Eintracht gewinnt Halbfinal-Hinspiel bei West Ham! Knauff, Kamada und das Alu öffnen die Finaltür

Die Eintracht bejubelt den Siegtreffer vor der eigenen Kurve
Die Eintracht bejubelt den Siegtreffer vor der eigenen Kurve / Justin Setterfield/GettyImages
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Herz, Leidenschaft, Wille, Fortuna, ein Super-Knauff und Mister Europa bringen der Eintracht das nächste Meisterstück auf europäischer Bühne. Im Halbfinal-Hinspiel der Europa League gewinnt die SGE mit 2:1 bei West Ham United. Die Finaltür öffnet sich immer weiter! Spielbericht und Netzreaktionen:


Tore:
0-1: Knauff (1. Minute)
1-1: Antonio (21.)
1-2: Kamada (54.)


Schon weit vor Anpfiff im Londoner Olympiastadion haben sich zahlreiche SGE-Fans in der englischen Hauptstadt versammelt. Eine Gruppe von rund 200 Anhängern schipperte mit dem Boot über die Themse und machte deutlich, dass die Eintracht auch in London regiert.

Die Hammers versuchten im Vorfeld alles, um die Eintracht-Fans aus dem eigenen Stadion zu halten. Mehr als die 3.000 Gästetickets sollten nicht in die SGE-Hände wandern. Schon vor dem Spiel war klar: dieser Plan wird fehlschlagen. Einige Fans hatten bereits Karten außerhalb des Gästeblocks ergattert und "tarnten" sich mit dem offiziellen Spieltagsschal. 7.000 Zuschauer, die der SGE die Daumen drücken, durfte man im Londoner Olympiastadion demnach erwarten.

In der Startelf gegen die Hammers verzichtete Glasner auf große Überraschungen. Im Tor stand natürlich Kevin Trapp, der mit seinem 35. Einsatz zum deutschen Rekordspieler der Europa League wurde.

Als linker Innenverteidiger vertrat Touré den gelb-rot-gesperrten N'Dicka, Tuta rückte wieder auf die rechte Seite. Im Mittelfeldzentrum spielte Kapitän Rode an der Seite von Sow - in Abwesenheit von Jakic (Gelbsperre). Auf den Flügeln blieb alles wie gehabt: Kostic und Knauff übernahmen die Schienenpositionen. Vorne sollten Lindström, Kamada und Borré für Gefahr sorgen.

Traumstart für die Eintracht

WAS.FÜR.EIN.START. für die Eintracht! Borré flankte von der Strafraumkante nach innen, Knauf lief geistesgegenwärtig ein und konnte frei einköpfen. Die ganz schnelle Führung für die Gäste in der 1. (!) Minute! Genauer gesagt nach handgestoppten 49 Sekunden!

Nach 14 Minuten hatte die Eintracht dann Glück. Bowen wurde steil geschickt und tauchte frei vor Trapp aus. Mit der Fußsohle konnte der SGE-Keeper die Kugel aber gerade noch so an den Pfosten lenken.

Die Hammers waren spätestens da voll drin im Spiel. In der 21. Minute war es dann soweit: Nach einem Freistoß aus zentraler Position köpfte Zouma quer, Antonio sprang am zweiten Pfosten ein und drückte den Ball über die Linie. Trapp war chancenlos - 1:1.

Nach dem Gegentreffer konnte die Eintracht das Spiel aber wieder etwas beruhigen und den Ball in den eigenen Reihen halten. Bei Ballverlusten war aber immer Gefahr angesagt, die Hammers versuchten es schnell und schnörkellos. Vor der Pause passierte aber vor beiden Gehäusen nicht mehr viel - es ging mit 1:1 in die Kabine.

Wieder Eintracht-Kickstart nach der Pause - Mr. Europa schlägt zu!

Nach dem Seitenwechsel startete die Eintracht wieder stark. Viel Ballbesitz, aggressives Angriffspressing - die Gäste hatten die Kontrolle über das Spiel. West Ham blieb oft passiv bis kurz vor dem eigenen Sechzehner. Die Eintracht konnte das in der 54. Minute perfekt ausnutzen. Eine überragende Kombination brachte Sow nach feinem Pass von Lindström frei vor das Tor, Areola konnte zwar noch parieren, Kamada musste den Ball aber nur noch über die Linie drücken. 2:1 für die Eintracht!

Kurz danach musste Lindström verletzt raus. Beim Dänen zwickte offenbar der hintere Oberschenkel - für ihn kam Hauge in die Partie.

Ähnlich wie in Halbzeit eins wachten die Hammers nach dem Gegentreffer auf und drückten vermehrt auf den erneuten Ausgleich. In der 68. Minute hatte die SGE wieder Alu-Glück. Der eingewechselte Benrahma schlenzte aus der Distanz, sein Versuch küsste den Außenpfosten.

Aber auch die Hammers hatten Glück mit dem Aluminium. Nach einem Konter ging Kamada ins Eins-gegen-eins im Strafraum, schlug einen Hacken nach innen und zog dann ab. Sein abgefälschter Schuss landete am Pfosten (79. Minute). Beinahe der Doppelpack vom Mr. Europa!

Mit viel Leidenschaft und Willen verteidigte die Eintracht das 2:1. Das nächste Europa-Meisterstück war geschafft. Ein bisschen Fortuna musste mithelfen. Denn West Ham traf in der Nachspielzeit ein drittes Mal Aluminium! Und das nach einem überragenden Fallrückzieher von Jarrod Bowen. Hätte eigentlich ein Tor verdient gehabt - aber schwamm drüber...

Mit dem knappen Vorsprung trifft man sich jetzt in einer Woche in Frankfurt wieder. Die Finaltür für die SGE ist einen guten Spalt weiter auf!


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