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1. FC Köln

DFB-Pokal: 1. FC Köln stolpert fast in Jena - Erkenntnisse und Statistiken zum Pokalspiel

Philipp Geiger
Übernahm vor einigen Wochen den Trainerposten in Köln: Steffen Baumgart
Übernahm vor einigen Wochen den Trainerposten in Köln: Steffen Baumgart / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
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Der 1. FC Köln hat am Sonntagnachmittag gegen den Regionalligisten Carl Zeiss Jena mit viel Mühe die 2. Runde des DFB-Pokals erreicht. Beim Pflichtspieldebüt von Trainer Steffen Baumgart mussten die Geißböcke zunächst einem frühen Rückstand hinterherlaufen und glichen nach knapp 70 Spielminuten zum 1:1 aus. Die Entscheidung fiel letztendlich im Elfmeterschießen, wo Kölns Nummer zwei Marvin Schwäbe mit zwei gehaltenen Strafstößen zum großen Helden avancierte.

Spielstatistiken

Tore: 1:0 Wolfram (5.), 1:1 Skhiri (69.)

Elfmeterschießen:
Jena: Oesterhelweg (verschossen), Bürger (verschossen), Dedidis (verwandelt), Lange (verwandelt)
Köln: Lemperle, Schaub, Thielmann, Duda (alle verwandelt)

Zuschauer: 2.728

Aufstellungen:

Carl Zeiss Jena: Sedlak - Slamar (ab 55. Lange), Halili, Strietzel - Stauffer, Krauß (ab 79. Bürger), Schau (ab 91. Prokopenko), M. Langer (ab 80. Hoppe), Bergmann (ab 90.+3 Dedidis) - Oesterhelweg, Wolfram

1. FC Köln: Schwäbe - Ehizibue (ab 77. Duda), Hübers, Czichos, Schmitz - Özcan (ab 68. Skhiri), Kainz (ab 68. Andersson), Hector, Uth (ab 96. Schaub) - Thielmann, Modeste (ab 96. Lemperle)

Erkenntnisse zum Spiel

5. Lemperle macht Lust auf mehr

Steffen Baumgart
Steffen Baumgart / Mika Volkmann/Getty Images

Eigengewächs Tim Lemperle hat bereits in der Vorbereitung mit dem einen oder anderen Treffer auf sich aufmerksam gemacht. Auch im Pokalspiel hat der 19-Jährige gezeigt, dass er alles mitbringt, um sich dauerhaft im Profikader zu etablieren.

Nach seiner Einwechslung in der Verlängerung hatte der Youngster zwei gute Chancen, scheiterte bei seinem zweiten Versuch jedoch am glänzend reagierenden Heimkeeper. Im Elfmeterschießen war der Angreifer zur Stelle und verwandelte eiskalt.

4. Skhiri-Verbleib wäre Gold wert

Ellyes Skhiri
Ellyes Skhiri / Karina Hessland/Getty Images

Ellyes Skhiri zählte in der letzten Saison zu den wichtigsten Leistungsträgern und steht dem Vernehmen nach bei einigen ausländischen Klubs auf dem Zettel. Ein konkretes Angebot soll für den wertvollsten FC-Profi allerdings noch nicht eingegangen sein, weshalb man sich in der Domstadt zumindest leise Hoffnungen auf einen Verbleib des 26-Jährigen machen darf.

Wie wichtig der Sechser für die Geißböcke sein kann, hat er im Pokalspiel wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Skhiri traf nicht nur wenige Augenblicke nach seiner Einwechslung nicht nur zum 1:1-Ausgleich, sondern war auch an vielen guten Aktionen beteiligt.

3. Neuzugänge Schwäbe & Hübers sammeln Pluspunkte

Timo Hübers
Timo Hübers / Christof Koepsel/Getty Images

Marvin Schwäbe wird als Nummer zwei hinter Timo Horn in die Saison gehen. Im Pokal durfte der Neuzugang jedoch sein Pflichtspieldebüt feiern und hat gezeigt, dass er für den FC auf jeden Fall eine Bereicherung darstellt. Nach 120 Spielminuten, in denen der 26-Jährige weitestgehend beschäftigungslos war, hielt er zwei Elfmeter und ebnete damit den Einzug in die 2. Runde.

Von Hannover 96 haben die Kölner Timo Hübers ablösefrei verpflichtet. Der Innenverteidiger soll die Lücke schließen, die durch den Abgang von Sebastiaan Bornauw entstanden ist. Der 25-Jährige lieferte gute Zweikampf- und Passwerte ab und hatte Pech, dass sein Treffer in der Verlängerung wegen eines Stürmerfouls von Sebastian Andersson nicht gegeben wurde.

2. Offensive: Viel Aufwand - wenig Ertrag

Anthony Modeste
Anthony Modeste / Matthias Hangst/Getty Images

Vor allem in der ersten Halbzeit schaffte es die Baumgart-Elf kaum, sich Torchancen herauszuspielen. Im letzten Drittel fehlte es häufig an zündenden Ideen, weshalb Jonas Hector & Co. ihr Glück oftmals aus der Distanz versuchten. Aus den vielen Flanken und Standardsituationen schlugen die Domstädter ebenfalls kein Kapital. Am Ende standen über 40 Torschüsse für den FC zu Buche, wirklich gefährlich wurde es für Jena-Schlussmann Lukas Sedlak allerdings eher selten.

1. Moral und Einsatz stimmen

Jonas Hector
Jonas Hector / Mika Volkmann/Getty Images

Der 1. FC Köln machte den Einzug in die nächste Runde zwar erst im Elfmeterschießen perfekt, unterm Strich setzten sich die Geißböcke allerdings verdient durch. Nach dem frühen Rückstand brauchte die Baumgart-Elf zwar noch einige Minuten, um ins Spiel zu finden, zeigte anschließend jedoch viel Einsatz und lief unermüdlich gegen die aufopferungsvollen und kompakt verteidigenden Hausherren an.

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