Bundesliga

Eine viel zu frühe Prognose für das Bundesliga-Meisterrennen 22/23

Simon Zimmermann
Rückt die Konkurrenz näher an die Bayern heran?
Rückt die Konkurrenz näher an die Bayern heran? /
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Ja, schon klar. Die Bundesliga-Spielzeit 2021/22 ist gerade erst zu Ende gegangen. Und auch klar, noch ist offen, wie die Kader der Spitzenklubs zur neuen Saison im Detail aussehen. Aber: Nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison. Und 2022/23 wirft bereits seine Schatten voraus.

Denn die Sehnsucht der deutschen Fußballfans nach zehn Jahren Bayern-Dominanz ist groß: Es soll endlich wieder ein spannender Titelkampf her! Die Voraussetzungen scheinen derzeit gar nicht so schlecht zu sein. Während die Bayern Probleme haben und in der Lewandowski-Causa feststecken, versucht man in Dortmund den Umbruch zu vollziehen. In Leipzig hat sich das Team unter Domenico Tedesco gefunden - und auch in Leverkusen will man angreifen.

Unser Meister-Kandidaten-Ranking - Woche 1

4. Bayer Leverkusen

Patrik Schick
Patrik Schick / Lars Baron/GettyImages

Patrik Schick bleibt, Adam Hlozek kommt. Die Werkself könnte kommende Saison über ein explosives tschechisches Sturmduo verfügen. Auf jeden Fall drängt man in Leverkusen an die Liga-Spitze. Kann auch Moussa Diaby gehalten werden und kommt Florian Wirtz im Saisonverlauf zurück, muss sich die Bayer-Offensive hinter nichts und niemandem verstecken.

Könnte aus Vize-Kusen tatsächlich Meister-Kusen werden? Eher fraglich, Leverkusen bleibt schließlich Leverkusen. Aber die Chancen scheinen zumindest sehr groß zu sein, ganz nah an die Spitze heranzurücken. Und zwar bis zum 34. Spieltag.

3. RB Leipzig

FBL-GER-CUP-FREIBURG-LEIPZIG
RB Leipzig / RONNY HARTMANN/GettyImages

Die Leipziger waren gemeinsam mit Bayer Leverkusen das beste Team der abgelaufenen Rückrunde. Das lag auch an Trainer Domenico Tedesco, der die Roten Bullen wieder in die Spur brachte und das Potenzial aus dem in der Breite vielleicht am besten besetzten Kader der Bundesliga herausholte.

Kann RB vor allem Top-Scorer Christopher Nkunku und Abräumer Konrad Laimer halten, ist 22/23 deutlich mehr drin als Rang vier. Kommt noch die ein oder andere Verstärkung dazu, sollte man Leipzig definitiv auf dem Meisterzettel haben!

2. Borussia Dortmund

Schwarz-Gelb will kommende Saison kämpfen - wie noch nie. So hart arbeiten - wie noch nie. Und am Ende feiern - wie noch nie. Dafür soll im Sommer ein Umbruch her - wie noch nie. Nun gut, der letzte Satz ist vielleicht ein wenig übertrieben. Aber in Dortmund hat sich definitiv bereits einiges getan.

Der unglückliche Marco Rose musste überraschend gehen - Fan-Liebling Edin Terzic übernimmt und hat mit seiner Antrittsrede direkt Hoffnungen geschürt. Hoffnungen, die trotzt des Haaland-Abgangs durchaus berechtigt sind. Die Liste der Neuzugänge um Süle, Schlotterbeck, Adeyemi und auch Özcan liest sich jedenfalls vielversprechend.

Konstanz ist und bleibt aber das Zauberwort bei der Borussia, will man kommenden Sommer tatsächlich am Borsigplatz feiern wie noch nie.

1. FC Bayern

Der FC Hollywood ist zurück. Mit dem Drama um Robert Lewandowski herrscht jedenfalls mächtig Unruhe an der Säbener. Dazu kommt die Unzufriedenheit über die erste Nagelsmann-Saison, in der man zwar Titel Nummer zehn in Folge einfahren konnte, in den Pokalwettbewerben aber enttäuschte.

Die große Frage ist nun, ob man Lewandowski trotz dessen Wechselwunsch halten wird. Oder ob man ihn doch abgibt - und wer stattdessen den Weg nach München findet. Mit Ajax-Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui hat man bereits einen sehr guten Transfer fix gemacht, Teamkollege Ryan Gravenberch wird folgen.

Egal, wer jetzt noch für die Offensive kommt: Die Bayern werden als Favorit ins Meisterrennen gehen. Die Konkurrenz scheint aber näher herangerückt zu sein...


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