1. FC Köln

Bittere Pleite im Elfmeterschießen: Die Kölner Stimmen zum Pokal-Aus

Simon Zimmermann
Daniel Schlager beendet das Elfmeterschießen
Daniel Schlager beendet das Elfmeterschießen / Alex Grimm/GettyImages
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Der 1. FC Köln verabschiedet sich nach einem Elfmeterkrimi mit kuriosem Ende aus dem DFB-Pokal. Gegen den HSV wurde Florian Kainz zum großen Unglücksraben im Elfmeterschießen. Als letzter Schütze rutschte der Österreicher aus und traf so den Ball mit Schuss- und Standbein zweimal. Obwohl die Kugel ins Tor flog, zählte der Treffer nicht.

Während es für den HSV ins Viertelfinale geht, hat der Effzeh eine große Pokalchance unglücklich verpasst.


Die Stimmen zum Pokalkrimi

Unglücksrabe Florian Kainz:
"Ich hatte schon ein ungutes Gefühl. Ich habe gemerkt, wie ich weggerutscht bin. Wie der Ball dann reingegangen ist, sah auch komisch aus. Der Schiedsrichter hat mir gleich gesagt, dass es gecheckt worden ist. Für mich persönlich ist es eine schwierige Geschichte, aber ich werde damit umgehen können. Es ist sehr bitter für die Mannschaft, dass wir uns für den Aufwand nicht belohnt haben. Wir haben nie aufgesteckt und zum Schluss den Ausgleich gemacht. Wir müssen das Spiel jetzt abhaken, aber natürlich wird die Nacht nicht schön werden.“

FC-Coach Steffen Baumgart:
"Glückwunsch an den HSV zum Weiterkommen. Wir hatten sehr gute Tormöglichkeiten, die wir nicht gemacht haben. Der HSV ist drangeblieben und hatte selbst sehr gute Möglichkeiten. Wer das erste Tor macht, ist in den meisten Fällen der Sieger. Wir sind aber dran geblieben und haben uns das Elfmeterschießen verdient. Dort dann mit zwei Kontakten auszuscheiden habe ich auch noch nicht erlebt. Aber das gehört dann mal dazu."

HSV-Coach Tim Walter:
"Wir sind schwer reingekommen, weil Köln sehr intensiv Fußball spielt. Trotzdem sind die Jungs beharrlich drangeblieben. Wir haben mutig gespielt und ein paar Situationen überstanden. Wenn du hier nicht mutig spielst, gehst du unter. In der zweiten Halbzeit war es ein offenes Spiel und von beiden Seiten brutal intensiv. Deswegen war es folgerichtig, dass es in die Verlängerung und dann ins Elfmeterschießen ging. Wir waren der glücklichere, aber auch verdiente Sieger.“

Jonas Hector:
"Wir haben es nicht mehr gut geschafft, Druck auszuüben und die Ballgewinne höher zu machen. Der HSV hat es gut gemacht und uns auch früh unter Druck gesetzt. Es war taktisch ein ähnliches Spiel. Dann hat man sich ein bisschen neutralisiert. Die sechs Wechsel waren nicht zu viel Risiko, wir hatten genug Chancen, um das Spiel zu gewinnen. Wir sind über 120 Minuten gegangen und haben im Elfmeterschießen leider nicht gewonnen."

Marvin Schwäbe:
"Dass die Regel am Ende so ist, ist sehr ärgerlich für uns heute. Der Schiedsrichter hat gefühlt gezögert und dann war er sich plötzlich sehr sicher. Es wäre vielleicht das einfachste Jahr gewesen, weit zu kommen. Aber wir müssen nach vorne schauen und gucken, dass wir in der Liga wieder punkten. Wir sind mental sehr gut, die Trainer stellen uns gut ein. Nur, weil wir jetzt zwei Mal verloren haben, nehmen wir die Köpfe nicht runter."

Benno Schmitz:
"Ich hab den Elfmeter noch nicht im Fernsehen gesehen. Der Schiedsrichter hat gesagt, dass es gecheckt wurde und es zwei Kontakte waren. Dann wird der Elfmeter wohl nicht wiederholt. Die Situation kommt sehr selten vor. Deshalb ist es bitter. Wir wollten unbedingt weiter kommen. Wir hatten viele Chancen und haben das Tor nicht gemacht in der regulären Spielzeit. Dann bekommen wir direkt das Gegentor, haben aber nicht aufgegeben und sind verdient ins Elfmeterschießen gekommen. Aber irgendwie hat es dann doch nicht sollen sein."


Stimmen via Sky und Sport1

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