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Nach Rose-Rauswurf: Moukoko hegt keine Wechselgedanken mehr

Dominik Hager
Stefan Matzke - sampics/GettyImages
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Die Reaktionen zum völlig überraschenden Aus von Marco Rose fielen doch sehr wechselhaft. Während Julian Brandt sich eher geschockt zeigte, dürfte Yousouffa Moukoko vielmehr ein leichtes Lächeln über das Gesicht gehuscht sein. Die Wechselgedanken des Sturm-Talents sollen demnach passé sein.


Mit Erling Haaland und Marco Rose hat Youssoufa Moukoko seine beiden größten Widersacher im Kampf um einen Stammplatz los werden können. Der Youngster erhielt vom ehemaligen BVB-Coach nicht sonderlich viel Einsatzzeit und liebäugelte daher öffentlich mit einem Wechsel.

Auf seinem Social-Media-Kanälen fiel der Angreifer mit zweideutigen Kommentaren auf, die schon schwer als Zufall zu verkaufen sind. Bei der Fahrt im Mannschaftsbus zum Saisonfinale gegen Berlin schrieb er beispielsweise "ein letztes Mal", während er ein Bild aus seiner Wohnung und einem abgebildetes Schuhschrank ähnlich mehrdeutig kommentierte. "Nach sechs Jahren mit wunderschönen Momenten muss ich mich verabschieden. Danke für alles", verkündete er dabei und wurde prompt von Kehl gerüffelt.

Moukoko bei Rose meist ohne Chance

Die Frustration bei Moukoko muss groß gewesen sein, nachdem er mit 210 Minuten Einsatzzeit unter Rose nur halb so viel spielen durfte wie zuvor unter Terzic. Immer wieder plagte sich der Spieler aber auch mit Verletzungen herum, wodurch sein Status als "Wunderkind" immer mehr zu bröckeln begann.

Die Gerüchte wurden immer lauter, dass Moukoko seinen bis 2023 laufenden Vertrag im Sommer nicht verlängert und bereits 2022 einen Abschied einplant.

Keine Wechselgedanken mehr: Moukoko will unter Terzic durchstarten

Sky-Informationen zufolge sind diese Gedanken aber erstmal Geschichte. Der Spieler möchte beim Trainingsauftakt Ende Juni bei Borussia Dortmund aufschlagen, wo er sich unter Edin Terzic wieder mehr Einsatzzeit erhofft. Dass er das Zeug zum Knipser hat, konnten wir unter anderem bei seinem Joker-Treffer gegen die Hertha am letzten Spieltag sehen. Nun möchte der Youngster jedoch seinen absoluten Durchbruch vorantreiben. Mit Terzic hat er nun wieder einen Coach, der bekanntlich auf ihn setzt und mit dem er auch ein gutes Verhältnis pflegt.

Vermutlich war es sogar eines der Gründe für das Rose-Aus, dass er es verpasst hat, junge Spieler zu integrieren und zu fördern. Denken wir beispielsweise an Ansgar Knauff, der ja bereits einige Profi-Spiele für den BVB absolviert hat, in der letzten Hinrunde aber praktisch nur bei den Amateuren dabei war. Nun hat er bei seiner Leihe in Frankfurt gezeigt, dass er schon jetzt ein herausragender Kicker sein kann, der auch den Dortmundern hätte helfen können.

Interessiert sich Real Madrid für Moukoko?

Eine Gefahr schwebt in Bezug auf Moukoko aber dennoch über Dortmund. Spanischen Medienberichten zufolge interessiert sich Real Madrid für den 17-Jährigen und soll bereit sein, 20 Millionen Euro zu zahlen. Der Verlockung Real Madrid zu widerstehen ist für niemanden leicht. Der BVB dürfte sich dabei ein wenig so fühlen wie die Eltern eines Kleinkinds, wenn ein Fremder ihr Kind mit Süßigkeiten ins Auto locken möchte. Noch soll aber kein Angebot aus Madrid eingegangen sein.


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