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Wolf bestätigt BVB-Rückkehr - Packt er den Durchbruch im 3. Anlauf?

Jan Kupitz
Marius Wolf will es nochmal beim BVB versuchen
Marius Wolf will es nochmal beim BVB versuchen / Lars Baron/Getty Images
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Getreu dem Motto "Aller guten Dinge sind drei" will Marius Wolf zur kommenden Saison einen neuen Versuch bei Borussia Dortmund starten. Der 26-Jährige hofft auf seine Chance unter Neu-Trainer Marco Rose.


Die Beziehung zwischen Wolf und dem BVB stand bislang unter keinem guten Stern. Obwohl seine Verpflichtung im Sommer 2018 für fünf Millionen Euro als Coup galt, konnte er sich bei Schwarz-Gelb nicht nachhaltig für höhere Aufgaben empfehlen. Auch wenn Einsatz und Laufbereitschaft stimmten: Seine technischen Defizite waren zu offenkundig, als dass er in Dortmund eine tragende Rolle spielen konnte.

Daher ließ sich der gebürtige Coburger zunächst zu Hertha BSC, dann zum 1. FC Köln ausleihen. Bei beiden Stationen zeigte Wolf Licht und Schatten, immerhin konnte er aber reichlich Spielpraxis und beim Effzeh zuletzt mit dem Klassenerhalt auch ein Erfolgserlebnis sammeln.

Wolf "will es noch einmal versuchen"

Mit dem Wind im Rücken will der 26-Jährige im Sommer einen neuen Anlauf bei Schwarz-Gelb, wo sein Vertrag noch bis 2023 datiert ist, wagen. Dabei hofft Wolf, vom Trainerwechsel profitieren zu können. "Ich will es noch einmal versuchen und mich unter dem neuen Coach Marco Rose durchsetzen", bestätigte er gegenüber dem Express.

Doch wie stehen seine Chancen, es im dritten Versuch endlich bei der Borussia zu packen?

Zugutekommen dürften ihm zwei Sachen: Zunächst einmal das System, da Marco Rose bekanntlich sehr häufig zur Fünferkette greift und durch den rechten Wingback eine Position entsteht, die Wolf am besten zu liegen scheint.

Zudem hat Lukasz Piszczek seine Karriere beendet und mit Mateu Morey ist ein potenzieller Konkurrent noch mehrere Monate lang verletzt, weshalb Wolf nach aktuellem Stand "nur" im Konkurrenzkampf zu Thomas Meunier stände - und der Belgier hat bekanntlich auch noch keine Bäume in Dortmund ausgerissen.

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Marius Wolf im BVB-Trikot / JIM WATSON/Getty Images

Allerdings, und das spräche eben dagegen, dass Wolf es beim BVB packt: Fußballerisch ist der 26-Jährige doch arg limitiert. Wolf kommt vor allem über den Einsatz, über seine Lauf- und Sprintstärke. Im Spielaufbau kann er nur wenig zum Gelingen seines Teams beitragen, auch seine Flanken sind stark ausbaufähig. Dass Meunier seinen Job kaum besser macht, darf kein Argument dafür sein, dass Wolf Stammspieler wird - denn für die Ansprüche, die Schwarz-Gelb an sich hat, reicht es beim Ex-Frankfurter nicht.

Als Backup wäre er sicherlich eine Überlegung wert; erst recht, da Morey noch einige Monate ausfällt. Für Höheres scheint Wolf beim BVB aber nicht bestimmt zu sein.

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