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Corona-Sorgen der Bundesligisten - Fredi Bobic macht sich große Sorgen

Malte Henkevoß
Wie hart Corona eine Mannschaft trifft, weiß Fredi Bobic aus eigener Erfahrung.
Wie hart Corona eine Mannschaft trifft, weiß Fredi Bobic aus eigener Erfahrung. / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Corona grassiert momentan wieder großflächig in der Bundesliga. Viele Vereine sind betroffen, die Omikron-Variante macht vor fast keinem Klub halt. Die Verantwortlichen machen sich Sorgen, im gestrigen Spiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Mönchengladbach waren die Corona-Probleme des Rekordmeisters offen sichtbar. Mit regelmäßigen Ausfällen muss jedenfalls so ziemlich jede Mannschaft rechnen.


Hertha BSC ist dabei nur ein Beispiel der aktuellen Situation: Seit dem Trainingsstart gab es bei den Berlinern insgesamt sieben positive Corona-Fälle. Keine Ausnahme unter den Vereinen, was die Sorgen jedoch kaum geringer werden lässt. Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic äußerte sich in der Klub-Pressekonferenz zur schwierigen Corona-Lage bei der Hertha:

"Corona trifft uns hart. Wir haben eigentlich jeden Tag einen neuen Fall. Es gibt Vereine, die null haben sollen. Das kann ich gar nicht glauben. Das ist kein Vorwurf an andere Klubs. Wir werden zumindest vom Gesundheitsamt aufgefordert, alle Spieler täglich zu testen."

Fredi Bobic

Auch wenn Bobic explizit keine Vorwürfe an andere Klubs richtet, klingt doch eine versteckte Kritik mit. Die Situation ist bei der Hertha allerdings auch dadurch anders, dass die Profis in Berlin täglich getestet werden müssen.

Dass dadurch auch die Ligaspiele im Allgemeinen leiden und vor allem die Klubs, die höhere Fallzahlen aufweisen, auf Dauer größere Schwierigkeiten haben werden, ist Bobic ebenfalls klar:

"Corona hat in jedem Fall Einfluss auf den Wettbewerb. Ich hoffe nicht, dass man am Ende davon reden muss, wer im Januar oder Februar besser durchgekommen ist, mit mehr Punkten. [...] Es gibt schon Diskussionen in der Liga: Ist das fair oder nicht fair? Sollen wir überhaupt spielen oder nicht spielen?"

Fredi Bobic

Gerade für die kleineren Klubs könnte es nicht nur gesundheitlich sondern auch finanziell schwierig werden. Die Hertha selbst hat gerade vor Kurzem erst Stürmer Krzysztof Piątek nach Italien abgegeben und dadurch knapp drei Millionen Euro an Gehalt gespart, 90min berichtete über den Transfer.

Allerdings wird die Hertha das Geld nicht in andere Transfers investieren können. Stattdessen will Fredi Bobic lieber für mögliche Einsparungen vorausplanen:

"Einen Transfer wird es davon nicht geben. Wir werden im Januar viel Geld verlieren, durch die fehlenden Zuschauereinnahmen in den Heimspielen gegen Köln, Union (Pokal) und Bayern. Diese Verluste müssen wir wettmachen [...] Wir wollen aber nicht jammern, weil wir den Wettbewerb lieben. Wir ziehen das durch, wollen positiv bleiben."

Fredi Bobic

Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Coronavirus nicht weiterhin so stark weiter verbreitet. Ob nun bei der Hertha oder anderen Klubs, die Gesundheit muss immer vorgehen. Darauf hofft auch Fredi Bobic sowie der gesamte Rest der Bundesliga.

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