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Nach Kehl-Kritik - daran hakt es bei Donyell Malen

Martin Bytomski
Bei BVB-Angreifer Donyell Malen läuft es noch nicht rund
Bei BVB-Angreifer Donyell Malen läuft es noch nicht rund / Alex Grimm/GettyImages
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"Extrem bemüht": Es ist schon fast vernichtend, was Sebastian Kehl über Donyell Malen sagt. Der Lizenzspieler-Leiter von Borussia Dortmund erwartet vom 30-Millionen-Sommereinkauf von der PSV Eindhoven deutlich mehr. Wir haben genauer hingeschaut und verraten euch, warum die Leistung des Niederländers noch nicht den Vorstellungen des zukünftigen Dortmunder Chefkaderplaners entsprechen.


Systemumstellung

Es ist offensichtlich: Für Donyell Malen wurde der passende Platz auf dem Rasen noch nicht gefunden. Für den BVB kam der pfeilschnelle Angreifer häufig über die Außen zum Einsatz. Durfte er mal im favorisierten Zentrum ran, war er zumeist alleinige Spitze. Die Rolle als alleiniger Stürmer in vorderster Front ist neu für den 22-Jährigen. Außerdem änderte sich Malens Rolle auch mit der taktischen Änderung von BVB-Trainer Marco Rose: Anfangs gingen die Schwarzgelben stets mit einer defensiven Viererkette in die Spiele, im Laufe der Saison wechselte Rose immer mal wieder auf einer Dreier- bzw. Fünferkette in der Abwehr. So änderten sich auch die Anforderungen an die Reihen vor der Verteidigungskette. Für den ohnehin noch fremdelnden Malen ein zusätzliches Integrationshemmnis.

Passender Partner

In Eindhoven agierte Malen als Teil einer Doppelspitze zusammen mit Eran Zahavi. Zahavi ist ein klassischer Mittelstürmer, um den Malen kreiste. Auch wenn mit Erling Haaland auch bei der Borussia ein typischer Neuner unter Vertrag steht, bildeten er kein Gespann mit Malen. Nur dann, wenn der Norweger nicht spielte, kam er in der Angriffsmitte zum Einsatz. Doch für die Rolle als alleiniger Zielspieler ist das Skillset von Malen nicht gemacht. So fehlt es ihm an Tiefe, an einem Partner, der die Aufmerksamkeit der Verteidiger auf sich zieht und Lücken reißt.

Mannschaftskonstellation

Ein intaktes Mannschaftsgefüge erleichtert die Integration von Neuzugängen ungemein. Zwar sind keine internen Spannungen bekannt, doch die immer wiederkehrenden sportlichen Rückschläge dürften zumindest nicht förderlich für den Teamgeist sein. Erfolge sorgen für gute Laune, Misserfolge für das Gegenteil. Das Einleben in einer von Siegen euphorisierten Mannschaft fällt sicher leichter. Siege gab es zuhauf, euphorisch dürfte die Stimmung mit Blick auf das enttäuschende Abschneiden in den Pokalwettbewerben nicht gewesen sein.

Fehlende Fans

A apropos Euphorie: Die fehlte über weite Strecken im meist nur mäßig gefüllten Signal Iduna Park ebenfalls. Erst seit der Vollauslastung und der damit verbundenen Rückkehr der Ultras ist auch die Stimmung in Deutschlands größtem Stadion wieder erstklassig und bisweilen berauschend. Das könnte auch Malen beflügeln und ein paar Prozentpunkte aus dem stets abgeklärt wirkenden Angreifer herauskitzeln.


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