Eigentlich harmloser Post: DFB tappt in nächstes Fettnäpfchen

Oscar Nolte
Kai Havertz
Kai Havertz / Markus Gilliar - GES Sportfoto/GettyImages
facebooktwitterreddit

Der DFB hat sich für die WM in Katar viel vorgenommen. Hinsichtlich Menschenrechte, versteht sich. Tatsächlich gibt der Verband aber ein ziemlich desaströses Bild ab - nun garniert mit einem weiteren, dicken Fettnäpfchen.


Der Deutsche-Fußball-Verband hat es nicht nur nicht geschafft, für seine Werte einzustehen, sondern hat sich als Organisation ertappen lassen, die Menschenrechte für das eigene Image instrumentalisiert, um es harsch auszudrücken.

Gelernt hat der Verband aus diesem Fehler offenbar nicht viel. Am Sonntagmorgen postete der Verband ein eigentlich harmloses Bild von Kai Havertz in den Sozialen Medien. Anstatt den Post aber mit einem schlichten "Guten Morgen" - oder sonst eine hohlen, aber harmlosen Botschaft zu versehen, fügte der DFB dem Post noch den Titel "Good Morning" von Kanye West hinzu.

Das ist insofern blöd, da sich Kanye West vor wenigen Wochen als Antisemit offenbart hat. Ohnehin fiel der Rapper in den vergangenen Monaten mit mysogynistischen, rassistischen und zuletzt eben mit antisemitischen Entgleisungen auf. Daraufhin kündigten mehrere seiner Kooperationspartner die Zusammenarbeit auf.

Darunter auch Adidas, die übrigens offizieller Ausrüster der DFB-Elf sind. Dass Kanye West antisemitisch, mysogynistisch und rassistisch verortet ist, ist auch kein gut gehütetes Geheimnis, sondern wurde in den vergangenen Wochen breit in der Öffentlichkeit diskutiert. Hätte man mitbekommen können, lieber DFB.


Alles zur WM und zur Deutschen Nationalmannschaft bei 90min:


Mit Taktik-Experte Tobias Escher: Die Analyse zur Deutschland-Pleite gegen Japan

facebooktwitterreddit