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Deshalb entschied sich der BVB gegen eine Verlängerung mit Götze

Mario Goetze
Borussia Dortmund Training Session | DeFodi Images/Getty Images

Das Aus von Mario Götze galt seit Monaten als beschlossene Sache, am Samstag bestätigte BVB-Sportdirektor Michael Zorc schließlich offiziell, dass der Vertrag des WM-Helden von 2014 nicht verlängert wird. Laut BILD hat das Götze-Aus zwei Gründe, die sowohl seine körperlichen Eigenschaften als auch sein Auftreten in den sozialen Medien betreffen.

Es wäre eine große Überraschung gewesen, hätte Mario Götze seinen auslaufenden Vertrag bei Borussia Dortmund doch noch verlängert. Schon vor Monaten wurde über das Aus zum Saisonende berichtet, angeführt wurden zunächst finanzielle Gründe. Mit einem kolportierten Jahresgehalt von zehn Millionen Euro soll Götze zu den Spitzenverdienern zählen - zu viel für einen Bankwärmer, der spätestens seit dieser Saison endgültig keine Rolle mehr spielt. Auch wenn Götze laut einem Bericht der SZ durchaus "mit einer Gehaltsminderung um 20 Prozent" hätte leben können.

Laut BILD sind jedoch zwei andere Gründe für die Trennung ausschlaggebend. Zum einen habe sich Götze fußballerisch nicht mehr weiterentwickelt und sei seit seiner Stoffwechselerkrankung im Jahr 2017 zu langsam für das Dortmunder Spiel, das auf blitzschnelles Umschalten setzt. Im Sprint erreicht er eine Höchstgeschwindigkeit von rund 30,9 km/h, demgegenüber schaffen die jungen Wilden um Erling Haaland, Jadon Sancho, Achraf Hakimi oder Giovanni Reyna Spitzenwerte zwischen 34 und 36 km/h.

Damit geht möglicherweise Favres Erklärung einher, dass Götze in der aktuellen Grundausrichtung keinen Platz hat: "Wir spielen momentan ein 3-4-3 und ich habe klar mit ihm darüber gesprochen, dass es nicht das ideale System für ihn ist", sagte der Schweizer, der sich vor dem Auswärtsspiel in Wolfsburg erstmals in aller Deutlichkeit über den 27-Jährigen äußerte. 

Mario Goetze
Unter Lucien Favre spielte Mario Götze (Foto) von Beginn an nur eine untergeordnete Rolle | DeFodi Images/Getty Images

Als zweiter Grund wird angeführt, dass die BVB-Bosse das Gefühl haben, Götze habe aufgrund seiner Reichweite in den sozialen Medien den Fokus auf den Fußball verloren. Allein auf Instagram verzeichnet er über acht Millionen Follower, zudem ist er regelmäßig in den Youtube-Videos seiner Frau Ann-Kathrin zu sehen.

Allerdings dürften die sportlichen Gründe überwiegen. Seit seiner Rückkehr vor vier Jahren konnte Götze nie an seine früheren Leistungen anknüpfen, die 22 Millionen Euro teure Rückkehr hat sich als Missverständnis herausgestellt. Bleiben nach der Verkündung der Trennung nur noch zwei Fragen: Wohin wechselt Götze? Und wird er in dieser Saison noch einmal zum Einsatz kommen?