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Botschaft für Menschenrechte: FIFA verbietet Trainings-Shirts der Dänen

Simon Zimmermann
Christian Eriksen mit Dänemarks WM-Trikot
Christian Eriksen mit Dänemarks WM-Trikot / MADS CLAUS RASMUSSEN/GettyImages
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Sonntag in eine Woche startet die WM 2022 in Katar. Die Kritik ist und bleibt groß. Der Weltverband FIFA bleibt bei seiner Duckmäuser-Haltung und will den Gastgeber nicht verärgern.


Nach den Skandal-Aussagen des katarischen WM-Botschafters Khalid Salman, wonach Homosexualität eine Sünde und ein "geistiger Schaden" sei, wartet man von der FIFA weiterhin auf eine Reaktion. Und dürfte darauf noch lange warten können...

"Menschenrechte für alle" - FIFA lehnt Dänemarks Antrag ab

Und auch bei einer geplanten Aktion der dänischen Nationalmannschaft bleibt der Weltverband bei seiner devoten Haltung gegenüber Gastgeber Katar. Die Dänen beantragten in Katar Trainings-Shirts mit der Botschaft "Human Rights for All" tragen zu dürfen. Also: "Menschenrechte für alle". Die FIFA verweigerte diesen Wunsch jedoch. Bevor man Katar verärgert, versteckt man sich lieber hinter den eigenen Statuten.

Diese besagen, dass das Tragen von politischen Botschaften untersagt ist. Der dänische Verband hatte schon im November vergangenen Jahres angekündigt, eine solche Botschaft tragen zu wollen. Sponsoren hatten sich bereiterklärt, auf ihren Platz auf den Trainings-Shirts zu verzichten. Ein Plan, der von der FIFA nun vereitelt wurde.

Auch Ausrüster Hummel hatte schon vor dem Turnier ein Zeichen gesetzt. Die dänischen Trikots bleiben einfarbig rot (Heimtrikot), weiß (Auswärtstrikot) und schwarz (drittes Trikot). Details wie das Verbandswappen und das Hummel-Logo sind in derselben Farbe gehalten.

Hummel-Manager Morten Lund bezeichnete die Trikots als "wandelnden Trauerflor" und erklärte: "Wir wollen nicht sichtbar sein bei einem Turnier, das Tausende Menschen das Leben gekostet hat."


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