Bayern München

"Total überflüssig und unnötig" - Deutliche Nagelsmann-Kritik an Upamecano

Simon Zimmermann
Julian Nagelsmann ärgerte sich über das Gegentor
Julian Nagelsmann ärgerte sich über das Gegentor / Anadolu Agency/GettyImages
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Mit einem klaren 4:1-Erfolg gegen die Hertha verließ der FC Bayern am Sonntagabend die Hauptstadt gen München. Im Olympiastadion ließ der Rekordmeister der Alten Dame überhaupt keine Chance. 70 Prozent Ballbesitz und 30 Torschüsse hatte die Nagelsmann-Elf zu verzeichnen - der Sieg hätte sogar noch deutlich höher ausfallen müssen.

Während sich Thomas Müller im Anschluss über seine Freiheiten wunderte, war Trainer Nagelsmann der Gegentreffer ein mächtiges Dorn im Auge. Seine Kritik am eingewechselten Dayot Upamecano fiel entsprechend heftig aus.

1. Julian Nagelsmann

Julian Nagelsmann
Julian Nagelsmann ärgerte sich über das Gegentor / Maja Hitij/GettyImages

Über die vielen vergebenen Chancen:
"Am Ende stört mich das Gegentor mehr als die vergebenen Chancen. ich finde es immer wichtig, dass wir uns auch gegen tiefe Gegner so viele Chancen rausspielen."

Über das Gegentor (Upamecanos Rückpass auf Neuer geriet zu kurz):
"Das ist total überflüssig und eine unnötige Aktion. Das können wir vermeiden, weil der Manu auch gerne zu Null spielt und sich darüber ärgert. Das ist schon ein Tor, das absolut vermeidbar ist.

"Warum spielt man den Ball direkt? Wenn ich jetzt 95 Kilo habe und sehr schnell bin, nehme ich den Ball am Fuß, dribble noch ein, zwei Meter und gucke, was passiert. Irgendwann muss Jovetic auf den Torwart Druck machen, und du kannst vielleicht auf deinen Innenverteidiger-Kollegen spielen. Du bleibst aber erstmal am Ball. Den Ball direkt zu spielen, der aus dem Rücken kommt und springt... Das ist immer schwierig."

"Ich bin ein großer Freund davon, das einfach mit Kontrolle zu machen, da war ja kein großer Druck. Einfach den Ball runternehmen und schauen, was der Gegner einem anbietet. Es steht 4:0, wohlgemerkt, da kannst du ein bisschen kontrollierter spielen. Es ist jetzt nicht so, dass wir da extrem schnell wieder nach vorne müssen oder einem Rückstand hinterherlaufen."

Am Ende ärgerte sich Nagelsmann auch für die Spieler, "die von Anfang an auf dem Platz waren". Sie "haben das sehr, sehr gut und gewissenhaft gemacht, im Gegenpressing unglaublich aktiv verteidigt".


Über Joshua Kimmich:

"Kimmich ist auf beiden Positionen Weltklasse." Gegen die Hertha war Kimmich wieder von der rechten Seite auf die Doppelsechs gerückt.

Über das Training in der Länderspielpause:
"Wir werden ein internes Spiel machen, um den Covid-Rückkehrern nochmal die Gelegenheit zu geben. Denen tut es gut, wenn sie nochmal spielen können. Wir haben keine Abstellungen und wollen die Woche gut nutzen. Auch wenn wir Bayern München sind, tut uns das Training sehr gut."

2. Thomas Müller

Thomas Müller
Thomas Müller stand bei seinem Tor völlig frei / Maja Hitij/GettyImages

Über die Kommunikation auf dem Platz:
"Was mir super gefallen hat, ist: Wir haben uns gegenseitig gehört. Auch Spieler, die sonst nicht so laut sind, haben Kommandos gegeben. So haben wir Berlin eingeschnürt und eine Welle nach der anderen gefahren."

Über die Freiheiten bei seinem Tor:
"Es wurde nicht wirklich versucht, mich zu verteidigen. Wir wollen diesen Ball spielen, aber dass ich da so frei bin... Es war ja fast eine Kopie vom Tor von Robin Knoche unter der Woche."

"Grüße an den Zeugwart, Stollen gut angeschraubt."

Über die vergebenen Torchancen:
"Ich persönlich habe den Magneten in den Torwart-Handschuhen zwei, drei Mal gefunden."

3. Joshua Kimmich

Joshua Kimmich
Joshua Kimmich spielte auf seiner Lieblingsposition überragend / Maja Hitij/GettyImages

Über das Spiel:
"Es macht Spaß, wieder auf dem Platz zu stehen. Wir haben heute ein gutes Spiel gezeigt und das Spiel 90 Minuten kontrolliert. Das Gegenpressing war in den vergangenen Spielen nicht immer so gut, aber heute haben wir es gut gemacht. Dementsprechend hatten wir einige hohe Ballgewinne und viele Torchancen. Es hätte auch höher ausgehen können."

Über die Chancenverwertung:
"Wir haben es recht viel trainiert, vielleicht trainieren wir es etwas weniger und dann funktioniert es im Spiel wieder besser."

Über seine Gesundheit:
"Ich spüre zum Glück nichts mehr. Alles ist wieder völlig in Ordnung."

Über die Form der Bayern:
"Wir brauchen solche Spiele wieder häufiger, da es in manchen Spielen zu inkonstant war. Wir sind auf einem guten Weg und müssen weiter solche Leistungen zeigen."

Über den torlosen Robert Lewandowski:

"Wir sind schon ein wenig sauer gewesen. Nein, bei einem 4:0 muss er nicht treffen, dann soll er lieber ein wichtiges 1:0 machen."


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