Champions League

Atlético gegen Man City: Warum das Rückspiel mehr Spannung verspricht

Martin Bytomski
Atlético-Trainer Diego Simeone trifft mit seinem Team auf Manchester City
Atlético-Trainer Diego Simeone trifft mit seinem Team auf Manchester City / Chloe Knott - Danehouse/GettyImages
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Es war zähe Fußball-Kost im Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League: Manchester City schmiss die gewohnt sichere Passmaschine an, Atlético Madrid schloss die Reihen und verbarrikadierte sich in der eigenen Hälfte. Mit mäßigem Erfolg, denn zumindest Citys Superstar Kevin De Bruyne fand im Zusammenspiel mit Phil Foden einen Weg durch das Defensiv-Dickicht und netzte zum 1:0-Sieg ein.


Schenkt man den Worten von Atlético-Trainer Diego Simeone Glauben, ändert sich an der Marschroute auch im Rückspiel am heutigen Mittwoch (ab 21 Uhr) nicht viel: "Es ist klar, dass wir uns nicht weit von dem entfernen werden, woran wir glauben." Dass Simeone seinen jahrelang erfolgreichen Stil wohl kaum ad acta legen wird, ist nur logisch. Seine Grundphilosophie ist der Mannschaft um Kapitän Koke in Fleisch und Blut übergegangen.

Und dennoch: Es muss etwas passieren. Vor der inbrünstigen Kulisse von mehr als 60.000 Fans im Wanda Metropolitano werden die Rojiblancos mehr Offensive wagen, aktiver werden und City vor Aufgaben stellen. Das bedeutet nicht, dass sich ein gänzlich konträres Bild zum Hinspiel ergibt. Prophezeit auch Simeone: "Sie haben einen Spielstil, der sehr erkennbar ist, mit großartigen Spielern, mit einem großartigen Trainer. Ein Stil, der hochgelobt wird. Wir werden sehen, was wir immer sehen, wenn wir den Fernseher einschalten, um City zu sehen." Für seine Mannschaft gilt es, die schier endlosen Passstafetten zu durchbrechen und dann die "Übergänge besser hinzubekommen", wie es Simeone formuliert.

Die Spieler dafür hat der spanische Hauptstadtklub. Linksverteidiger Renan Lodi und die Angreifer João Félix, Thomas Lemar oder Ángel Correa sind flink. Das Zentrum um die Schlüsselspieler Koke sowie Marcos Llorente verfügt über die technischen Möglichkeiten und den nötigen Spielwitz, um die schnellen Spieler, den gewitzten Antoine Griezmann oder Zielspieler Luis Suárez in Szene zu setzen. So macht auch Trainerfuchs Simeone den Fans Hoffnung auf ein aktiveres Spiel seines Teams: "Es ist klar, dass unser Enthusiasmus nicht alleine ausreicht, aber wir werden versuchen, das Spiel so zu gestalten, dass wir ihnen wehtun können."

Dass City verwundbar ist, haben durchaus weniger namhafte Gegner als Atlético gezeigt: 2017 strichen die Skyblues gegen Monaco die Segel, 2019 gegen den Ligakonkurrenten Tottenham und ein Jahr darauf war gegen Olympique Lyon Schluss. Nicht unwahrscheinlich, dass Atlético heute erneut zum vorzeitigen Stolperstein werden könnte. Sicher ist aber: Das Rückspiel verspricht spannend zu werden.


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