Borussia Mönchengladbach

"Wir haben uns blamiert" - Die Stimmen zum Pokal-Aus der Fohlen

Simon Zimmermann
Zum Haare raufen! Gladbach blamiert sich in Hannover!
Zum Haare raufen! Gladbach blamiert sich in Hannover! / Markus Gilliar/GettyImages
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Mit Borussia Mönchengladbach hat sich im DFB-Pokal-Achtelfinale der nächste Bundesligist gegen einen Zweitligisten blamiert. Die Fohlen gingen am Mittwochabend bei Hannover 96 mit 0:3 unter und warfen damit die große Chance auf den ersten Titel seit 1995 leichtfertig weg. Der Frust im Borussen-Lager war im Anschluss riesengroß. Die Stimmen zur bitteren Pokal-Pleite.

1. Adi Hütter

Adi Hütter
Adi Hütter wirkte an der Seitenlinie hilflos / Stuart Franklin/GettyImages

Über das Pokal-Aus:
"Wir sind riesig enttäuscht, dass wir es nicht geschafft haben ins Viertelfinale einzuziehen. Wir wollten ganz anders ins Spiel gehen, gehen mit der ersten Aktion in Rückstand. Wir kriegen einfach zu viele Gegentore, das ist fast... Wir haben uns blamiert."

Über die Leistung:
"Wir haben zu langsam gespielt. Wir haben nach Ballgewinn viel zu langsam nach vorne gespielt, da hat uns Hannover gezeigt, wie es geht. Ich bin absolut sauer, dass wir diese große Chance nicht genutzt haben."

Ob er Angst um seinen Job hat:
"Nein." (via Bild)

2. Lars Stindl

Lars Stindl
Der VfL-Kapitän war nach der Pleite beim Ex-Klub tief enttäuscht / Stuart Franklin/GettyImages

Über den Frust nach der Pleite:
"Es ist schwierig, das in Worte zu fassen. Wir hatten so eine große Möglichkeit, etwas Besonderes zu schaffen. Ich verstehe es einfach nicht. Du nimmst dir so viel vor, aber es funktioniert nichts. Wir kriegen es null auf den Platz."

Über die Ausgangslage im Pokal:
"Wir kannten alle die Ergebnisse von den Spielen zuvor. Wir haben die Situation ausgeblendet, haben die Spiele von gestern angesehen und sind mit Euphorie hierhergefahren. Wir haben uns so viel vorgenommen und wir kriegen es nicht auf den Platz. Es zieht sich durch die ganze Saison, nicht vereinzelnd, sondern jede Woche. Wir kriegen es nicht zusammen. Man darf nicht nur drüber reden, man muss es auch umsetzen. Und daran hapert es im Moment bei uns."

"Es ist schwierig. Ich verstehe es nicht, wenn man eine große Chance hat, etwas Großes zu schaffen. Wir haben es vorher angesprochen, auch in der Halbzeit. Ich verstehe es einfach nicht. Wir bekommen keine Energie und Intensität auf den Platz, wir kommen gar nicht an den Gegner hin, laufen nur vereinzelt an, kommen gar nicht in die Zweikämpfe, wir laufen hinterher, treffen bei den Toren persönliche falsche Entscheidungen. Das kann mal passieren, das ist auch kein Problem. Aber das zieht sich durch dieses Jahr und ist auch nicht nur vereinzelt, sondern zieht sich durch jede Woche durch. Dann wird es natürlich unabhängig vom Gegner brutal schwer, da Struktur reinzubekommen."


Über die Zweifel am Zusammenhalt der Mannschaft:
"Natürlich sind wir eine Mannschaft, aber nach einem solchen Spiel habe ich, was das betrifft, natürlich null Argumente. Es ist schon so, dass wir das ansprechen, auch in der Winterpause. Und es ist keiner dabei, der heute bei der Konstellation ins Spiel geht und nicht nach Berlin will. Nur man muss nicht nur reden, sondern es auch umsetzen. Und da hapert es halt."

3. Stimmen der Hannover-Seite

Ron-Robert Zieler, Florian Neuhaus
Zieler rettete gegen Neuhaus stark / Markus Gilliar/GettyImages

Ron-Robert Zieler:
"Ich habe lange darauf gewartet, vielleicht auch einen Tick zu lange, meine Pokal-Quote war jetzt nicht atemberaubend, aber umso mehr freue ich mich, heute einen solchen Abend zu erleben. Ein Abend, den man in Erinnerung behalten wird, mit der Mannschaft hier. Es war ein richtiger Pokal-Fight für uns und ein richtig Schönes Gefühl. Das nehmen wir mit und ich bin sehr happy. Und ab jetzt ist alles möglich."

Sebastian Kerk:
"Wenn wir uns den Spielverlauf anschauen, ist das ein hochverdientes Ergebnis. Wir waren alle ein Stück weit überrascht, wie das Spiel lief. Gladbach hat sehr, sehr wenig uns entgegengebracht. Dementsprechend sind wir einfach froh, dass wir weiter sind. Wir haben es gut und ruhig ausgespielt und hätten dann sogar noch das eine oder andere Tor mehr einschenken können."


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