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DFB kämpft um Bayern-Juwel Musiala

Florian Bajus
Jamal Musiala ist aktuell das wohl größte Talent des FC Bayern
Jamal Musiala ist aktuell das wohl größte Talent des FC Bayern / CHRISTOF STACHE/Getty Images
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Jamal Musiala ist das nächste Juwel des FC Bayern. Der 17-jährige Offensivspieler wurde in Stuttgart geboren, verbrachte den Großteil seiner Jugend aber in England und läuft derzeit auch für die Junioren-Nationalmannschaften der Three Lions auf. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will ihn davon überzeugen, wieder für Deutschland zu spielen.

Bereits im Alter von sieben Jahren zog Musiala auf die Insel. Vom TSV Lehnerz wechselte er in die Nachwuchsabteilung des FC Southampton, etwas mehr als ein halbes Jahr später nahm ihn der FC Chelsea in seine Nachwuchsakademie auf. Im Sommer vergangenen Jahres kehrte Musiala schließlich nach Deutschland zurück, schloss sich der U17-Mannschaft des FC Bayern an und ist mittlerweile auch im Blickpunkt von Hansi Flick.

Laut BILD wird ihm in München der Durchbruch zugetraut. Fünfmal durfte Musiala bereits bei den Bayern-Profis auflaufen, beim Bundesliga-Auftakt gegen den FC Schalke 04 (8:0) erzielte er sogar seinen ersten Treffer. Kein Wunder, dass der DFB um ihn kämpfen will.

Jamal Musiala bevorzugt das Trikot der englischen Nationalmannschaft
Jamal Musiala bevorzugt das Trikot der englischen Nationalmannschaft / CHRISTOF STACHE/Getty Images

Musiala, der auch die englische Staatsbürgerschaft besitzt, läuft derzeit für die englische U17-Nationalmannschaft auf, spielte bereits für die U16 und U15 der Three Lions. Im Trikot der deutschen Nationalmannschaft absolvierte er hingegen nur zwei Partien im Oktober 2018. Der DFB bemüht sich offen um eine Rückkehr: "Wir beschäftigen uns schon länger mit ihm", sagte Meikel Schönewitz, Cheftrainer der DFB U-Nationalmannschaften, gegenüber BILD.

Aktuell wolle sich Musiala jedoch mit England für die U17-Europameisterschaft 2021 qualifizieren. "Diesen Stand akzeptieren wir", so Schönewitz, der die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat: "Jamal ist in Deutschland geboren, hat seine Kindheit in Deutschland verbracht und schaffte hierzulande seine ersten Erstliga-Einsätze. Er hat bei uns weiterhin eine Perspektive, gleichzeitig gilt es aber auch, andere Entscheidungen fair zu respektieren."

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