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BVB

Dortmunder Problemzone: So plant der BVB hinten rechts

Simon Zimmermann
Thomas Meunier will im zweiten BVB-Jahr endlich überzeugen
Thomas Meunier will im zweiten BVB-Jahr endlich überzeugen / Lars Baron/Getty Images
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Wie plant der BVB auf der rechten Seite? Kandidaten für die Position des Rechtsverteidigers gibt es im Kader genug - Zweifel an ihnen aber ebenso. Die Hoffnungen dürften vor allem auf einem belgischen Duo liegen.


Hinten rechts drückt der Schuh bei Borussia Dortmund. Im Endspurt der abgelaufenen Saison war dort plötzlich Routinier Lukasz Piszczek gesetzt und zeigte starke Leistungen. Der Routinier hat den BVB aber nach elf Jahren verlassen. Mit Thomas Meunier, Mateu Morey, Felix Passlack, Allrounder Emre Can und Leih-Rückkehrer Marius Wolf stehen zwar fünf potenzielle Rechtsverteidiger im Kader, hinter allen steht aber ein Fragezeichen.

Morey hat sich schwer am Knie verletzt und droht sogar die komplette kommende Spielzeit auszufallen. Der 21-jährige Spanier wurde Anfang Mai zum ersten Mal operiert, eine zweite OP wird folgen. Zwischen den Eingriffen muss allerdings ein zeitlicher Abstand eingehalten werden.

Mateu Morey
Morey wird dem BVB noch lange fehlen / Pool/Getty Images

Meunier, der eigentlich als Stammkraft verpflichtet wurde, konnte in seinem ersten BVB-Jahr höchst selten überzeugen und hat insbesondere im Offensivspiel große Schwächen. Passlack gilt zwar als solider Backup, aber nicht unbedingt als veritable Stammkraft. Emre Can kann zwar auch hinten rechts eingesetzt werden, hat seine Lieblingsposition aber im zentralen Mittelfeld und könnte auch in der Innenverteidigung gebraucht werden, wo Schwarz-Gelb nicht üppig besetzt ist.

Leih-Rückkehrer Wolf traut man in Dortmund den Durchbruch im dritten Anlauf nicht zu. Insbesondere bei einem System mit Viererkette hat der 26-Jährige große Schwächen.

BVB plant hinten rechts mit vorhandenem Personal

Externe Neuzugänge sind offenbar dennoch nicht geplant. Wie der kicker berichtet, hoffen die BVB-Verantwortlichen, dass Thomas Meunier im zweiten Jahr die erwünschten Leistungen zeigt. Der Belgier dürfte als erster Anwärter auf einen Stammplatz in die Saison starten. Blickt man auf die vergangene Rückrunde, in der Meunier nur dreimal in der Startelf stand, kommen berechtigte Zweifel auf.

Setzt Neu-Coach Marco Rose häufiger auf eine Dreierkette würde sich aber noch eine weitere Option ergeben. Demnach könnte Thorgan Hazard als rechter Flügelspieler agieren. Eine Position, die er häufig auch in der belgischen Nationalmannschaft gespielt hat und auch bei der EM spielen könnte. Dort würde er sich passenderweise einen Zweikampf mit BVB-Kollege Meunier liefern.

Thorgan Hazard
Thorgan Hazard könnte unter Rose eine neue Rolle bekommen / Quality Sport Images/Getty Images

Wolf auf der BVB-Streichliste

Endgültig abgegeben werden soll dagegen Marius Wolf, dem eigentlich das System mit Dreierkette zugute kommen würde. Bei Wolf glaubt man aber nicht mehr daran, dass er dem Team weiterhelfen kann, obwohl der 26-Jährige unlängst erklärt hatte, unter Rose einen neuen Versuch wagen zu wollen. Neben Wolf sollen laut Ruhr Nachrichten weitere Leih-Rückkehrer auf der Streichliste stehen. Das Trio Leonardo Balerdi, Immanuel Pherai und Sergio Gomez soll ebenfalls verkauft werden.

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