Champions League

Leere Tribünen bei Sporting gegen Eintracht? Portugiesen wollen kein "SGE-Heimspiel"

Simon Zimmermann
Weite Teile der Tribünen im Estádio José Alvalade könnten leer bleiben
Weite Teile der Tribünen im Estádio José Alvalade könnten leer bleiben / Robbie Jay Barratt - AMA/GettyImages
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Die Tribünen im Gruppen-Endspiel zwischen Sporting und Eintracht werden am Dienstagabend wohl überraschend leer sein. Die Portugiesen verzichten im Vorfeld auf Ticket-Verkäufe um eine "Camp-Nou-Situation" mit den Frankfurtern zu verhindern.


Hochspannung in Champions-League-Gruppe D ist am Dienstagabend garantiert. Vor dem letzten Spieltag können noch alle vier Teams das Achtelfinal-Ticket lösen. Für die Frankfurter Eintracht ist von Platz eins bis vier noch alles drin.

Doch wenn die SGE ab 21 Uhr im Estádio José Alvalade XXI in Lissabon aufläuft, werden im Stadion voraussichtlich viele Plätze leer bleiben. Aus einem ganz besonderen Grund.

Bei Sporting geht die Angst vor der Eintracht umher. Oder besser gesagt, vor den Eintracht-Anhängern! Der Ruf eilt den SGE-Fans spätestens nach dem 3:2-Sieg gegen Barça im Camp Nou in ganz Europa voraus. Rund 30.000 Eintrachtler waren damals im Barça-Stadion und sorgten für Heimspiel-Atmosphäre.

Sporting will "Eintracht-Heimspiel" verhindern

Genau das will man bei Sporting verhindern. Tickets für das 50.095 Zuschauer fassende Stadion nordöstlich des Zentrums von Lissabon gingen außerhalb des Gästeblocks nur an Mitglieder. Während die Eintracht ihr Kontingent von 2.500 Tickets natürlich problemlos ausschöpfen konnte, blieben laut kicker noch am Spieltag 16.000 Tickets nicht verkauft.

Eintracht-Fans würden diese liebend gerne nehmen. Doch Sporting verzichtet lieber auf die Einnahmen (mutmaßlich im sechsstelligen Bereich) anstatt zu viele SGE-Anhänger im Stadion zu haben.

Trainer Oliver Glasner und Schlussmann Kevin Trapp nahmen dazu auf der Pressekonferenz Stellung. "Das ist nicht mein Problem. Ich konzentriere mich auf meine Aufgabe morgen, alles andere blende ich aus", meinte Glasner nur. Trapp fügte hinzu: "Es ist richtig, dass wir in Barcelona davon profitiert haben. Aber wir hatten auch schon andere Spiele gehabt, bei denen keine 30.000 im Auswärtsblock waren. Wir sind auch in der Lage, ohne Zuschauer und Support, der natürlich wichtig ist für uns, als Mannschaft das maximale rauszuholen. Irgendwo schade, natürlich. Aber es ist nichts, was uns irgendwo beeinflussen wird."


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