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BVB sichert durch 3:1-Erfolg in Fürth Rang zwei: Die Dortmunder in der Einzelkritik

Dominik Hager
Adam Pretty/GettyImages
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Borussia Dortmund hat mit dem 3:1-Erfolg bei Greuther Fürth Rang zwei vorzeitig sicher. Der BVB ließ es zunächst ruhig angehen, zeigte sich aber gnadenlos effektiv und ging durch Julian Brandt mit 1:0 in Führung. Als bei den Schwarz-Gelben ein wenig die Konzentration nachließ, bestrafte Ngankam das mit dem Ausgleichstreffer. Der BVB machte jedoch im Anschluss ernst und entschied die Partie schnell mit einem Doppelschlag durch Brandt und Passlack. Wir sehen uns an, wie sich die Schwarz-Gelben im Einzelnen geschlagen haben.


1. Marwin Hitz

Musste nach 40 Minuten zum ersten Mal bei einem scharfen Weitschuss von Raschl eingreifen, erledigte die Prüfung aber souverän. In der zweiten Hälfte wackelte der Keeper einmal bei einer Ecke, konnte aber kurz darauf mit einem grandiosen Fuß-Reflex die 3:1-Führung sichern.

Bewertung: 7/10

2. Dan-Axel Zagadou

Wenn bei den Fürthern mal was ging, dann meist über seine Seite. Ein wenig unglücklich sah er auch beim Gegentor aus, indem er den Ball von Hrgota durch die Beine gespielt bekam. Im Spielaufbau leistete sich der Abwehrspieler ein paar wenige Schwächen, jedoch hat er angesichts der geringen Spielzeit seine Aufgabe grundsätzlich nicht schlecht gemacht.

Bewertung: 5/10

3. Manuel Akanji

Simon Asta, Manuel Akanji
Manuel Akanji (r.) im Zweikampf mit Simon Asta / Adam Pretty/GettyImages

Der Dortmunder-Abwehrchef zeigte sich von Beginn an konzentriert und ließ gegen harmlose Fürther wenig anbrennen. Dafür musste er aber im Normalfall nicht mal Zweikämpfe bestreiten. Erst in der zweiten Hälfte geriet er ein wenig mehr unter Zugzwang, wackelte ein wenig und leistete sich ein ziemlich rüdes Foul an Hrgota. Im Aufbauspiel setzte er immer wieder mit genauen langen Pässen Glanzpunkte.

Bewertung: 7/10

4. Emre Can

Can zeigte sich defensiv keine Blöße und hielt die Fürther meist vom Tor weg. Dabei gewann er auch sechs von sieben seiner Zweikämpfe. Offensiv konnte er erst kurz vor dem Ende mit einem tollen langen Ball auf Bellingham für Furore sorgen. Die Abseitsposition von Haaland verhinderte jedoch den Scorer-Punkt für Can.

Bewertung: 8/10

5. Marius Wolf

Der Rechtsfuß schaltete sich immer wieder in die Offensive ein und versuchte mit seiner Dynamik gefährlich zu werden. Dabei mangelte es dem Spieler jedoch an Präzision und Durchsetzungsvermögen. Unter dem Strich hat der Außenbahn-Akteur weder einen Schuss abgegeben, noch einen Abschluss vorbereitet. In den Zweikämpfen war Wolf kaum zu sehen, im Endeffekt aber auch nie wirklich gefordert. Erst nach seiner Auswechslung kam Fürth zum Ausgleich.

Bewertung: 4/10

6. Axel Witsel

In seinem wohl vorletzten BVB-Spiel war der Belgier auf Stabilität und Sicherheit aus. Seine Passquote von 93,3 Prozent ist aber definitiv auch dem Fakt geschuldet, dass er fast ausschließlich Sicherheitspässe spielte.

Defensiv legte Witsel eine gute Körpersprache an den Tag und ackerte hart in den Zweikämpfen, wenngleich er zum Teil nicht ganz ohne Foul auskam. Insgesamt dennoch eines der besseren Spiele vom Routinier in dieser Saison.

Bewertung: 7/10

7. Jude Bellingham

Jude Bellingham, Gian-Luca Itter
Jude Bellingham tat sich in Fürth schwer / Adam Pretty/GettyImages

Der Mittelfeld-Star suchte von Beginn an immer wieder das Risiko, jedoch gerieten seine vertikalen Pässe auf Haaland und Reus häufig zu steil. Auch in potentiellen Abschluss-Situationen zögerte der Engländer ein wenig zu lange. In der zweiten Halbzeit setzte Bellingham seine Mitspieler besser in Szene, leistete sich aber auch den entscheidenden Ballverlust vor dem 1:1-Ausgleichsreffer durch Ngankam.

Kurz vor dem Ende traf Bellingham dann zum 4:1, jedoch wurde das Tor zurückgenommen, weil Haaland aus Abseitsposition eingegriffen hatte. Insgesamt war es nicht sein aller glücklichster Auftritt.

Bewertung: 5/10

8. Raphael Guerreiro

Der Portugiese begann eher unauffällig und zeige weder gute Aktionen, noch auffällige Schwächen. Jedoch war es sein wuchtiger Abschluss aufs lange Eck, den Brandt per Abstauber zum 1:0 veredeln konnte. Darüber hinaus legte er einen soliden 0815-Auftitt hin. Nicht mehr und nicht weniger.

Bewertung: 6/10

9. Julian Brandt

Julian Brandt wirkte spielfreudig, in der ein oder anderen Szene aber auch ein wenig zu verspielt. Markierte dann jedoch mit seinem Abstauber das 1:0 für den BVB mit dem ersten Torschuss. Im Anschluss war der Nationalspieler meist nur bei Standards zu sehen, tauchte aber im entscheidenden Moment wieder auf und traf unmittelbar nach dem Ausgleich sehenswert zum 2:1. In Summe ein eigentlich nicht überragender, aber enorm effektiver Auftritt.

Bewertung: 9/10

10. Marco Reus

Der Routinier bemühte sich im Spiel ohne den Ball und setzte immer wieder zu guten Laufwegen an. Seine Mitspieler erreichten ihn dabei allerdings nur selten.

Nach dem Wiederanpfiff tauchte er dann nach einem Akanji-Zuspiel frei vor dem Tor auf. Zwar zögerte der Nationalspieler zu lange, sah dann aber immerhin Haaland, der den Ball drüber setzte. Die Szene wäre jedoch ohnehin Abseits gewesen.

Seine erste wirklich gelungene Szene hatte Reus erst in Minute 77. als er das 3:1 durch Passlack mit einem sehenswerten Steilpass durch die Gasse einleitete.

Bewertung: 6/10

11. Erling Haaland

Julian Brandt, Erling Haaland
Erling Haaland gratuliert Brandt zum 2:1-Treffer / Adam Pretty/GettyImages

Erling Haaland hatte zu Beginn Mühe, Bindung zum Spiel zu finden, wenngleich er mit seinem wuchtigen Körper die Bälle immer wieder gut behauptete. Der Norweger war mit seinem überlegten Zuspiel auf Guerreiro der Ausgangspunkt vor dem 1:0.

In der zweiten Hälfte konnte sich der Norweger dann auch selbst besser in Szene setzen, zeigte bei seinen Abschlüssen aber meist nur Härte und keine Präzision. Demnach war Haaland dann doch ungewohnt weit von einem eigenen Treffer entfernt. Unglücklich war zudem seine Abseitsposition, die einen Bellingham-Treffer verhinderte.

Bewertung: 5/10

12. Felix Passlack (ab 68.)

Der Rechtsverteidiger konnte mit einem wuchtigen, aber auch etwas glücklichen Abschluss auf 3:1 erhöhen und sicherte dem BVB damit die drei Punkte. Ansonsten griff das BVB-Eigengewächs nicht mehr großartig ins Geschehen ein.

Bewertung: 8/10

13. Nico Schulz (ab 68.)

Versuchte beim 1:1 auf Abseits zu spielen, was prompt schief ging. Schulz konnte aber nur wenige Momente später mit der Hereingabe für Brandt das 2:1 vorbereiten und machte seinen Fehler damit gut. Insgesamt ein lebendiger Auftritt.

Bewertung: 7/10

14. Youssoufa Moukoko (ab 86.)

Der Youngster setzte sich nach seiner Einwechslung noch einmal gut in Szene, brauchte dann aber zu lange für seinen Abschluss und wurde von Viergever gestoppt. Kurz danach scheiterte er mit einem etwas zu zentralen Schuss an Linde.

Ohne Bewertung


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