DFB-Team

Deutsche Innenverteidiger - Ranking

Dominik Hager
Matthias Hangst/GettyImages
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Jahrelang haben Jérôme Boateng und Mats Hummels das deutsche Abwehrzentrum dominiert. Diese Zeit ist inzwischen zwar Geschichte, dennoch ist internationale Spitzenklasse im DFB-Team aufgrund der guten Entwicklung einiger Spieler vorhanden. Insbesondere drei Akteure stechen heraus, von denen bei der WM Ende zwei spielen werden. Wir werfen einen Blick auf die Top-10 der deutschen Innenverteidigung.


10. Armel Bella-Kotchap

Poland U21 v Germany U21 - UEFA European Under-21 Championship Qualifier
Adam Nurkiewicz/GettyImages

Der Bochumer Innenverteidiger ist Leistungsträger bei der U21 und ein sehr hoffnungsvolles Talent. Der Youngster hat bereits in der abgelaufenen Saison starke Leistungen beim VfL gezeigt und wird daran mit ziemlicher Sicherheit auch anknüpfen können. Bei all seinen Anlagen kommt die WM 2022 aber noch ein wenig zu früh für ihn. Internationale Erfahrung besitzt Bella-Kotchap nicht und 22 Bundesliga-Spiele sind natürlich auch nicht die Welt. Vom 20-Jährigen werden wir aber noch einiges hören.

9. Robin Koch

Robin Koch
Visionhaus/GettyImages

Robin Koch hat den Sprung von Freiburg in die Premier League gewagt, wo er mit Leeds United in der abgelaufenen Saison nur knapp dem Abstieg entrinnen konnte. Zudem wurde der 25-Jährige von Verletzungen zurückgeworfen und fiel fast die komplette Hinrunde aus. In der Rückserie konnte er sich immerhin seinen Stammplatz zurückholen. Koch ist ein spielintelligenter und abgeklärter Verteidiger mit einem guten Aufbauspiel. Im Zweikampf ist er jedoch keine Spitzenklasse und auch an Topspiel-Erfahrung mangelt es ihm noch.

8. Thilo Kehrer

Thilo Kehrer
Robbie Jay Barratt - AMA/GettyImages

Thilo Kehrer kam im DFB-Team zuletzt häufig hinten rechts zum Einsatz. Dort ist er aber nicht gerade überragend. In Summe ist Kehrer mit seiner Zweikampfstärke und Athletik besser im Abwehrzentrum aufgehoben, verfügt aber über keine Qualität, die Deutschland dringend gebrauchen könnte. Kehrer macht Fehler im Spielaufbau und hat wenig Wettkampfpraxis. Da gibt es bessere Alternativen.

7. Lukas Klostermann

Lukas Klostermann
Martin Rose/GettyImages

Lukas Klostermann hat im Verein zuletzt häufiger in der Innenverteidigung gespielt. Im DFB-Team gibt es allerdings mehrere Alternativen, die besser geeignet sind. Klostermann ist zwar schnell, allerdings nicht der Beste im Stellungsspiel, Zweikampfverhalten und Aufbauspiel. Der Leipziger kann auf der rechten Abwehrseite definitiv eine wichtigere Rolle spielen.

6. Mats Hummels

Mats Hummels
Sebastian Widmann/GettyImages

Aufgrund der Tatsache, dass seine Vereinskollegen Süle und Schlotterbeck ebenfalls Nationalspieler sind, könnte es durchaus Sinn ergeben, Hummels zu nominieren. Dies ist darin begründet, dass er die Abläufe einfach kennt und sich im Ernstfall nicht akklimatisieren müsste. Trotzdem kommt man nicht daran vorbei, zu sagen, dass die Zeit von Hummels ein Stück weit vorbei ist. Seine Geschwindigkeits-Defizite lassen sich einfach nicht mehr kompensieren - bei all den Qualitäten, die der Abwehrhüne sonst hat. Zudem könnte er auf der Bank aufgrund seines Leader-Anspruchs für Unruhe sorgen.

5. Matthias Ginter

Matthias Ginter
Daniel Kopatsch/GettyImages

Matthias Ginter war im Verlauf seiner Karriere eigentlich immer eine feste Bank und ein Spieler, dem man immer vertrauen konnte. Der Innenverteidiger hat allerdings eine schwache und ungewohnt fehlerhafte Saison in Gladbach hinter sich. Es bleibt zu hoffen, dass er in Freiburg wieder zu seiner Form findet. Ginter ist ein Spieler, den man nicht unbedingt im Kader braucht, dennoch könnte er eine Hilfe und ein Stabilisator sein, wenn er sich in den nächsten Monaten von seinem unrunden Gladbach-Jahr erholt.

4. Jonathan Tah

Jonathan Tah
Fran Santiago/GettyImages

Hinter den Top-Drei-Innenverteidigern klafft eine ziemlich große Lücke. Der Leverkusener hat zwar insbesondere in der abgelaufenen Saison gute Leistungen gezeigt und sich endlich auf starkem Niveau stabilisiert, dies jedoch noch nicht im DFB-Team geschafft. Nach seiner Einwechslung gegen Italien sah er direkt schlecht beim Gegentreffer zum 2:5 aus. Tah ist generell ein zweikampfstarker Abwehrspieler ohne große Schwächen. Überragende Eigenschaften hat er allerdings darüber hinaus auch nicht.

3. Nico Schlotterbeck

Nico Schlotterbeck
Alex Grimm/GettyImages

Nico Schlotterbeck ist der einzige ernstzunehmende Herausforderer von Rüdiger und Süle. Der Youngster hat sowohl gegen den Ball als auch im Spielaufbau grandiose Anlagen und weiß diese auch einzusetzen. Der Neu-Dortmunder war im Pokalfinale mit dem SC der überragende Mann auf dem Platz und hat zuletzt gegen Ungarn mit seinem tödlichen Pass auf Hofmann seine Passstärke gezeigt. Im Vergleich zu Süle und Rüdiger ist Schlotterbeck aber weniger erfahren und dafür anfälliger für Fehler.

2. Niklas Süle

Niklas Süle
Martin Rose/GettyImages

Niklas Süle hat eine starke Saison beim FC Bayern gespielt und sollte daran auch beim BVB anschließen können. Süle ist zwar nicht der Beweglichste, dafür aber zweikampf- und kopfballstark sowie endschnell und fußballerisch beschlagen. Hier und da hat Süle im DFB-Team noch kleinere Aussetzer. Diese gilt in im Hinblick auf die WM zu beheben. Letztlich sollte er aber gemeinsam mit Rüdiger ein tolles Duo bilden können.

1. Antonio Rüdiger

Antonio Rüdiger
Martin Rose/GettyImages

Antonio Rüdiger hat sich in den letzten Jahren zum Abwehrchef der DFB-Elf hochgearbeitet. Der 29-Jährige hat beim FC Chelsea enorm an Reife gewonnen und macht inzwischen kaum noch Fehler. Seine Geschwindigkeit und Zweikampfhärte waren ohnehin schon immer hervorragend. Inzwischen paart er seine physischen Fähigkeiten auch mit intelligentem Spielverhalten und einem sicheren Aufbauspiel. Rüdiger kann auch mal ein Zeichen in Richtung Gegner setzen und wird berechtigterweise als Abwehr-Leader gesetzt sein. Selbst wenn er in Madrid gar nicht zum Zug kommt, wird es für Flick schwer, Rüdiger auf die Bank zu setzen.


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