Europa League

Hass gegen die Eintracht - ARD-Reporter von West-Ham-Fans attackiert

Yannik Möller
West Ham United v Eintracht Frankfurt
West Ham United v Eintracht Frankfurt / Chloe Knott - Danehouse/GettyImages
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Während der Radio-Übertragung des Europa-League-Duells zwischen West Ham und Eintracht Frankfurt sind ARD-Reporter von heimischen Fans attackiert worden. Ohnehin gab es eine feindliche Stimmung gegenüber SGE-Spielern und -Fans.


So gut und wichtig das Ergebnis des Hinspiels aus Frankfurter Sicht war, so unschön waren die Begleiterscheinung rund um dieses Europa-League-Halbfinale gegen West Ham United.

Mehrere deutsche Reporter, die die Partie vor Ort begleiteten, berichteten von einer insgesamt feindlichen Stimmung gegenüber den Eintracht-Fans, den Spielern - und auch gegenüber Reportern. Ein Fall macht am Freitagmorgen besonders die Runde: Zwei Radio-Reporter der ARD sind zwar nicht nur, aber vor allem beim 1:1-Ausgleichtreffer der Gastgeber attackiert worden.

Mehrere Angriffe auf Reporter von West-Ham-Fans - Klub verspricht Aufklärung

"Wir werden hier attackiert. Meinem Kollegen Tim haben sie das Headset runtergeworfen", erklärte Philipp Hofmeister live on air. Die Bild bestätigte die Geschehnisse, die auch weitere Beobachter mitbekommen haben sollen.

Hofmeister danach weiter: "Ich muss mich ein bisschen sortieren. Wir müssen gucken, dass wir ein bisschen Sicherheitspersonal hierher bekommen."

Besagtes Security-Personal wurde dann auch eingesetzt. Die beiden Reporter suchten sich in der Halbzeitpause einen anderen Platz. Im Gespräch mit dem Radiosender 1Live erklärte er zudem sinngemäß, dass dauerhaft mit Gewalt, etwa durch Faustschläge gegen den Hinterkopf, gerechnet werden musste. Der Pressebereich sei von einem Block der Heimfans nicht abgegrenzt gewesen.

Sein verständliches Fazit, das Hofmeister noch in der Live-Übertragung betont: "Meine Träume vom englischen Fußball sind geplatzt."

Auch in den englischen Medien sind die Vorfälle ein Thema. Der Telegraph etwa griff das Statement eines Klubsprechers von West Ham auf: "Der Verein weiß um die Vorfälle und arbeitet an der Identifikation. Im Einklang mit unserer Null-Toleranz-Politik, werden alle identifizierten Personen an die Polizei weitergeleitet."

Auch innerhalb des Klubs werde es Konsequenzen geben: "Sie werden zudem ein permanentes Eintrittsverbot für das London Stadium bekommen und auch nicht mehr mit ihrem Verein mitreisen. Bei uns gibt es für so ein Verhalten keinerlei Platz."

Aufgearbeitet werden muss jedoch nicht nur der Angriff auf die beiden ARD-Reporter. Auch Mitarbeiter des Hessischen Rundfunks sprachen von gewalttägigen Übergriffen auf sie. Vermutlich gab es noch mehrere dieser Vorfälle.


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