1. FC Köln

Deshalb wurde Duda wirklich suspendiert - so geht es jetzt weiter

Yannik Möller
Ondrej Duda
Ondrej Duda / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages
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Noch am vergangenen Wochenende wurde Ondrej Duda beim 1. FC Köln suspendiert. Der Entschluss trägt die gemeinsame Handschrift von Trainer und dem neuen Sportchef.


Die Partie gegen Arminia Bielefeld war zwar nicht die erste in der aktuellen Saison, in der Ondrej Duda zunächst auf der Bank Platz nehmen musste - auch wenn er zumeist von Beginn an aufspielen darf. Es war aber eins der wenigen Spiele, in denen er lediglich für wenige Minuten eingewechselt werden sollte.

Steffen Baumgart hatte etwa zehn Minuten vor dem Abpfiff erklärt, er solle sich warm machen. Mark Uth sollte zeitnah ausgewechselt und Duda eingewechselt werden. Da er sich laut Sport1 jedoch weigerte, sich vorzubereiten und noch zu spielen, wurde er am Tag darauf suspendiert.

Noch am Sonntag wurde er vom Trainingsbetrieb ausgeschlossen und stattdessen nach Hause geschickt. Seitdem herrscht etwas dicke Luft in Köln vor, trotz der weiterhin sehr erfolgreichen Saison.

Keller betont gemeinsame Entscheidung: "Hohe Gut des Kollektivs schützen"

Die Entscheidung haben die Verantwortlichen jedoch voller Überzeugung getroffen. Cheftrainer Baumgart zusammen mit dem neuen Sportchef, Christian Keller. Letzterer erklärte gegenüber dem Geissblog: "Steffens Meinung und meine Meinung waren identisch. Wir haben so gehandelt, um das hohe Gut unseres Kollektivs zu schützen."

Keller weiter: "Ondrej Duda hat nichts gemacht, was ihm lange nachhängen wird." Somit gibt es die klare Tendenz in Richtung Rückkehr in den Team-Kreis, doch machte er zudem auch klar, dass sich der 27-Jährige den Respekt der Mannschaft nun auch erst wieder erarbeiten müsse.

Ondrej Duda
Ondrej Duda / Frederic Scheidemann/GettyImages

Immerhin ist eine solche Weigerung, sich aufzuwärmen, um anschließend noch zu spielen, auch ein Zeichen der Respektlosigkeit an die eigenen Teamkollegen. Keller wird zeitnah das Gespräch mit dem Mittelfeldspieler suchen.

"Wir hätten bei jedem anderen Spieler und zu jedem anderen Zeitpunkt der Saison genauso gehandelt", betonte er. Nun brauche es "die Selbstreflexion des Spielers", um die Angelegenheit wieder "aus der Welt zu schaffen". Seitens der Verantwortlichen wird ihm also ein Weg aus der Suspendierung aufgezeigt - gehen muss er ihn aber selbst.


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