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Upamecano bleibt RB Leipzig wohl erhalten - dank des "Werner-Modells"

Dayot Upamecano
Verlängern oder verkaufen - das sind die zwei Optionen in Bezug auf Dayot Upamecano | Maja Hitij/Getty Images

Dayot Upamecano ist schon seit geraumer Zeit einer der gefragtesten Abwehrspieler im internationalen Spitzenfußball. Der Innenverteidiger von RB Leipzig wurde in der jüngeren Vergangenheit mit so ziemlich jedem Topklub in Europa in Verbindung gebracht. Im kommenden Jahr läuft sein Vertrag bei den Sachsen aus.

Was zu zwei möglichen Szenarien führt: der Klub verlängert noch in diesem Sommer mit dem Franzosen - oder er verkauft ihn. Einen ablösefreien Weggang aus Leipzig im kommenden Jahr, das hat RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff bereits vor einiger Zeit unmissverständlich klar gemacht, wird es auf keinen Fall geben.

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Ein Gang in Upamecanos letztes Vertragsjahr ist für Oliver Mintzlaff keine Option | RONNY HARTMANN/Getty Images

Mintzlaff zuversichtlich was Vertragsverlängerung betrifft

Im Gespräch ist jetzt das schon bei Timo Werner angewandte Modell der einstweiligen Verlängerung des Vertrages, mit Verankerung einer neuen Ausstiegsklausel. Denn: rein sportlich planen die Leipziger Verantwortlichen eigentlich schon noch mit Upamecano. Wie auch Mintzlaff gegenüber dem kicker bestätigt: "Ich gehe davon aus, dass er auch in der nächsten Saison bei uns spielt. Wir sind in guten Gesprächen, eine Lösung zu finden, um einen ablösefreien Wechsel im nächsten Jahr zu verhindern." Dies, so Mintzlaff weiter, habe schon bei Timo Werner geklappt, und er gehe davon aus, "dass wir auch bei Dayot unsere Hausaufgaben machen werden".

Auch Upamecano kann sich ein weiteres Jahr in Leipzig vorstellen

Für dieses Jahr ist die Ausstiegsklausel für die 21-jährige Abwehrkante jedenfalls vom Tisch. Bis zum 30. Juni hätten Interessenten gegen Zahlung von 60 Millionen Euro sich die Dienste von Upamecano sichern können. Ab jetzt ist der Preis für den Spieler wieder frei verhandelbar. Doch ob in diesem durch Corona arg durcheinandergewürfelten System Profi-Fußball tatsächlich jemand mehr als diesen Betrag für den Spieler auf den Tisch legt, erscheint zumindest fraglich. Auch der Spieler selbst soll wohl mittlerweile zu der Erkenntnis gelangt sein, dass ein weiteres Jahr in der Messestadt für seine Entwicklung nicht die schlechteste Option wäre. Eine Einigung über eine Verlängerung des Arbeitspapiers scheint von daher mehr als realistisch. Im kommenden Jahr würden die Karten dann wieder neu gemischt.