagel traf in der Bundesliga bereits zwölf Mal, bereitete zudem fünf Tore vor. Eine große Steigerung im Vergleich zur letzten Saison, wo der 23-Jährigen noch keine Torbeteiligung gelang. Hagel blühte diese Saison auf, war vor dem Tor kaltblütig und in deutlich mehr Strafraumaktionen involviert. Gerade in wichtigen Spielen, etwa gegen Bayern, Frankfurt, Potsdam oder Leverkusen, war auf Hagel Verlass. Außerdem ist sie eine sehr vielseitige Spielerin: Hagel wird bei der TSG zumeist im Mittelfeld oder auf dem Flügel eingesetzt, hat aber auch schon in der Innenverteidigung gespielt.

3. Hasret Kayikci

Luana Buehler, Hasret Kayikci
TSG Hoffenheim v SC Freiburg - FLYERALARM Frauen-Bundesliga / Alexander Scheuber/GettyImages

Hasret Kayikci führte den SC Freiburg als Kapitänin zu einer starken Rückrunde und nach einem durchwachsenen Beginn der Saison auf den sechsten Tabellenplatz. Als eine der erfahrensten Spielerinnen in der jungen Mannschaft (Durchschnittsalter im letzten Saisonspiel 23,7 Jahre) hatte die 30-Jährige mit ihrer Erfahrung, Torgefahr und Übersicht einen großen Anteil an Freiburgs solider Saison. Besonders ihre gefährlichen Hereingaben und direkte Freistöße machen die Feintechnikerin für die Breisgauerinnen unverzichtbar. Mit elf Toren und drei Vorlagen hat Kayikci die Saison abgeschlossen und wurde für den Arnold Clark Cup sogar zur deutschen Nationalmannschaft eingeladen, kam dort aber nicht zum Einsatz.

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