Diese sechs Gladbach-Profis sind in der Rückrunde besonders gefordert

Dominik Hager
Sommer und Thuram stehen auch bei den Fohlen im Fokus
Sommer und Thuram stehen auch bei den Fohlen im Fokus / FRANCK FIFE/GettyImages
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Borussia Mönchengladbach hat eine solide Hinrunde abgeliefert und hält als Achtplatzierter Anschluss zu den internationalen Rängen. Es herrscht aktuell jedoch einiges an Ungewissheit, was die Zukunft von Stars wie Sommer oder Thuram betrifft. Der weitere Saisonverlauf wird insbesondere davon abhängen, ob die genannten Spieler bleiben und die zuletzt verletzten Akteure gut zurückkommen. Wir werfen einen Blick auf die sechs Spieler, die in der Rückrunde besonders gefordert sind.


1. Marcus Thuram

Noch ist unklar, ob Marcus Thuram die Rückrunde im Trikot von Borussia Mönchengladbach absolviert. Für die Fohlen wäre das natürlich ungemein wichtig. Der Franzose ist der stärkste und torgefährlichste Offensivspieler im Verein und derjenige, der vorne den Unterschied ausmachen muss. Lediglich mit Thuram in der Hinrunden-Form haben die Gladbacher gute Chancen auf die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb.

2. Yann Sommer

Sommer ist nicht für die Tore verantwortlich, aber trotzdem genauso essenziell für das Gladbacher Spiel. Auch beim Schlussmann ist es enorm wichtig, dass er dem Verein erhalten bleibt. Seit einigen Jahren ist der Keeper die Konstante im Spiel der Fohlen und der Mann, der auch dann verlässlich seine Leistung bringt, wenn ansonsten alles drunter und drüber geht. Ob Gladbach Sommer wirklich adäquat ersetzen könnte, ist mehr als fragwürdig. Der Schlussmann ist auch im zweiten Saisonabschnitt gefordert, mit Top-Leistungen voranzugehen.

3. Nathan Ngoumou

Der junge Neuzugang aus Frankreich wurde in der Hinserie als zweitschnellster Spieler der Bundesliga geblitzt. Bislang sprangen für Ngoumou aber lediglich 170 Pflichtspielminuten und keine Torbeteiligung heraus. Ein halbes Jahr Eingewöhnungszeit mag dem Talent gestattet sein, jedoch gilt es nun, dass er seine Geschwindigkeit und sein Potenzial auch wirklich in Zählbares ummünzt. Gladbach hat nicht viele Offensiv-Könner im Kader und wäre insbesondere auf einen gefährlichen Joker angewiesen, der in den letzten 20 bis 30 Minuten noch etwas bewegen kann. Es wäre wichtig, dass Ngoumou in eine solche Rolle reinwachsen kann.

4. Florian Neuhaus

Florian Neuhaus verpasste weite Teile der Hinrunde aufgrund einer Kreuzbandverletzung. Die Karriere des Mittelfeldspielers steht so ein wenig auf der Kippe. Noch vor eineinhalb bis zwei Jahren hätte man sich erhofft, dass Neuhaus in die Weltklasse vordringen kann, nun muss der Akteur jedoch kleinere Brötchen backen. Neuhaus hat noch immer glänzende Anlagen, die den Fohlen enorm helfen könnten. Stellt sich nur die Frage, ob sein Körper mitmacht und er sein Können abrufen kann.

5. Alassane Pléa

Pléa kommt wettbewerbsübergreifend auf zwei Tore und elf Vorlagen. Während die Assist-Anzahl beeindruckend ist, fällt die Torausbeute ziemlich schwach aus. Die Vergangenheit hat aber gezeigt, dass der Angreifer - wenn er denn mal in Fahrt ist - auch über Wochen hinweg regelmäßig treffen kann. Insbesondere bei einem Thuram-Abgang wäre Pléa als Torjäger wichtig, aber auch sonst könnte sein Landsmann ein wenig mehr Unterstützung beim Budenmachen vertragen.

6. Ko Itakura

Die Verletzung des japanischen Nationalspielers in der Hinserie war mehr als bitter. Itakura wurde dafür geholt, um Ginter zu ersetzen und die Abwehr zu stabilisieren. In Abwesenheit des Sommer-Neuzugangs wackelten Elvedi und Friedrich doch ein wenig zu häufig, um von einer stabilen Defensive sprechen zu können. Von Itakura erwartet man nun, dass er den Fohlen Sicherheit, Spielkontrolle und Ruhe verleiht. Der Japaner ist genau das Puzzlestück, das in der Hinrunde gefehlt hat. Umso wichtiges wäre es, dass er in der Rückrunde seine Fähigkeiten gewinnbringend einsetzen kann.


Fohlen-Urgestein Marcus Breuer im Gespräch mit 90min:


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