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Doppellösung für Lewandowski-Erbe? FC Bayern hat Kandidaten im Visier

Dominik Hager
Kommt Haller als Ersatz für Lewandowski?
Kommt Haller als Ersatz für Lewandowski? / ANP/GettyImages
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Der FC Bayern präpariert sich wohl schon für den Ernstfall, der besagen würde, dass Robert Lewandowski den Verein im Sommer verlässt. Ein solcher Abgang lässt sich kaum eins-zu-eins ersetzen, wodurch es auch eine Portion Kreativität bedarf. Eine Möglichkeit wäre, den polnischen Top-Angreifer im Doppelpack mit Mané und Kalajdzic/Haller zu ersetzen.


Aufgrund der wohl nicht mehr wegzudiskutierenden Unzufriedenheit von Robert Lewandowski ist es immer wahrscheinlicher, dass die Bayern schon in diesem Jahr Ersatz für den Angreifer brauchen. Dafür spricht auch, dass die Münchner offenbar in den Transferfight um Sebastien Haller eingestiegen sind.

Telegraaf-Redakteur und Transferexperte Mike Vermeij berichtet, dass der BVB und die Münchner die zwei Klubs sind, die den Ajax-Stürmer umwerben. Der frühere Frankfurter ist durch seine Art, Bälle vorne anzuziehen und halten zu können, Lewandowski ähnlich, selbst wenn er kein derartig konstanter Top-Torjäger ist. Der Kostenpunkt für Haller dürfte in etwa 30 bis 35 Millionen Euro betragen.

Bayern prüft Optionen bei Kalajdzic: Reicht er als Lewandowski-Nachfolger?

Noch ein wenig günstiger wäre der VfB-Angreifer Sasa Kalajdzic, der wohl für rund 20 Millionen Euro zu haben wäre. Die Münchner sollen laut BILD-Informationen bereits beim Management des Österreichers angefragt haben. Der Spieler ist mit seiner Größe und Kopfballstärke in der Box immer gefährlich und am Ball auch recht beschlagen.

In der Vergangenheit wurde er aber immer wieder von Verletzungen gestoppt, wodurch er erst eine absolute Top-Saison absolviert hat. Experten wie Dietmar Hamann sind trotzdem der Meinung, dass der Sturm-Riese dem Rekordmeister helfen könnte.

Kommt auch noch Mané?

Stellt sich nur die Frage, ob der Angreifer die anvisierte Top-Lösung oder doch eher ein Backup-Kandidat wäre? Ein möglicher Plan könnte vorsehen, eine Sturmkante wie Haller oder Kalajdzic zu holen und den "Statement-Transfer" Sadio Mané einzutüten. In den letzten Wochen sickerte immer wieder durch, dass Hasan Salihamidžić ein Zeichen setzen möchte und der Liverpool-Star offenbar der bevorzugte Kandidat ist.

Sky-Redakteur Florian Plettenberg bestätigte dies zuletzt, wenngleich noch keine Verhandlungen mit dem FC Liverpool im Gange seien.

Doppellösung mit Mané und einer Sturmkante: Kann das funktionieren?

Interessant wäre das Gedankenspiel mit Haller/Kalajdzic und Mané sicherlich. Auf diese Weise wäre der FCB variabel und könnte sich auf verschiedene Gelegenheiten anpassen. Beispielsweise wäre das Spiel mit falscher Neun möglich. Allerdings gibt es mit dem FC Liverpool nur einen Klub, bei dem dieses Konzept wirklich funktioniert. Dafür spricht wiederum, dass Mané ja diesem funktionierenden Trio angehört.

Sollte man vorne Größe, Kopfballstärke und Körperlichkeit brauchen, wäre Kalajdzic/Haller die passende Wahl. Natürlich läuft man dennoch Gefahr, dass man zwar zwei konträre Lösungen aufbietet, aber keine davon die richtige darstellt. Insbesondere bei Kalajdzic wäre die Gefahr groß, dass der Stürmer einfach nicht den Bayern-Ansprüchen gerecht werden kann. Haller und Mané klingt als Doppel-Lösung natürlich schon stark, wäre aber in Summe auch enorm teuer.

Generell sollte sich der FC Bayern bei Mané keine zu großen Hoffnungen machen. Der Spieler ist zufrieden in Liverpool und für einen Bundesligisten wohl kaum zu bekommen. Hierbei besteht schon die Gefahr, dass man sich in eine Personalie verrennt und am Ende wieder mit leeren Händen dasteht.


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