Chahed als Projektleiter & Kooperation mit Zehlendorf: Herthas Frauenfußball-Pläne werden konkreter

Daniel Holfelder
Hertha-Präsident Kay Bernstein
Hertha-Präsident Kay Bernstein / RONNY HARTMANN/GettyImages
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Auf der Mitgliederversammlung im November hat Hertha BSC beschlossen, eine Frauenfußball-Abteilung zu gründen. Das Projekt nimmt nun konkrete Formen an.


Einem Bericht des rbb zufolge will die Alte Dame nicht mit einem komplett neuen Frauen-Team in der Bezirksliga starten, sondern das Spielrecht von Hertha 03 Zehlendorf übernehmen. Die Zehlendorferinnen sind derzeit in der Regionalliga Nordost, der dritten Liga im Frauenfußball, aktiv.

Hertha BSC-Präsident Kay Bernstein betonte allerdings, dass noch keine Einigung erzielt worden sei. "Wir würden, wenn es denn feststeht, erst mit unseren Mitgliedern, unseren Fans sprechen, dann mit der Öffentlichkeit. Aber Stand jetzt ist noch nichts unterschrieben, noch nichts besiegelt", so der 42-Jährige. Gleichzeitig betonte er den "offenen, ehrlichen, sportlichen und sehr interessanten" Austausch mit Zehlendorf.

Geplant sei, dass die große Hertha nicht die komplette Frauenfußball-Abteilung von Hertha 03 übernimmt, sondern nur deren Leistungsteams, das heißt die erste Mannschaft sowie die U17 und U15, die beide in der Juniorinnen-Bundesliga spielen. Gegenwärtig, so berichtet der rbb, liefen
mit dem Nordostdeutschen Fußballverband sowie dem DFB bereits Gespräche über die genaue Umsetzung der Übernahme. Zudem sei angedacht, dass die neuen Teams in der kommenden Saison noch auf dem Gelände von Hertha 03 trainieren, ihre Spiele aber auf dem Olympiagelände in Charlottenburg austragen. Die Heimspielstätte der Regionalliga-Frauen wäre in diesem Fall das dortige Amateurstadion.

Unabhängig vom Zustandekommen der Kooperation mit Zehlendorf wolle Hertha BSC das Projekt Frauenfußball langfristig und nachhaltig angehen. Damit das klappt, bauen die Herthaner auf Ex-Bundesliga-Profi Sofian Chahed. Der 39-Jährige soll als Projektleiter dafür sorgen, dass der Frauenfußball eine Erfolgsgeschichte für den letzten Männer-Bundesligisten ohne eigene Frauenfußball-Abteilung wird. Chahed war zuletzt als Cheftrainer von Frauen-Bundesligist Turbine Potsdam tätig und bringt laut Präsident Bernstein sowohl den nötigen "Fußball-Fachverstand als auch Hertha-Stallgeruch" mit.


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