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Viel Lob für Donyell Malen: Darum glauben die BVB-Fans an den Durchbruch des Angreifers

Simon Zimmermann
Donyell Malen kann für den BVB noch extrem wichtig werden
Donyell Malen kann für den BVB noch extrem wichtig werden / Christof Koepsel/GettyImages
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Donyell Malen und der BVB - das passt in der Premieren-Saison des Niederländers noch nicht perfekt. Doch der 23-jährige Angreifer wird immer wichtiger für Schwarz-Gelb. Die Hoffnungen unter den BVB-Fans sind jedenfalls groß, dass Malen spätestens in der kommenden Saison durchstartet. Und sie sind durchaus gut begründet.


Als Borussia Dortmund im vergangenen Sommer Jadon Sancho an Manchester United verkaufte, präsentierten die Verantwortlichen in Donyell Malen einen neuen Angreifer. Satte 30 Millionen Euro Ablöse hatte der BVB für den 23-Jähren an PSV Eindhoven überwiesen und ihn mit einem Vertrag bis 2026 ausgestattet.

Malen liefert (noch) nicht die erhofften Statistiken

Nach gut drei Vierteln der Saison sprechen die nüchternen Zahlen nicht unbedingt dafür, dass der 17-fache niederländische Nationalspieler in Dortmund eingeschlagen ist wie erhofft. In 2.205 Pflichtspielminuten, verteilt auf 35 Einsätze, erzielte Malen acht Tore und gab sechs Assists. Macht eine direkte Torbeteiligung alle knapp 158 Minuten.

Es ist keine katastrophale Bilanz. Erhofft hatte man sich beim BVB allerdings sicherlich mehr. Malen tat sich über weite Strecken der Saison sichtlich schwer, wirkte häufig unglücklich in seinen Aktionen. Zuletzt musste der Angreifer in Abwesenheit von Erling Haaland die Rolle des alleinigen Mittelstürmers übernehmen.

Neue Rolle - neues Glück?

Seine Paradeposition ist das sicherlich nicht. Auch nicht die Rolle als Außenstürmer in einem Dreier-Angriff. Malen ist am besten, wenn er in einer Doppelspitze agieren darf. Dennoch verfügt er über Qualitäten für die Rollen als alleinige Neun oder auf dem Flügel.

Und die machen Hoffnung, dass die Beziehung Malen-BVB doch noch eine echte Lovestory werden kann. Am nötigen Engagement mangelt es dem schnellen Stürmer ohnehin nicht. Malen ist immer bereit, für die Mannschaft zu arbeiten - gegen den Ball und offensiv, wenn er Räume für seine Mitspieler schafft.

Häufig fehlte ihm diese Saison auch das nötige Fortune. Wie am Sonntag gegen Bielefeld, als er nur den Pfosten traf (zum siebten Mal Alu in dieser Saison). 63 Minuten stand Malen gegen die Arminia auf dem Feld, ehe er für Comebacker Haaland Platz machen musste. Knapp sieben Kilometer, 34 Ballkontakte, vier Torschüsse und eine starke Zweikampfquote von 78 Prozent waren mehr als ordentliche Werte für einen Mittelstürmer.

Malen soll von Haaland profitieren

In den kommenden Wochen soll er wieder neben Haaland auf dem Feld stehen. Dann werden sich die gegnerischen Defensivreihen wieder vermehrt auf den Norweger fokussieren. Für Malen die Chance, noch produktiver zu werden und die teils guten Eindrücke auch auf dem Statistikbogen zu hinterlegen.

Unter den BVB-Fans ist die Hoffnung jedenfalls groß, dass Malen noch so richtig zünden wird. Nicht vergessen, der Niederländer ist immer noch erst 23 Jahre alt, spielt seine erste Saison in einer größeren Liga und legte für PSV im vergangenen Jahr 27 Tore und sechs Vorlagen auf (in 45 Pflichtspielen).

Malen und Adeyemi: Die BVB-Doppelspitze der Zukunft?

An die Torquoten von Haaland wird er vermutlich auch 22/23 nicht herankommen. Muss er vielleicht auch nicht. Sollte der BVB einen weiteren Stürmer verpflichten, der vermutlich auf Haaland folgt, spricht vieles dafür, dass sich die Statik im Offensivspiel etwas verändert. Etwa, falls Karim Adeyemi in Dortmund aufschlägt. Der BVB würde dann über eine pfeilschnelle Doppelspitze verfügen, die sich die Haaland-Tore aufteilen müsste. Und die Malens Stärken endgültig und regelmäßig zum Vorschein bringt.


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