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Champions League

CL-Heimspiele von Gladbach und Leipzig auf der Kippe: Welche Szenarien derzeit diskutiert werden

Florian Bajus
Findet das Champions-League-Spiel zwischen Leipzig und Liverpool nicht in der Red-Bull-Arena statt?
Findet das Champions-League-Spiel zwischen Leipzig und Liverpool nicht in der Red-Bull-Arena statt? / RONNY HARTMANN/Getty Images
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Bei der Organisation des Achtelfinal-Hinspiels in der Champions League gegen den FC Liverpool gerät RB Leipzig unter Druck. Der Bundesligist muss der UEFA bis zum 08. Februar eine Lösung präsentieren. Wie The Times berichtet, sollen mehrere Ansätze zur Debatte stehen.

Im Normalfall würde das Hinspiel in der Leipziger Red Bull Arena am 16. Februar stattfinden, am Wochenende wurden die Einreisebestimmungen nach Deutschland allerdings verschärft. Seit dem 30. Januar dürfen mindestens bis zum 17. Februar Personen aus Großbritannien und sechs weiteren Ländern nicht nach Deutschland einreisen.

Stand jetzt wird der Tross des FC Liverpool also nicht nach Leipzig reisen dürfen - denn in der dazugehörigen Verordnung werden Mannschaften aus dem Profisport nicht als Ausnahme gelistet. Nun liegt es laut UEFA-Reglement an den Verantwortlichen von RB Leipzig, bis zum 08. Februar eine Lösung zu finden, andernfalls wird das Spiel als 0:3-Niederlage gewertet, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Im Zuge dessen soll der Bundesligist bei der Bundespolizei einen Antrag eingereicht haben, um den Reds die Einreise zu ermöglichen.

Die Verantwortlichen von RB Leipzig müssen eine schnelle Lösung für das Champions-League-Spiel gegen Liverpool finden
Die Verantwortlichen von RB Leipzig müssen eine schnelle Lösung für das Champions-League-Spiel gegen Liverpool finden / Thomas Lohnes/Getty Images

Laut eines Berichts der britischen Tageszeitung The Times werden unterdessen mehrere Szenarien diskutiert. So könnte die Partie einerseits ohne Rückspiel auf neutralem Boden ausgetragen werden, andererseits könnten Leipzig und Liverpool das Heimrecht tauschen. Dem Bericht zufolge wolle Liverpool das Auswärtsrecht für das Hinspiel aufgrund des vermeintlichen Vorteils durch die Auswärtstorregelung aber nicht aufgeben.

Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur erklärte die UEFA: "Die UEFA steht sowohl mit den betreffenden Klubs als auch mit dem Deutschen Fußball-Bund in Kontakt, die wiederum Kontakt zur deutschen Regierung haben. Im Moment können wir keine weiteren Informationen geben." Wie The Times berichtet, habe der europäische Verband selbst die Möglichkeit, die Partie an einen alternativen Ort zu verlegen oder die Spiele neu anzusetzen.

Weicht Gladbach nach Dänemark aus?

Nicht ausgeschlossen ist, dass auch Borussia Mönchengladbach und Manchester City unter Zugzwang geraten werden. Das Hinspiel in Mönchengladbach ist für den 24. Februar terminiert, bei einer Verlängerung der derzeitigen Einreiseverordnung könnte auch dem sechsfachen englischen Meister die Einreise verwehrt werden.

Daher soll sich die Fohlenelf laut Informationen der dänischen Zeitung B.T. vorsichtshalber schon einmal an den FC Midtjylland gewandt haben, um ihr Heimspiel gegebenenfalls im Stadion des dänischen Meisters austragen zu können.

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