DFB-Team

Deutsche Flügelspieler - Ranking

Dominik Hager
Wer sind die besten Flügelstürmer für die DFB-Elf?
Wer sind die besten Flügelstürmer für die DFB-Elf? / Boris Streubel/GettyImages
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Es ist angesichts des Spieler-Aufgebots kaum zu glauben, ein kleines Problem hat Deutschland auf der offensiven Außenbahn aber schon. Dies liegt daran, dass einige Stars nicht in Form sind und einige andere Kicker im Zentrum besser aufgehoben sind.


Das DFB-Team nach den letzten WM-Härtetests:

  • Wer löst die Problempositionen?
  • Wer sind die Hoffnungsträger?
  • Was geht in Katar?

9. Thomas Müller

Thomas Mueller
Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages

Von Müller auf dem Flügel nimmt man bekanntermaßen gerne Abstand. Das ist auch absolut richtig so, zumal er auf der Zehn wesentlich besser aufgehoben ist. Rein theoretisch könnte der Raumdeuter aber als Rechtsaußen spielen. Seine Flankenqualität ist sehr gut, wohingegen es an Tempo und Dribbling mangelt. Ein intelligenter Spieler wie Müller kann auch von außen seine Momente haben, richtigerweise wird er dort aber wohl nur selten zum Einsatz kommen.

8. Timo Werner

Timo Werner
Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages

Mit seinem fruchteinflößenden Antritt bringt Timo Werner auch auf der Außenbahn schon mal eine wichtige Komponente mit. Selbst wenn er sich zu häufig ins Abseits manövriert, verfügt der Leipzig-Rückkehrer über gute Laufwege und kann immer wieder tief geschickt werden. Dies funktioniert sogar besser, wenn Werner als Flügelstürmer in Erscheinung tritt. Das Problem ist jedoch, dass der Offensivspieler aus dem Stand praktisch nichts kreieren kann. Werner besticht nicht unbedingt mit feiner Technick, seine Flanken und Dribblings sind eher auf überschaubarem Niveau. Das größte Problem ist derzeit sein nicht mehr vorhandenes Selbstvertrauen, das ihm beim Torabschluss im Wege steht.

7. Julian Brandt

Julian Brandt
Alex Grimm/GettyImages

Ein klassischer Außenstürmer ist auch Julian Brandt nicht. Der Dortmunder ist im Zentrum besser aufgehoben, wo er seine Technik und Spielstärke einbringen kann. Auf der Außenbahn fehlt ihm die letzte Explosivität und auch ein wenig das Durchsetzungsvermögen. Scorer liefert Brandt von jeder Position, aber ein wirklich ernstzunehmender Kandidat ist er als Außenstürmer eigentlich nicht.

6. Karim Adeyemi

Karim Adeyemi
Christina Pahnke - sampics/GettyImages

Der Neu-Dortmunder kann dank seiner Geschwindigkeit und seiner Unbekümmertheit als Außenstürmer eingesetzt werden, auch wenn er sich vermutlich als Teil einer Doppelspitze am wohlsten fühlt. Adeyemi traut sich ins Dribbling gehen, selbst wenn er sich hier und da zu häufig verzettelt. Der Youngster weiß auch, seine Räume zu nutzen und ist ein guter Konterspieler. Gewissermaßen ist er aber noch kein fertiger Spieler - das betonte zuletzt auch der Bundestrainer und nominierte ihn gegen Ungarn und England nicht. Mit etwas mehr Reife dürfte Adeyemi in den kommenden Jahren ein wichtiger Faktor im DFB-Team werden. Ob das schon bei der anstehenden WM der Fall sein wird, darf aber bezweifelt werden.

5. Marco Reus

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JOHN MACDOUGALL/GettyImages

Marco Reus ist sicherlich kein klassischer Flügelstürmer und auf der Zehn besser aufgehoben. Reus muss seine Qualitäten im Abschluss einbringen und kann dies besser, wenn er nicht so weit außen spielt. Dafür fehlt dem Dortmunder inzwischen die letzte Dynamik und Antrittsstärke. Auch seine kreativen Momente hat er meist im Zentrum oder auf einer Halbposition. Natürlich ist es immer auch eine Frage, wie man den Spieler einsetzt. Mit einem offensiven Außenverteidiger an der Seite, der dem Spiel die nötige Breite gibt, kann ein leicht eingerückt spielender Reus durchaus seine Qualitäten ausspielen. Wohlgemerkt aber auch nur, wenn er fit ist.

4. Serge Gnabry

Serge Gnabry
Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages

Serge Gnabry ist ein extrem abschlussstarker und torgefährlicher Spieler, der Dynamik und Gradlinigkeit mitbringt. Durch diese Komponenten gehört er an guten Tagen zu den Top-Flügelspielern Europas. Diese Tage werden leider immer häufiger zur Rarität. Nach einem ordentlichen Start in die neue Saison fand er sich zuletzt meist nur auf der Bayern-Bank wieder und zeigte nach seinen Einwechslungen teils rätselhafte Leistungen. Ein Gnabry in Topform wäre für die DFB-Elf bei der WM allerdings Gold wert - vor allem mit seiner eigentlich vorhandenen Abschlussstärke.

3. Jonas Hofmann

Jonas Hofmann
Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages

Mit sehr starken Leistungen war Hofmann zuletzt auch im DFB-Team gesetzt - mal als offensiver Rechtsverteidiger, mal als Flügelstürmer. Der Gladbacher war schon in der Bundesliga in den letzten beiden Jahren sehr effektiv und glänzte mit vielen Toren und Vorlagen. Hinzu kommt seine Stärke im Gegenpressing. Hofmann hat nicht das gewaltige Potenzial wie manche seiner Kollegen, setzt aber das, was er kann, regelmäßig gewinnbringend ein.

2. Leroy Sané

Leroy Sane
Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages

Rein vom Potenzial könnte Leroy Sané gut und gerne auf Rang eins stehen - oder müsste dies fast schon. Seine Leistungen sind jedoch im gesamten Kalenderjahr 2022 extrem wankelmütig. Das Problem bei Sané ist der Kopf. Der Spieler lässt sich zu leicht verunsichern oder verliert die Lust am Kicken. Ist das der Fall, produziert er haufenweise Leichtsinnsfehler und auch von seiner eigentlich starken Technik bleibt nicht mehr viel übrig. Ein Sané in Top-Form bringt Tempo, Dribbling, Spielstärke und einen tollen Schuss mit.

1. Jamal Musiala

Jamal Musiala
Martin Rose/GettyImages

Jamal Musisala kann sowohl im zentralen Mittelfeld, als auch über die Außen eingesetzt werden - die Frage mit Blick auf die WM sollte lediglich lauten: Auf welcher Position ist er für das DFB-Team wertvoller? Der Youngster hat eine brillante Technik und ist der beste Eins-gegen-Eins-Spieler Deutschlands. Für sein Alter ist er auch schon sehr spielintelligent, dazu kann Musiala jederzeit Tore schießen oder vorbereiten. Ab und an hapert es noch am letzten Pass oder er macht einen Schlenker zu viel, trotzdem bringt er konstantere und bessere Leistungen als beispielsweise Gnabry oder Sané.


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