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Ein Brief an Brazzo: Diesen Niklas Süle darf man nicht ziehen lassen!

Simon Zimmermann
Die Bayern sollten Niklas Süle halten: Ein Brief an Brazzo
Die Bayern sollten Niklas Süle halten: Ein Brief an Brazzo / Sebastian Widmann/GettyImages
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Niklas Süle und der FC Bayern. Die Zweckbeziehung könnte im kommenden Sommer enden. Süles Vertrag läuft aus, die Zeichen stehen weiter auf Trennung. Für den 26-Jährigen könnte sich der große Traum von der Premier League erfüllen.

Hasan Salihamidzic
Bitte mal lesen, Brazzo / Matthias Hangst/GettyImages

Sollte es tatsächlich so kommen, liegt das vor allem am Rekordmeister. Und Hasan Salihamidzic.

Ein Brief an Brazzo

Lieber Brazzo,

2017 hat der FC Bayern 20 Millionen Euro in die Hand genommen und mit Niklas Süle eines der größten deutschen Abwehrtalente aus Hoffenheim verpflichtet. Damals warst du noch Klubrepräsentant und hast mit dem Transfer nichts am Hut gehabt.

Einen Monat später kamst du als neuer Sportdirektor hinzu. Und konntest mit ansehen, wie sich Süle überraschend schnell in München zurechtfand. Doch die Harmonie hielt nicht lange. Spätestens nach dem Kreuzbandriss des 37-fachen Nationalspielers kamen große Zweifel auf: Ist Süle gut genug für den FC Bayern? Bringt er die nötige Einstellung für den Rekordmeister mit?

Süle stand vor dieser Saison mehr denn je auf dem Prüfstand. Sein Wille, die Bayern in Richtung England zu verlassen, soll schon zuvor recht ausgereift gewesen sein. Öffentliche Rückendeckung seitens des Klubs erfuhr er nicht. Aber das kennen wir ja schon bei einem gewissen Jerome B.

Nichtsdestotrotz galt diese laufende Saison 2021/22 als "Make it or break it"-Jahr für den 26-Jährigen. Absolvieren darf er das unter Mentor Julian Nagelsmann, der ihn schon seit gefühlten Ewigkeiten kennt.

Was soll man sagen: Süle liefert ab! Oder wie es Didi Hamann sagt: "Für mich ist die Mannschaft eine andere, wenn Süle spielt. Bei aller Liebe zu Upamecano, er ist ein hervorragender Spieler, aber die Mannschaft hat eine andere Sicherheit, eine andere Stabilität, wenn Süle spielt."

Nach den Abgängen von Boateng und David Alaba musste sich in der Bayern-Abwehr eine neue Hierarchie bilden. Dayot Upamecano kam als Königstransfer, Lucas Hernandez und Top-Talent Tanguy Nianzou waren schon da. Genauso wie Süle.

Und der ist unter Nagelsmann ganz eindeutig der beste und konstanteste Innenverteidiger in deinem Kader, lieber Hasan!

Anerkannt zu werden scheint das aber nur bedingt. Zumindest nicht bei dir. Ist aber auch irgendwie logisch. Schließlich hast du dir völlig konträr zur Klubphilosophie Hernandez für unfassbare 80 Millionen Euro gegönnt. Ganz stolz warst du auf den Coup mit Nianzou. Und auch Upamecano ist gewissermaßen "dein Transfer".

Niklas Süle passt da nicht so ganz rein. Er scheint das schwächste Glied in deinen Planungen zu bleiben. Dass du ihm damit Unrecht tust, dürfte dir - wenn du ganz ehrlich darüber nachdenkst - klar sein. Jetzt kommen wir zum Knackpunkt: Du musst über deinen Schatten springen.

Denn wirklich JEDER hat erkannt, das Süle aktuell der stabilste Innenverteidiger beim FC Bayern ist. Warum in alles um der Welt sollte man ihn nun ziehen lassen? Er ist übrigens im besten Fußballer-Alter, deutscher Nationalspieler und als "Sülinho" auch ein Sympathieträger bei den Fans.

Der FC Bayern war schon immer ein Klub, der sich damit brüstete, die besten Spieler Deutschlands in den eigenen Reihen zu haben. Garniert mit einigen internationalen Topspielern. Gibt man Süle auf, ist das gewissermaßen auch eine weitere Abkehr von der eigenen Philosophie. Oder hast du nicht mal gezählt, wie viele Spieler allein in der Viererkette einen französischen Pass besitzen?

Nochmal und ganz eindeutig, lieber Brazzo: Bitte spring über deinen Schatten und versuche alles, um mit Niklas Süle zu verlängern. Alle anderen Alternativen würden dich bzw. den Klub mit Sicherheit nicht weniger Geld kosten. Mit ein bisschen Respekt und (öffentlicher) Zuneigung könnte man Süle bestimmt überzeugen, München der Insel vorzuziehen.

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