Braucht der HSV im Winter einen neuen Verteidiger?

  • Lange Ausfälle von defensiven Leistungsträgern
  • Ungewissheit bei mehreren Abwehrspielern
  • Müssen die Rothosen im Winter defensiv nachlegen?
Ein ums andere Mal zu wackelig: Die Defensive des Hamburger SV
Ein ums andere Mal zu wackelig: Die Defensive des Hamburger SV / Stuart Franklin/GettyImages
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Der Hamburger SV hegt wie in jeder Saison seit dem Abstieg in die 2. Bundesliga große Aufstiegsambitionen. Die Hamburger brillieren dabei mit teils spektakulärem Offensivfußball, scheitern jedoch auch oft an der eigenen, nicht immer sattelfest wirkenden Abwehr.

Um in dieser Saison den Aufstieg endlich realisieren zu können, benötigt der HSV im Abwehrzentrum mehr Stabilität. Diese Stabilität muss wohl besonders durch mehr Qualität im Kader hergestellt werden. Dem sehr offensiv-lastigen Spiel-Stil Tim Walter geschuldet ist Hamburg von Haus aus anfällig für Konter und dementsprechend viele Gegentore. Die Abwehrsorgen des HSV begründen allerdings wohl nicht nur in der mutigen Herangehensweise ihres Trainers.

Mit Mario Vuskovic muss der HSV auf ein wahres Abwehrmonster mit Qualitäten im Aufbauspiel und bei Standards verzichten. Der mittlerweile 22-jährige Kroate fehlt nun schon seit über einem Jahr aufgrund einer Dopingsperre, Ausgang noch ungewiss. Zudem fehlte auch mit Kapitän Sebastian Schonlau ein weiterer elementarer Baustein der defensiven Stabilität verletzungsbedingt. Fünf Monate hat Schonlau nun bereits mit Wadenproblemen zu kämpfen. Da der Körper bei Belastung immer wieder reagiert ist ungewiss, wann mit dem Kapitän vollständig zu rechnen ist.

Weitere Bauchschmerzen könnte den Hamburgern Eigengewächs Stephan Ambrosius bereiten. Sollte der 24-Jährige nicht auf mehr Spielzeit kommen, ist nicht ausgeschlossen, dass dieser bereits im Winter auf einen Wechsel drängt. Der Vertrag von Ambrosius endet beim HSV bereits nach dieser Spielzeit. Da auch Dennis Hadzikadunic und Guilherme Ramos nicht vollends überzeugen, dürften die HSV-Verantwortlichen den Markt nach qualitativen Verstärkungen für das Abwehrzentrum intensiv sondieren.


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