Hamburger SV

Abgezockte Freiburger vermasseln dem HSV die Pokalparty: Die Rothosen in der Einzelkritik

Martin Bytomski
Robert Glatzel (mitte) und seine Hamburger Kollegen sind aus dem DFB-Pokal geflogen
Robert Glatzel (mitte) und seine Hamburger Kollegen sind aus dem DFB-Pokal geflogen / Martin Rose/GettyImages
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Ein Klassenunterschied war es nicht nur auf dem Papier: Gegen abgezockte Freiburger kassierte der Hamburger SV im Halbfinale des DFB-Pokals eine 1:3-Niederlage. Die HSV-Spieler in der Einzelkritik.


Tore:
0-1: Nils Petersen (11. Minute)
0-2: Vincenzo Grifo (17.)
0-3: Nicolas Höfler (35.)
1-3: Robert Glatzel (88.)


Daniel Heuer Fernandes

Klärte den Ball vor dem 0:1 unglücklich und lud vor dem 0:2 die Freiburger zum Pressing ein. Hatte sonst nur wenige Chancen sich auszuzeichnen. Ein bitterer Abend für Hamburgs Nummer eins.

Bewertung: 3/10

Moritz Heyer

Hatte bei der Elfmeterentscheidung gegen sich Pech, da er vor dem Tritt gegen Schlotterbecks Kopf allein den Ball anvisierte. War im zweiten Durchgang präsent in der Defensive und konsequent in den Duellen.

Bewertung: 6/10

Mario Vuskovic

Hatte Glück, dass sein mangelhafter Einsatz nach zehn Minuten im zweiten Durchgang gegen Nils Petersen ohne Folgen blieb. War ansonsten - ähnlich wie Heyer - in den zweiten 45 Minuten ein sicherer Rückhalt seiner Mannschaft.

Bewertung: 5/10

Sebastian Schonlau

Fälschte beim zweiten Gegentor den Ball unglücklich ab, so dass es für Heuer Fernandes nichts zu halten gab. War resolut in den Zweikämpfen und hielt vor allem im zweiten Abschnitt die Defensive zusammen.

Bewertung: 7/10

Josha Vagnoman

Sein Einsatz war vor dem 0:1 zu unentschlossen - zunächst im Kopfballduell, dann im Zweikampf. Hatte Probleme, sich spielerisch aus dem Freiburger Pressing zu befreien. Versuchte stets über links Druck auf die Abwehrkette auszuüben, seine Hereingaben gerieten aber häufig zu ungenau.

Bewertung: 5/10

Jonas Meffert

Schmiss sich in jeden Zweikampf und war so der Anker der Hamburger Defensive. Nach vorne gelang dem ehemaligen Freiburger aber deutlich zu wenig - mit Ausnahme des öffnenden Passes vor dem 1:3.

Bewertung: 6/10

Ludovit Reis

Über den Niederländer wurde kaum ein Angriff initiiert - Reis war über weite Strecken schlichtweg unsichtbar. Auch im zweiten Durchgang "ghostete" er weitgehend. Ganz schwache Partie des 21-Jährigen. Er wurde völlig zurecht als erster Hamburger ausgewechselt.

Bewertung: 2/10

Anssi Suhonen

Musste in der 26. Minute das Hamburger Anschlusstor erzielen, sein Abschluss geriert aber zu ungenau. Traf gute zehn Minuten später - da aber irregulär, weil er beim Pass von Glatzel knapp im Abseits stand. Ansonsten sehr engagiert, aber häufig unglücklich und damit ein Sinnbild des HSV-Spiels. Zeigte eine Viertelstunde vor dem Abpfiff seine Beweglichkeit und ließ gleich mehrere Freiburger stehen.

Bewertung: 6/10

Bakery Jatta

Sorgte über die rechte Seite für jede Menge Schwung. War aber in seinen Aktionen oft zu überhastet und ungenau. Vor allem seinen Hereingaben fehlte es an Präzision. Im zweiten Durchgang mit mehr Präzision und Ruhe am Ball.

Bewertung: 6/10

Robert Glatzel

Hatte gegen Schlotterbeck und Lienhart einen schweren Stand. Ließ sich deshalb immer wieder zurückfallen, um mit seiner Übersicht und Ruhe am Ball das Hamburger Spiel anzukurbeln. War einer der besten Hamburger und belohnte sich zwei Minuten vor dem regulären Ende mit dem Tor.

Bewertung: 8/10

Sonny Kittel

War viel unterwegs und bemüht, für kreative Impulse zu sorgen. Hätte rund 20 Minuten mit einem entschlossenerem Abschluss zumindest auf 1:3 verkürzen können, bekam aber kein Druck hinter den Ball. Gab dem Spiel des HSV aber keine Ordnung und schaffte nur wenige Schnittstellenpässe.

Bewertung: 5/10

Mikkel Kaufmann (ab 69. Minute)

Kam gegen Schlotterbeck zu spät und holte sich die Gelbe Karte ab. Ansonsten ohne großen Einfluss auf das Spiel.

Ohne Bewertung

Faride Alidou, Miro Muheim (ab 82. Minute)

Ohne Bewertung

Giorgi Chakvetadze (ab 85. Minute)

Ohne Bewertung

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