Frauenfußball

"Gezeigt, was der Frauenfußball kann" - Die Stimmen zum Rekordspiel zwischen FCN und VfL

Alina Ruprecht
Cathrin Mueller/GettyImages
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17.302 Fans fanden am Sonntag den Weg ins Max-Morlock-Stadion, wo die Frauen des 1. FC Nürnberg den VfL Wolfsburg im DFB-Pokal Achtelfinale empfingen. So viele ZuschauerInnen hatte es zuvor bei einem Frauen-Fußballspiel in Bayern noch nie gegeben. Für den FCN endete die Pokalreise mit 0:6. Dennoch überwog bei den Club-Frauen am Ende die immense Freude über den Publikumsrekord. 90min war vor Ort in Nürnberg.

Tommy Stroot (Trainer VfL Wolfsburg)

Über den Zuschauerrekord:

"Wir haben heute ein sehr erwachsenes Spiel gezeigt, das wir entsprechend auch souverän gewinnen konnten. Und das vor einer tollen Kulisse, die wir sehr genossen haben. Vor der EM wäre das alles unrealistisch gewesen. Riesenkompliment an die Verantwortlichen des 1. FC Nürnberg, die sehr viel Energie in dieses Event gelegt haben."

Zum Spielverlauf

"Wir waren von Beginn an sehr präsent und haben viele Dinge richtig, richtig gut gemacht, auch wenn wir hier und da noch nicht die Klarheit in den Torchancen hatten. Es war aber nur eine Frage der Zeit. In der zweiten Halbzeit sind wir einfach weiter marschiert, das ist eben Bestandteil unserer DNA. Die Räume sind dann auch größer geworden, sodass uns klar war, dass wir noch die eine oder andere Möglichkeit bekommen werden. Unter dem Strich mit Blick auf die Kulisse ein toller Tag für den Frauenfußball."

(Zitiert nach der Vereins-Website)

Lea Paulick (Kapitänin 1. FC Nürnberg)

Über die Fans:

"Man hat einfach gemerkt, was dieser Verein für eine Strahlkraft hat, was das für geile Fans sind und es bedeutet uns einfach mehr als alles andere. Und das Ergebnis ist tatsächlich heute zweitrangig. Die Anspannung [vor dem Spiel] war komplett am Maximum, aber das hat uns beflügelt, auch während dem Spiel. Diese Fan-Gesänge im Hintergrund, (...) es war so herzergreifend einfach, (...) wir haben nach dem Spiel mit den Ultras und den Fans gefeiert, sowas habe ich in meinem Leben noch nie erlebt. Ich kann nicht in Worte fassen, was uns [diese Zahl 17.302] bedeutet. (...) Es ist ein riesigen Zeichen, was der Frauenfußball kann (...). Wir hoffen, dass das auch nachhaltig so bleibt."

Zum Spiel:

"Manche Tore sind tatsächlich recht unglücklich gefallen, die hätten nicht sein müssen. Klar, über die individuelle Qualität von Wolfsburg brauchen wir nicht reden, die sind gespickt mit Nationalspielerinnen, daher ist das schon okay, dass sie gewonnen haben. Ich fande es aber tatsächlich ein bisschen zu hoch, aber trotzdem, das was wir auch gezeigt haben, war mega. Also ich bin stolz auf jede einzelne Spielerin. Jede hat gezeigt, was sie kann, wir haben uns gegenseitig (...) gepusht und am Ende zählt das, was wir als Mannschaft auf den Platz gebracht haben."

Jessica May (Spielerin 1. FC Nürnberg)

Über die Stimmung nach dem Spiel:

"Einfach Emotionen pur. Das Ergebnis ist tatsächlich zweitrangig, Das, war der Verein hier geschafft hat, dass so viele Menschen kommen, nur um uns Fußball spielen zu sehen, einfach unfassbar. Wir hoffen, dass wir [dieses positive Gefühl] mit in die Saison nehmen können und dass der ein oder andere Zuschauer dann auch in der regulären Saison zu uns kommt und dann schauen wir mal, was da geht."

Wie es war, gegen die Wölfinnen zu spielen:

"Es war auf jeden Fall nicht Alltag (lacht). Die ein oder andere Situation war dann schon dabei, wo man sich dachte 'Da sind sie halt besser als wir'. Aber das haben wir erwartet, wir wollten einfach, dass der Gegner merkt, dass wir was können und das haben wir ganz gut geschafft."


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