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Vor dem Champions-League-Kracher: Alle Facts zu Real vs. City

Martin Bytomski
Real Madrid um Karim Benzema (rechts) trifft in der Champions League auf Manchester City
Real Madrid um Karim Benzema (rechts) trifft in der Champions League auf Manchester City / Anadolu Agency/GettyImages
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Es ist das Knallerspiel des Champions-League-Halbfinales: Real Madrid trifft am Mittwoch (ab 21 Uhr) auf Manchester City. Das Duell der beiden Giganten elektrisiert die Fußballwelt. Wir haben für euch vor dem Leckerbissen alles Wissenswerte zusammengestellt und werfen einen Blick auf die Form, das Personal, den direkten Vergleich, die Schlüsselspieler und geben eine Prognose, wer ins Finale einzieht.

Form

Real Madrid dominiert in Spanien. Nach der blamablen 0:4-Pleite gegen Erzrivalen FC Barcelona gewannen die Königlichen alle fünf folgenden Ligaspiele und sicherte sich dank des 4:0-Sieges gegen Espanyol Barcelona am vergangenen Wochenende den 35. Titel in La Liga. In der Champions League gingen aber die jüngsten beiden Partien knapp verloren: 2:3 gegen den FC Chelsea und zuletzt 3:4 bei City.

Manchester City ließ in der Premier League nach dem 2:2 gegen den FC Liverpool ebenfalls nichts anbrennen und holte aus den folgenden drei Partien die maximale Ausbeute. Doch während Real in der Liga bereits den Titel eingefahren hat, liefert sich City mit dem LFC ein heißes Titelrennen und hat aktuell einen Zähler Vorsprung auf den Klopp-Klub. Außerdem schieden die Skyblues gegen Liverpool im FA-Cup nach einem 2:3 aus.

Personal

Es war die Hiobsbotschaft am Montag: Reals David Alaba wird wegen einer Muskelverletzung seiner Mannschaft gegen Manchester City nicht zur Verfügung stehen. Als Ersatz steht Nacho bereit, der im Vergleich mit Alaba aber über die deutlich geringere Qualität verfügt. Wegen einer "Verspannung im Rücken" war zuletzt auch Gareth Bale nicht mit dabei. Doch der einstige Superstar spielt bei Madrid schon lange keine Hauptrolle mehr, ein Ausfall dürfte zu verschmerzen sein.

Perfekte Bedingungen herrscht dagegen bei Manchester City mit Blick auf das Personal: Keine verletzten oder gesperrten Spieler hat Coach Pep Guardiola zu beklagen. Somit kann der frühere Münchner aus dem Vollen seines Luxuskaders schöpfen.

Direkter Vergleich

Sieben Mal duellierten sich Real Madrid und Manchester City. Nach dem spektakulären 4:3 im Hinspiel haben die Engländer im direkten Vergleich die Nase vorn: Von den sieben bisherigen Aufeinandertreffen gewann Manchester drei. Zwei Partien blieben ohne Sieger, ebenfalls zwei Mal behielt Real die Oberhand.

Mut könnte den Real-Fans aber die Heimbilanz machen: Zwei von drei Partien wurden im Estadio Santiago Bernabeu gewonnen. Bemerkenswert: Noch nie endete ein Spiel mit mehr als einem Tor Differenz.

Schlüsselspieler

Auf Eder Militao wird nach dem Ausfall von David Alaba eine Schlüsselrolle zukommen. Der Brasilianer ist dank mit seiner Dynamik ein herausragender Innenverteidiger. Doch mangelnde Konzentration in Kombination mit übereifrigem Verteidigungsaktionen sind bisweilen ein Risikofaktor für die Real-Defensive. Im Mittelfeld hängt viel von den genialen Momenten von Luka Modric ab. Mit seinen Pässen kann der Kroate an guten Tagen jede Abwehr der Welt aushebeln. Und natürlich sind die Königlichen auf Tore von Karim Benzema angewiesen, der mit 14 Treffern die Torschützenliste der Champions League anführt.

Bei Manchester kann Torhüter Ederson die gegnerischen Angreifer zur Verzweiflung bringen. Sollte City unter Druck geraten, könnte der 28-Jährige mit Glanztaten der Garant für einen Finaleinzug werden. Vor Ederson ist mit Ruben Dias der wohl aktuell beste Innenverteidiger aus dem Kader der Citizens passend zum Rückspiel fit. Und was Luka Modric für Real ist, ist Kevin de Bruyne für Manchester: der Unterschiedsspieler. De Bruyne ist aktuell wohl der kompletteste Akteur im Profifußball.

Prognose

Wie im Hinspiel verspricht das Aufeinandertreffen von Real Madrid und Manchester City ein knappes Duell zu werden. Am Ende wird Real ins Finale einziehen. Dabei dürfte der Kader von Manchester City sogar in der Breite und Spitze besser sein – dennoch ist das Nervenkostüm der Champions-League-Veteranen für das Weiterkommen entscheidend.


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