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BVB-Youngster Moukoko über seine schwere Saison: "Mein Körper war noch nicht so weit"

Daniel Holfelder
Youssoufa Moukoko
Youssoufa Moukoko / Lars Baron/GettyImages
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In den beiden U21-EM-Quali-Spielen gegen Ungarn und Polen hat Youssoufa Moukoko mit insgesamt drei Treffern eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er nach wie vor zu den spannendsten Talenten in ganz Europa zählt. Nach der Partie gegen die Polen ließ der 17-Jährige die vergangene Saison Revue passieren - inklusive Kampfansage für die neue Runde.


Aufgrund zahlreicher Verletzungen und fehlenden Vertrauens von Ex-BVB-Coach Marco Rose kam der Angreifer 21/22 lediglich auf zwei Tore und wenig Spielzeit. Zwischenzeitlich drängte Moukoko sogar auf einen Abgang. Mit der Verpflichtung von Edin Terzic haben sich die Chancen auf einen Verbleib jedoch deutlich erhöht - auch wenn die vom BVB angestrebte Vertragsverlängerung noch nicht in trockenen Tüchern ist.

Wie wichtig ihm das Vertrauen des Trainers ist, machte Moukoko bei der U21 deutlich. Angesprochen auf seine Rolle im Team von Antonio di Salvo erklärte der gebürtige Kameruner: "Meine Rolle ist, Tore zu schießen. Hier bekomme ich das Vertrauen vom Trainer, er hat mir von Anfang an mitgeteilt: 'Ich setze auf dich.' Das hat mir enorm Selbstvertrauen gegeben. Am Ende mache ich die Dinge, die ich gut kann auf dem Platz und das funktioniert halt." (zitiert via kicker)

Mit dem Erwartungsdruck, der auf ihm lastet, komme er inzwischen gut zurecht: "Du musst einfach lernen, damit umzugehen. Ich habe Leute um mich herum, die immer wieder was sagen. Meine Eltern, Berater. Ich glaube, ich komme damit klar. Ich muss niemandem etwas beweisen - nur mir selbst. Das habe ich gelernt."

Einen Zusammenhang zwischen dem Druck von außen und seinen Verletzungen kann der junge Offensivmann nicht erkennen: "Das war kein Druck, ich war einfach verletzt, das hat mich auch traurig gemacht, das war anfangs sehr hart für mich. Aber auch aus Verletzungen lernt man viel, ich habe auch gelernt, damit umzugehen. Im Moment tue ich alles dafür, mich erst gar nicht zu verletzen, denn nächstes Jahr will ich auf jeden Fall angreifen."

Moukoko glaubt vielmehr, dass seine Verletzungsproblematik mit der Umstellung vom Jugend- zum Profifußball zu tun habe. Allerdings sei nicht primär das Alter von Belang, sondern der Belastungsrhythmus: "Ich glaube nicht, dass das mit dem Alter zu tun hat, sondern eher mit dem anderen Rhythmus im Profifußball, der ist ganz anders als im Juniorenfußball. Damit musste ich erst mal klarkommen. Mein Körper war noch nicht soweit. Ich habe aber hart an mir gearbeitet und arbeite auch jeden Tag daran, damit ich das nötige Level erreiche. Aber jetzt fühle ich mich sehr gut, habe bei der U 21 beide Spiele gespielt, 80 und 90 Minuten darüber bin ich sehr froh."

Sein Hauptziel in der neuen Saison bestehe darin, verletzungsfrei zu bleiben, öfter zu spielen und natürlich mehr Tore zu erzielen: "Ich will auf jeden Fall mehr Spielpraxis sammeln, mehr Tore schießen und unbedingt verletzungsfrei bleiben. Jetzt habe ich Pause und kann durchschnaufen, und dann kann ich nächste Saison voll angreifen, ich bin extrem motiviert."


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