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BVB: Akanji nimmt Offensivstars in die Pflicht

Dominik Hager
Nach Gegentorflut: Manuel Akanji nimmt seine Kollegen in die Pflicht
Nach Gegentorflut: Manuel Akanji nimmt seine Kollegen in die Pflicht / Matthias Hangst/Getty Images
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Der BVB ist derzeit vor allem deswegen einigermaßen in der Spur, weil die Offensive Tore wie am Fließband produziert. 17 Treffer in den ersten sechs Ligaspielen bedeuten Rang zwei. Allerdings haben auf der anderen Seite nur drei Klubs mehr Gegentreffer hinnehmen müssen.


Die schwarz-gelbe Uhr tickt inzwischen bereits seit 157 Tagen. Genau so lange stand bei den Borussen hinten die Null nicht mehr, was sowohl für die Bundesliga als auch für die Königsklasse gilt. In den Fokus geraten dabei natürlich automatisch die Abwehrspieler wie Manuel Akanji. Der Schweizer nimmt jedoch das ganze Team in die Pflicht und fordert eine bessere Teamleistung.

"Wir müssen 90 Minuten alle das Tor verteidigen und nicht nachlassen", sendete der Innenverteidiger einen Hilferuf nach Nachfrage der BILD.

Dabei meinte der Abwehrspieler jedoch nicht nur die körperliche, sondern auch die mentale Komponente. Insbesondere nach Führungen ließen die Westfalen hier und da die Zügel schleifen und brachten sich selbst in Not.

Akanji fordert mehr Aufmerksamkeit

"Wenn wir vorne liegen, sind wir manchmal nicht aufmerksam. Wie gegen Union Berlin. Wenn du zwei, drei Schritte zu spät bist, wirkt sich das aus", warnte Akanji seine Kollegen.

Bisher ist es dem BVB nicht gelungen, das eigene Tor über 90 Minuten sauber zu halten und erhielt immer wieder Gegentore nach ruhenden Bällen oder individuellen Fehlern. Dabei ist sich der BVB im Klaren, dass es so nicht weitergehen kann.

"Wir kennen die Probleme, tun uns aber schwer, sie abzustellen", erklärte Mats Hummels, der nach seiner Verletzungspause nur schleppend in die Saison kam.

BVB im Terminstress: Keine Zeit für Problemlösungen

Bei all dem ist es natürlich nicht gerade hilfreich, dass der BVB in drei Wettbewerben liefern muss und demnächst wieder eine Länderspielpause ansteht. Zeit, den Fehlern durch gezieltes Training entgegenzuwirken, bleibt dabei kaum. All das sind sicherlich auch Nachwirkungen der kurzen Saisonvorbereitung, bei der die EM-Fahrer zudem einige Wochen fehlten.

Manuel Akanji möchte das jedoch nicht als Ausrede gelten lassen und sehnt sich nach einem Erfolgserlebnis. "Wir müssen einfach über 90 Minuten bereit sein, alle gemeinsam das Tor zu verteidigen. Dann funktioniert das auch", ist er sich sicher.

Letztlich ist die Situation vergleichbar mit der eines Stürmers, der lange Zeit kein Tor mehr geschossen hat. Oftmals braucht es einfach nur ein Erfolgserlebnis, damit der Stein wieder ins Rollen kommt.

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